Entwickler: Apple agiere wie ein 'Gangster', setzt auf Mafia-Methoden
Gestern hat die EU-Kommission gleich zwei Wettbewerbsverfahren gegen den kalifornischen Konzern in die Wege geleitet. Apple wird vorgeworfen, in seinem Store mit unsauberen Geschäftspraktiken zu arbeiten. Von App-Anbietern bekommt die EU nun Rückendeckung.
Der Apple Store ist zweifellos für viele eine lukrative Einnahmequelle, das gilt für Drittentwickler wie für den kalifornischen Konzern selbst. Es gibt zwar immer wieder auch kritische Stimmen, doch die meisten schweigen, selbst wenn ihnen etwas nicht passt. Mit Apple legt man sich nicht an, so lautet gemeinhin das Fazit.
Heinemeier Hansson schreibt in einem längeren Thread auf Twitter, dass die Kalifornier Bug-Fix-Updates ablehnen und in Telefonanrufen die Hey-Macher auffordern, sich dem Abo-Modell zu verschreiben - wenn sie verhindern wollen, dass ihre App entfernt wird. Gegenüber The Verge sagte der CTO, dass er überrascht sei, wie offen Apple droht: "Ich dachte, man sollte Drohungen in Euphemismen oder ähnliches verpacken, aber sie waren ziemlich eindeutig."
Hey.com bietet für 99 Dollar im Jahr einen E-Mail-Dienst an, der vor allem mit Gmail konkurrieren will. Wer die iOS-App weiter nutzen will, der muss sich extern bei Hey anmelden. Apple besteht auf seine 30-prozentige "Apple-Steuer", diese hat auch schon zu Konflikten mit Netflix und Spotify geführt. Der Video-Streaming-Dienst bietet seit 2018 keine In-App-Abos mehr an, Spotify verlangt schlichtweg mehr, um den Verlust auszugleichen.
Heinemeier Hansson vergleicht die Apple-Methoden mit jenen der Mafia und meint, dass der Konzern das machen kann, weil er keine Konsequenzen fürchten muss: "Wen kümmert es, wenn Apple einzelne Softwareentwickler für 30 Prozent ihres Umsatzes abzockt, indem es droht, ihr Geschäft zu zerstören?" Die meisten Unternehmen beugen sich oder scheitern - "Wir werden das nicht", so der Technikchef.
Vorwurf: Apple droht völlig offen - wie die Mafia
Doch die Macher von Hey.com, einem Dienst, der die E-Mail und ihre Nutzung neu erfinden will, machen Apple nun schwere Vorwürfe. Denn laut David Heinemeier Hansson, dem Chief Technical Officer von Hey-Macher Basecamp, verhalte sich Apple wie "Gangster". Wie The Verge berichtet, droht Apple dem App- und Dienst-Anbieter mit der Entfernung aus dem Store, wenn man nicht In-App-Abonnements und einen Anteil an den Einnahmen anbietet.Heinemeier Hansson schreibt in einem längeren Thread auf Twitter, dass die Kalifornier Bug-Fix-Updates ablehnen und in Telefonanrufen die Hey-Macher auffordern, sich dem Abo-Modell zu verschreiben - wenn sie verhindern wollen, dass ihre App entfernt wird. Gegenüber The Verge sagte der CTO, dass er überrascht sei, wie offen Apple droht: "Ich dachte, man sollte Drohungen in Euphemismen oder ähnliches verpacken, aber sie waren ziemlich eindeutig."
Apple: "Richtlinien sind halt so"
Apple verweist hingegen auf strikte Richtlinien bei Geschäftsmodellen und dass man im App Store eine interne Kaufoption verlangt, wenn diese Anwendung einen Zugang zu externen Bezahlinhalten bieten will. Gegenüber Protocol deutete der Konzern an, dass es ein Fehler gewesen sein, die Hey-App zuvor für den Store freizugeben.Hey.com bietet für 99 Dollar im Jahr einen E-Mail-Dienst an, der vor allem mit Gmail konkurrieren will. Wer die iOS-App weiter nutzen will, der muss sich extern bei Hey anmelden. Apple besteht auf seine 30-prozentige "Apple-Steuer", diese hat auch schon zu Konflikten mit Netflix und Spotify geführt. Der Video-Streaming-Dienst bietet seit 2018 keine In-App-Abos mehr an, Spotify verlangt schlichtweg mehr, um den Verlust auszugleichen.
Heinemeier Hansson vergleicht die Apple-Methoden mit jenen der Mafia und meint, dass der Konzern das machen kann, weil er keine Konsequenzen fürchten muss: "Wen kümmert es, wenn Apple einzelne Softwareentwickler für 30 Prozent ihres Umsatzes abzockt, indem es droht, ihr Geschäft zu zerstören?" Die meisten Unternehmen beugen sich oder scheitern - "Wir werden das nicht", so der Technikchef.
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