US-Embargo gegen Huawei: CPU-Sparte HiSilicon läuft das Personal weg
Weil die US-Regierung ihre Sanktionen gegen den chinesischen Hersteller Huawei weiter verschärft hat, verlassen jetzt immer mehr Mitarbeiter der Chip-Sparte HiSilicon das "sinkende Schiff". Huawei kann aktuell ohnehin kaum noch eigene Chips bauen.
Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes berichtet, steht Huaweis Chipschmiede HiSilicon praktisch vor dem Abgrund. Viele Entwickler haben die auf Chip-Entwicklung spezialisierte Abteilung des chinesischen Riesen bereits verlassen, heißt es. Dies bezieht sich vor allem auf die für Huawei HiSilicon in Taiwan tätigen Mitarbeiter.
Jetzt werden die bisherigen Huawei-Mitarbeiter zu attraktiven Zielen für die Headhunter der Konkurrenz, die ihre Talente für eigene Produkte anzapfen wollen. Durch die neuen Einschränkungen durch das US Commerce Department, das mittlerweile sogar die Lieferung von Chips und anderen Produkten untersagt, wenn bei deren Entwicklung und Fertigung Maschinen oder Technologien von US-Anbietern verwendet werden, schwinden Huaweis Möglichkeiten immer mehr.
So könnten bald auch Lieferungen des taiwanischen CPU- und Modemlieferanten MediaTek durch die US-Sanktionen unterbunden werden. MediaTek lässt seine SoCs wie Qualcomm und diverse andere Anbieter - und bis zuletzt auch Huawei selbst - beim Vertragsfertiger TSMC produzieren. Dort kommen aufgrund der Übermacht amerikanischer Anbieter bei Technologien für Chipdesign und Fertigung natürlich vor allem US-Maschinen und -Software zum Einsatz.
Huaweis massive Schwierigkeiten sorgen derzeit für grundlegende Umwälzungen in der Branche, auch weil bei den Zulieferern diverse Auträge von Huawei wegbrechen. Im Smartphone-Markt dürften vor allem chinesische Hersteller wie ZTE, Oppo, Vivo und Xiaomi die Marktanteile von Huawei und seinen Tochterfirmen aufschnappen. Qualcomm und MediaTek springen dabei vermutlich auf breiter Front als Chiplieferant für die anderen Hersteller ein.
Entwickler wurden erst mit viel Aufwand angeworben, jetzt flüchten sie
Dem Bericht zufolge hat seit Anfang 2020 eine Abwanderung der Mitarbeiter von HiSilicon begonnen, weil die USA immer stärker gegen Huawei vorgehen. Sowohl Mitarbeiter aus den mittleren als auch aus den höheren Rängen von HiSilicon sind dabei, das Unternehmen zu verlassen. Sie waren zuvor reihenweise mit großem Aufwand und Kosten von anderen Chipherstellern abgeworben worden.Jetzt werden die bisherigen Huawei-Mitarbeiter zu attraktiven Zielen für die Headhunter der Konkurrenz, die ihre Talente für eigene Produkte anzapfen wollen. Durch die neuen Einschränkungen durch das US Commerce Department, das mittlerweile sogar die Lieferung von Chips und anderen Produkten untersagt, wenn bei deren Entwicklung und Fertigung Maschinen oder Technologien von US-Anbietern verwendet werden, schwinden Huaweis Möglichkeiten immer mehr.
So könnten bald auch Lieferungen des taiwanischen CPU- und Modemlieferanten MediaTek durch die US-Sanktionen unterbunden werden. MediaTek lässt seine SoCs wie Qualcomm und diverse andere Anbieter - und bis zuletzt auch Huawei selbst - beim Vertragsfertiger TSMC produzieren. Dort kommen aufgrund der Übermacht amerikanischer Anbieter bei Technologien für Chipdesign und Fertigung natürlich vor allem US-Maschinen und -Software zum Einsatz.
Huaweis massive Schwierigkeiten sorgen derzeit für grundlegende Umwälzungen in der Branche, auch weil bei den Zulieferern diverse Auträge von Huawei wegbrechen. Im Smartphone-Markt dürften vor allem chinesische Hersteller wie ZTE, Oppo, Vivo und Xiaomi die Marktanteile von Huawei und seinen Tochterfirmen aufschnappen. Qualcomm und MediaTek springen dabei vermutlich auf breiter Front als Chiplieferant für die anderen Hersteller ein.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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