Huawei im Krisenmodus: Vor dem US-Embargo wird groß eingekauft
Huawei kämpft derzeit im Stillen, aber dennoch unter Hochdruck darum, sich vor Ablauf der letzten Fristen aus dem US-Embargo gegen den Konzern noch möglichst viele Bauteile für seine Smartphones und Netzwerk-Geräte zu sichern.
Wie der japanische Wirtschaftsdienst Nikkei unter Berufung auf Quellen aus der Industrie berichtet, versucht Huawei derzeit mit riesigem Aufwand noch rechtzeitig vor dem Ablauf der durch die US-Regierung festgelegten Frist bis zum 14. September möglichst viele Lieferungen von diversen Bauteilen seiner Zulieferer auf den Transportweg zu bringen.
Das amerikanische Embargo wurde am 17. August bekannt gegeben, doch bis zum 14. September dürfen die Zulieferer noch Bestellungen erfüllen, die bereits vor dem ersten Termin in Auftrag gegeben wurden. Entsprechend hoch ist der Druck auf die Zulieferer, die jetzt innerhalb von nur noch drei Wochen möglichst viele Chips und andere Komponenten fertigen und ausliefern müssen.
Neben den Modem- und Prozessorpartnern von Huawei versuchen auch Speicher-Zulieferer wie Samsung und SK Hynix sowie die auf Kamera-Linsen spezialisierten Anbieter Largan Precision und Sunny Optical ihr Bestes. Hintergrund ist der Umstand, dass auch bei ihnen vor allem Maschinen von US-Herstellern in der Fertigung eingesetzt werden.
Unterdessen stellt man sich in der gesamten Industrie darauf ein, dass mit Ablauf der Lieferfrist auf breiter Front Aufträge wegbrechen, die sich nur schwer durch andere Kunden abfangen lassen. Dabei wiegen vor allem die kurzen Fristen schwer, denn die Zulieferer und Huawei waren noch immer damit beschäftigt, die Auswirkungen der im Mai zuletzt verschärften Embargo-Regelungen gegen den Konzern zu verkraften. Außerdem ist es für die Unternehmen extrem schwer, so kurzfristig ihre Produktionsmengen zu steigern.
Siehe auch: US-Embargo bald egal? Huawei will eigene Chip-Fertigung aufbauen
Smartphone-Plattformen besonders gefragt
Der chinesische Hersteller versucht so, ein möglichst umfangreiches Lager aus Smartphone-Prozessoren für 4G- und 5G-fähige Geräte, WLAN- und andere Funk-Chips, Display-Driver-ICs und diverse weiteren Chips von Zulieferern wie MediaTek, Realtek, Novatek, Richwave und anderen Partnern aufzubauen. Die Lieferanten dürfen durch die US-Sanktionen keine Chips mehr liefern, die mithilfe von US-Technologien entwickelt oder gefertigt werden.Das amerikanische Embargo wurde am 17. August bekannt gegeben, doch bis zum 14. September dürfen die Zulieferer noch Bestellungen erfüllen, die bereits vor dem ersten Termin in Auftrag gegeben wurden. Entsprechend hoch ist der Druck auf die Zulieferer, die jetzt innerhalb von nur noch drei Wochen möglichst viele Chips und andere Komponenten fertigen und ausliefern müssen.
Es werden sogar unfertige, ungetestete Teile geliefert
In einigen Fällen sollen die Zulieferer sogar zugestimmt haben, halbfertige oder nicht erprobte Teile zu liefern. Bei Huawei soll intern ein gewisses Chaos herrschen, was den Umgang mit der Situation angeht. So sei es nicht unüblich, dass Mitarbeiter des Konzerns versuchen, ihre Kontakte bei Zulieferern morgens um vier Uhr zu erreichen oder um Mitternacht Konferenzgespräche ansetzen. Außerdem ändere sich die Planung ständig, weil der Konzern versucht, praktisch "um sein Leben zu kämpfen".Neben den Modem- und Prozessorpartnern von Huawei versuchen auch Speicher-Zulieferer wie Samsung und SK Hynix sowie die auf Kamera-Linsen spezialisierten Anbieter Largan Precision und Sunny Optical ihr Bestes. Hintergrund ist der Umstand, dass auch bei ihnen vor allem Maschinen von US-Herstellern in der Fertigung eingesetzt werden.
Unterdessen stellt man sich in der gesamten Industrie darauf ein, dass mit Ablauf der Lieferfrist auf breiter Front Aufträge wegbrechen, die sich nur schwer durch andere Kunden abfangen lassen. Dabei wiegen vor allem die kurzen Fristen schwer, denn die Zulieferer und Huawei waren noch immer damit beschäftigt, die Auswirkungen der im Mai zuletzt verschärften Embargo-Regelungen gegen den Konzern zu verkraften. Außerdem ist es für die Unternehmen extrem schwer, so kurzfristig ihre Produktionsmengen zu steigern.
Siehe auch: US-Embargo bald egal? Huawei will eigene Chip-Fertigung aufbauen
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