Doom Eternal: Kernel-Level-Anti-Cheat von Denuvo sorgt für Aufregung
Wie tief darf sich ein Anti-Cheat-Tool im System einnisten? Das ist die Frage, die sich PC-Spieler zuletzt stellen mussten, denn Kernel-Level-Programme werden immer populärer. Nach dem Shooter Valorant gibt es nun auch bei Doom Eternal eine entsprechende Diskussion.
Schummeln ist Mist, das steht außer Frage. Aber wie weit dürfen die Spieleanbieter gehen, um dieses zu verhindern? Laut Ansicht einiger Anbieter "darf" man die Anti-Cheat-Software im Kernel verankern, denn natürlich gilt hier: Je tiefer die Anwendung sitzt, desto wirkungsvoller ist sie auch.
Das hat zuletzt beim Riot Games-Spiel Valorant für Aufregung gesorgt, nun gibt es eine ähnliche Debatte bei Doom Eternal. Denn wie Ars Technica berichtet, hat Bethesda beim Höllen-Shooter vor kurzem per Update ein Anti-Cheat-Tool verteilt, das ebenfalls mit einem Kernel-Level-Treiber arbeitet.
Verantwortlich dafür ist Irdeto. Wem dieser Name nicht viel sagt, der dürfte vermutlich mit Denuvo mehr anfangen können. Irdeto und Denuvo gehören auch zusammen, da Irdeto den österreichischen Anti-Tamper- bzw. DRM-Anbieter Anfang 2018 übernommen hat. Das neue Tool wurde von Denuvo entwickelt, den dazugehörigen Blogbeitrag findet man hingegen bei Irdeto.
Das oder die Unternehmen versuchen aber zu beruhigen und so heißt es, dass Denuvo Anti-Cheat nur dann aktiv ist, wenn das Spiel auch läuft. Beendet man Doom Eternal, dann bedeutet das auch das Aus für den Kernel-Treiber. Das ist ein signifikanter Unterschied zur Valorant-Lösung mit dem Namen Vanguard, hier wird der Treiber bereits beim System-Start geladen. Michail Greshishchev von Denuvo versicherte gegenüber Ars Technica auch, dass außerhalb von Multiplayer-Partien keinerlei Überwachung oder Datensammlung stattfindet.
Das hat zuletzt beim Riot Games-Spiel Valorant für Aufregung gesorgt, nun gibt es eine ähnliche Debatte bei Doom Eternal. Denn wie Ars Technica berichtet, hat Bethesda beim Höllen-Shooter vor kurzem per Update ein Anti-Cheat-Tool verteilt, das ebenfalls mit einem Kernel-Level-Treiber arbeitet.
Verantwortlich dafür ist Irdeto. Wem dieser Name nicht viel sagt, der dürfte vermutlich mit Denuvo mehr anfangen können. Irdeto und Denuvo gehören auch zusammen, da Irdeto den österreichischen Anti-Tamper- bzw. DRM-Anbieter Anfang 2018 übernommen hat. Das neue Tool wurde von Denuvo entwickelt, den dazugehörigen Blogbeitrag findet man hingegen bei Irdeto.
Das oder die Unternehmen versuchen aber zu beruhigen und so heißt es, dass Denuvo Anti-Cheat nur dann aktiv ist, wenn das Spiel auch läuft. Beendet man Doom Eternal, dann bedeutet das auch das Aus für den Kernel-Treiber. Das ist ein signifikanter Unterschied zur Valorant-Lösung mit dem Namen Vanguard, hier wird der Treiber bereits beim System-Start geladen. Michail Greshishchev von Denuvo versicherte gegenüber Ars Technica auch, dass außerhalb von Multiplayer-Partien keinerlei Überwachung oder Datensammlung stattfindet.
Auswirkung auf Leistung
Doom Eternal-Spieler sind dennoch nicht erfreut. Denn viele sind der Ansicht, dass ausnahmslos keine Software Kernel-Level-Zugriff haben sollte und Kunden vor dem Kauf eines Spieles über so etwas informiert werden sollten. Hinzu kommen Berichte, wonach Denuvo Anti-Cheat sich auch stark negativ auf die Performance auswirken soll, ein Reddit-Nutzer berichtet sogar davon, dass das Spiel bei ihm seit der Installation des Tools nahezu unspielbar sei, weil es massiv ruckelt und es zu schlimmen Tearing kommt.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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