Unsinnige Gleichmacherei: Das Netz ärgert sich über Googles Gmail-Icon
Was sollte ein Icon leisten? Leichte Erkennbarkeit ist hier wohl die wichtigste Antwort. Genau in dieser Hinsicht zeigen sich einige Nutzer im Netz von dem neuen Design, das Google Gmail verpasst hat, belustigt bis entsetzt. Statt einzigartig, sind Icons gleichgeschaltet.
Google will es bunt, bunt, bunt
Das Problem, das viele Nutzer an dem neuen Gmail-Icon und allgemein an der Designsprache kritisieren: Google hat sich dafür entschieden, viele seiner unterschiedlichen Dienste nicht mehr mit Farben voneinander abzuheben, sondern setzt rein auf Formen. So wird aus dem roten Briefumschlag jetzt eine minimalisierte Regenbogen-Version - die passt zwar klar besser zu Googles aktueller Design-Philosophie, sticht aber wohl unbestreitbar deutlich weniger direkt aus der Fülle an Diensten im neu sortierten Google Workspace, ehemals G Suite, hervor.
Einige sind wenig erfreut über Googles Redesign
Dabei zeigt sich Google - wie viele anderen Unternehmen - nicht sehr konsequent in der Umsetzung einer klaren Linie. Aktuell wurden zwar die Icons für Gmail, Kalender, Drive, Docs und Meet im neuen Look vorgestellt, daneben bleiben aber noch unzählige Dienste bei ihrem alten Logo. Hier darf man sehr gespannt sein, ob das Unternehmen wirklich alle diese Icons im Regenbogen-Stil umsetzen wird.
Konsequent ist man aber noch nicht
Oft für seine Inkonsequenz kritisiert, zeigt sich Microsoft bei dem Redesign seiner Icons etwas kreativer in der Nutzung von Formen und Farben. Natürlich lässt sich über das Aussehen der modernisierten App-Symbole immer trefflich streiten, sie heben sich aber auf jeden Fall deutlich voneinander ab und gehören trotzdem klar zu einer Familie.
Adobe denkt auch, gleiche Farben sind gut
Google macht seine Icons Stück für Stück alle ziemlich gleich
Die Idee hinter Icons, die alle einer Designsprache folgen, ist klar: Unternehmen wollen auf den ersten Blick leicht erkennbar machen, dass es sich um ihre Produkte handelt - Nutzer also einen bestimmten Stil sofort mit ihnen assoziieren. Bleibt aber eine Frage: Wie viele gemeinsame Merkmale sind zu viel? Ab wann wird aus einer kohärenten Designsprache unpraktische und nicht-zielführende Gleichmacherei? Geht es nach einigen Nutzern im Netz, hat Google diesen Punkt mit der Neugestaltung des Gmail-Logos definitiv erreicht.Ein Trend in der Branche
Google ist dabei nicht das einzige Unternehmen, das aktuell dem Trend folgt, Icons nicht mehr durch Farbe unterscheiden zu wollen. Ein sehr unrühmliches Beispiel ist hier wohl Adobe, das großen Teilen der Creative Cloud in diesem Jahr ein so einheitliches Design verpasst hat, dass eine schnelle Unterscheidung der einzelnen Programme schlicht nicht mehr möglich ist.Oft für seine Inkonsequenz kritisiert, zeigt sich Microsoft bei dem Redesign seiner Icons etwas kreativer in der Nutzung von Formen und Farben. Natürlich lässt sich über das Aussehen der modernisierten App-Symbole immer trefflich streiten, sie heben sich aber auf jeden Fall deutlich voneinander ab und gehören trotzdem klar zu einer Familie.
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