Deutschland will Akku-Land werden:
Varta bekommt 300 Mio. Euro
Mit hohen Beträgen aus dem Steuertopf soll in Deutschland die Akku-Produktion fit für die Zukunft gemacht werden. Als erstes Unternehmen bekam jetzt die Traditionsmarke Varta einen dreistelligen Millionenbetrag von mehreren Ministern quasi persönlich vorbeigebracht.
Das in Ellwangen ansässige Unternehmen bekommt insgesamt 300 Millionen Euro an Fördergeldern. Zwei Drittel davon stammen aus der Bundeskasse, zusätzlich beteiligen sich die Länder Baden-Württemberg und Bayern, berichtet der Tagesspiegel. Mit dem Geld soll in erster Linie die Entwicklung von Lithium-Ionen-Zellen vorangebracht werden, die unter anderem durch verbesserte Anoden wesentlich leistungsfähiger sind als die derzeitigen Modelle. Man spricht hier von einem Ziel, die Energiedichte um 50 Prozent zu steigern.
Parallel dazu baut das Unternehmen die Produktion aus und will im entstehenden Elektroauto-Segment ordentlich mitmischen. Mit seinen langjährigen Erfahrungen sollte es Varta durchaus möglich sein, einen wichtigen Anteil am Weltmarkt zu bekommen. Bei den kleinsten Akkus, die unter anderem in Hörgeräten und Ohrhörern verbaut sind, ist man bereits Spitzenreiter. Die großen Stromspeicher in Autos kommen hingegen zu einem überwiegenden Teil von asiatischen Herstellern.
Varta wird aber nicht als einziger Anbieter ordentlich mit Steuergeld vorangebracht. Insgesamt werden hierzulande 1,75 Milliarden Euro fließen. Gelder fließen demnach an die BASF, die im südlichen Brandenburg Akku-Komponenten fertigen will, an ein Fertigungsprojekt von PSA/Opel, an BMW und an den Zellen-Produzenten Customcells. Diese Vergaben sind von der EU bereits abgesegnet worden. Mehr kann allerdings noch kommen.
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Parallel dazu baut das Unternehmen die Produktion aus und will im entstehenden Elektroauto-Segment ordentlich mitmischen. Mit seinen langjährigen Erfahrungen sollte es Varta durchaus möglich sein, einen wichtigen Anteil am Weltmarkt zu bekommen. Bei den kleinsten Akkus, die unter anderem in Hörgeräten und Ohrhörern verbaut sind, ist man bereits Spitzenreiter. Die großen Stromspeicher in Autos kommen hingegen zu einem überwiegenden Teil von asiatischen Herstellern.
Es fließen Milliarden
Und diese Situation kann sich auch zum Nadelöhr für die europäische Automobilbranche entwickeln. Pessimistische Schätzungen gehen davon aus, dass binnen der kommenden fünf Jahre in Europa Akkus mit Kapazitäten von bis zu 100 Gigawattstunden zu wenig vorhanden sein werden - auch weil die großen asiatischen Produzenten erst einmal ihre lokalen Partner versorgen. Das kann zum kritischen Punkt für die Umstellung der wichtigen Autoindustrie in Europa werden.Varta wird aber nicht als einziger Anbieter ordentlich mit Steuergeld vorangebracht. Insgesamt werden hierzulande 1,75 Milliarden Euro fließen. Gelder fließen demnach an die BASF, die im südlichen Brandenburg Akku-Komponenten fertigen will, an ein Fertigungsprojekt von PSA/Opel, an BMW und an den Zellen-Produzenten Customcells. Diese Vergaben sind von der EU bereits abgesegnet worden. Mehr kann allerdings noch kommen.
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Christian Kahle
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