AMD Ryzen 5000-Serie vorgestellt: Intel auch bei Spielen geschlagen

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AMD hat heute Abend die Katze aus dem Sack gelassen und die Desktop-Pro­zessoren der Ryzen 5000-Serie auf Basis der neuen Zen 3-Architektur of­fi­zi­ell enthüllt. Via Videostream zeigte der US-Chiphersteller insgesamt vier leis­tungs­stär­ke­re Ryzen-Modelle mit sechs bis sechszehn Kernen. AMD hat am heutigen Abend neue Desktop-CPUs der Ryzen 5000-Serie präsentiert. Das Line-up setzt sich aus den beiden Flaggschiffen Ryzen 9 5950X und Ryzen 9 5900X sowie dem Ryzen 7 5800X und dem Ryzen 5 5600X zusammen. Alle Neuvorstellungen basieren auf der Zen 3-Mikroarchitektur, die im Vergleich zur Vorgängergeneration Zen 2 mit be­ein­dru­cken­den Verbesserungen aufwarten kann. AMDs Konkurrent Intel könnte daher im Laufe der nächsten Monate noch mehr unter Druck geraten, als bislang schon geschehen. AMD Ryzen 4000 & Radeon RX 6000AMD kündigte den Ryzen 9 5900X selbstsicher als weltbeste Gaming-CPU an

Mit Zen 3 zur Performance-Krone

Bei der Entwicklung der Ryzen 5000-Serie hat sich AMD ganz offensichtlich darauf fokussiert, Intels Core-Prozessoren auch dort zu übertrumpfen, wo diese bislang noch Vorteile auf­wei­sen konnten. So bieten die neuen Zen 3-CPUs in Relation zu den Zen 2-Modellen der Ryzen 3000-Reihe eine nochmals deutlich verbesserte Interprozesskommunikation, ein über­ar­bei­te­tes Kerndesign mit acht Kernen auf einem Core Complex (CCX) und eine neue Cache-Hierarchie mit 32 Megabyte L3-Cache pro Core Complex Die (CCD). Die Zen3-CPUs sollen mitunter bei Berechnungen, die nur einen Kern auslasten, eine Leistungssteigerung von 19 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration aufweisen können. Darüber hinaus verspricht AMD einen erheblichen Performance-Schub im Gaming-Segment.

Am Beispiel des 12-Kerners Ryzen 9 5900X demonstrierte AMD die Vorteile der Zen 3-Ar­chi­tek­tur. Trotz nur unerheblich höherem Boost-Takt gegenüber dem Ryzen 9 3900X(T) sowie un­ver­än­der­tem Energiebedarf, kann der Prozessor laut Herstellerangaben das Intel-Topmodell Core i9-10900K in Gaming-Tests stets hinter sich lassen. Der Ryzen 9 3900XT soll in diesem Be­reich bei 1080p-Auflösung im Mittel gar um 26 Prozent übertrumpft werden. Des Weiteren kann der Ryzen 9 5900X laut AMD mit 631 Punkten im Single-Core-Test von Cinebench R20 eine neue Branchenbestmarke erreichen, die nur vom Ryzen 9 5950X knapp überboten wird.

Das Ryzen 5000-Line-up zum Marktstart



Ryzen 9 5950X: Das neue AMD-Flaggschiff arbeitet, wie sein Vorgänger Ryzen 9 3950X, mit 16 Kernen und 32 Threads. Der Ryzen 9 5950X soll in der Spitze mit bis zu 4,9 Gigahertz takten und ist dabei auf eine TDP (Thermal Design Power) von 105 Watt spezifiziert. Laut AMD ist der 16-Kerner der perfekte Kompromiss zwischen Spiele- und Workload-Leistung. Selbstbewusst äußert sich AMD zum mit 800 US-Dollar veranschlagten Verkaufspreis des Ryzen 9 5950X: "Weil es nichts vergleichbares gibt."

Ryzen 9 5900X: Der Ryzen 9 5900X wartet mit 12 Kernen und 24 Threads auf. Mit einer TDP von ebenfalls 105 Watt soll er bis zu 4,8 Gigahertz Boost-Takt erreichen und mit 3,7 Gigahertz in der Basis takten. AMDs 12-Kerner duelliert sich mit Intels Core i9-10900K, welchen er laut Benchmarks des Herstellers in allen relevanten Bereichen übertreffen soll. Der Preis liegt bei 550 US-Dollar.

Ryzen 7 5800X: Mit 8 Kernen, 16 Threads und erneut einer TDP von 105 Watt verrichtet der Ryzen 5800X mit maximal 4,7 Gigahertz Boost- und 3,8 Gigahertz Basistakt seine Arbeit. Die Preise der Ryzen 5000-Reihe sind gegenüber der Vorgängergeneration noch einmal ge­stie­gen, vor allem im Einstiegsbereich. Die brandneue Desktop-CPU von AMD mit acht Kernen soll für unter 450 US-Dollar erhältlich sein.

Ryzen 5 5600X: Der Ryzen 5 5600X geht mit 6 Kernen und 12 Threads an den Start. Bei einer TDP von 65 Watt taktet er mit 4,6 GHz in der Spitze und 3,6 GHz in der Basis. Mit einem anberaumten Preis von 300 US-Dollar siedelt AMD auch den kleinsten Zen 3-Chip im oberen Mainstream- bis Premium-Segment des Marktes an.

Ab Anfang November darf aufgerüstet werden

Alle vier heute vorgestellten Prozessoren der Ryzen 5000-Serie werden AMDs Angaben nach ab dem 5. November 2020 im internationalen Handel erhältlich sein. Die CPUs sollen sich dann in allen aktuellen Mainboards mit AM4-Sockel und AMD X570- sowie B550-Chipsatz einsetzen lassen. Voraussetzung dafür ist je­doch ein aktuelles BIOS mit AGESA 1.0.8.0. Darüber hinaus sollen im Laufe des Jahres 2021 noch einige Mainboards mit einem Chipsatz der 400er-Serie Unterstützung für die Zen 3-Pro­zes­so­ren erhalten.

Die Herstellung der Zen 3-CPUs wird weiterhin vom Auftragsfertiger TSMC übernommen und in einem unveränderten 7 nm-Verfahren durchgeführt. Dieses ist inzwischen aber of­fen­sicht­lich ausgereift genug, um neue Ryzen-Prozessoren mit mehr Performance bei gleich­blei­ben­der Leistungsaufnahme zu erlauben.

Radeon RX 6000-Reihe setzt erste Duftmarke

Zum Abschluss der heutigen Präsentation veröffentlichte AMD erste Eindrücke der in Kürze erscheinenden Radeon RX 6000-Grafikkartenreihe, deren Flaggschiff der Hersteller als "Big Navi" bezeichnete. Mehr als ein paar wenige Gaming-Benchmark-Ergebnisse gab es zwar nicht zu sehen, diese machten allerdings definitiv Lust auf mehr. Möglicherweise deutet sich hier gar ernstzunehmende Konkurrenz für die Nvidia GeForce RTX 3080 an. Das offizielle Vorstellungsevent für die Radeon RX 6000-Serie hat AMD für den 28. Oktober angesetzt.

AMD Ryzen 5000-Serie (Sockel AM4)
Modell Kerne
Threads
Basis-
Takt
Max.
Takt
L2
Cache
L3
Cache
TDP Preis
(USD)
Ryzen 9 5950X 16C 32T 3.4 4.9 8 MB 64 MB 105W 799
Ryzen 9 5900X 12C 24T 3.7 4.8 6 MB 64 MB 105W 549
Ryzen 7 5800X 8C 16T 3.8 4.7 4 MB 32 MB 105W 449
Ryzen 5 5600X 6C 12T 3.7 4.6 3 MB 32 MB 65W 299


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