Kontaktloses Zahlen: Europäisches System soll irgendwann kommen
Die Corona-Krise führt unter anderem auch zu einem Boom des kontaktlosen Bezahlens. Auch hier zeigt sich dabei, wie sehr es in Europa vernachlässigt worden ist, ein eigenes System auf die Beine zu stellen. Immerhin wird daran gearbeitet.
"Es gibt seit einiger Zeit eine breit angelegte Initiative der europäischen Banken mit dem Ziel, ein europäisches System für das Bezahlen an der Ladenkasse, im E-Commerce und zwischen Privatpersonen anzubieten", sagte Burkhard Balz, Vorstand der Bundesbank, in einem Interview gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wann dieses aber kommen könnte, ist aktuell noch nicht absehbar.
"Ich persönlich wünsche mir an dieser Stelle ein bisschen mehr Tempo. Manchmal erscheint es mir, als ob manche erst jetzt aufwachen", so Balz weiter. Denn das kontaktlose Bezahlen ist gerade besonders beliebt. Viele Verkaufsstellen weisen ihre Kunden darauf hin, dass man diese Form des Geldtransfers derzeit am liebsten sieht, da so das Infektionsrisiko für das Kassenpersonal geringer ist.
Unabhängig davon betonte Balz aber auch, dass das unter den Deutschen so beliebte Bargeld nicht in Gefahr ist. "Wir haben auch in Deutschland einige Tage lang zu Beginn des Lockdowns eine erhöhte Nachfrage nach Bargeld registriert. Das hat sich aber sehr schnell wieder gelegt, als deutlich wurde: In Deutschland wird das Geld nicht knapp", sagte er. Die Bundesbank verfüge über ausreichende Vorräte und könne diese über die 35 Filialen bundesweit stets zur Auszahlung bereithalten.
"Ich persönlich wünsche mir an dieser Stelle ein bisschen mehr Tempo. Manchmal erscheint es mir, als ob manche erst jetzt aufwachen", so Balz weiter. Denn das kontaktlose Bezahlen ist gerade besonders beliebt. Viele Verkaufsstellen weisen ihre Kunden darauf hin, dass man diese Form des Geldtransfers derzeit am liebsten sieht, da so das Infektionsrisiko für das Kassenpersonal geringer ist.
Bargeld wird nicht knapp
Vor allem das Bezahlen über die NFC-Features des Smartphones erfreuen sich dabei wachsender Beliebtheit. Hier führt allerdings kein Weg an den Plattform-Betreibern Google und Apple vorbei. Ein unabhängiges System, das auch die Informationen über die Geldflüsse komplett innerhalb des europäischen Rechtsraums belässt, wäre technisch zwar machbar, ist aber nicht vorhanden.Unabhängig davon betonte Balz aber auch, dass das unter den Deutschen so beliebte Bargeld nicht in Gefahr ist. "Wir haben auch in Deutschland einige Tage lang zu Beginn des Lockdowns eine erhöhte Nachfrage nach Bargeld registriert. Das hat sich aber sehr schnell wieder gelegt, als deutlich wurde: In Deutschland wird das Geld nicht knapp", sagte er. Die Bundesbank verfüge über ausreichende Vorräte und könne diese über die 35 Filialen bundesweit stets zur Auszahlung bereithalten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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