JEDI: Prüfer sehen Microsoft im Recht - Amazon will nicht aufgeben
Die Vergabe eines Milliarden-Auftrags des Pentagons an Microsoft ist völlig korrekt verlaufen. Zu dieser Einschätzung kam eine Untersuchung, die auf Grundlage einer Beschwerde des Konkurrenten Amazon auf den Weg gebracht worden war.
Das US-Verteidigungsministerium will im Zuge des Joint Enterprise Defense Infrastructure (JEDI)-Projekts eine Cloud-Infrastruktur über die verschiedenen Waffengattungen hinweg aufbauen. Die Ausschreibung hatte Microsoft für sich entschieden - und bei Amazon ist man der Auffassung, dass hier vor allem die persönlichen Animositäten des US-Präsidenten Donald Trump gegen Amazon-Gründer Jeff Bezos eine Rolle spielten.
Ein Bericht der Generalinspektion des US-Verteidigungsministeriums, das die Verwendung der finanziellen Mittel beim Militär überwacht, kam nun zu der Einschätzung, dass bei der Auftragsvergabe alles mit rechten Mitteln geschehen sei, wie Geekwire berichtet. Man habe keine Hinweise darauf finden können, dass Trump Einfluss genommen habe und auch die Bewerbungen auf die Ausschreibung legen nahe, dass eine Entscheidung zu Gunsten Microsofts aus guten Gründen getroffen wurde.
In einer Stellungnahme erklärte Amazon hingegen, dass der Report keinerlei Bedeutung habe und man weiter daran festhalte, die Sache gerichtlich klären zu lassen. Denn auch der Generalinspekteur des Pentagon unterstehe letztlich der Weisungsbefugnis der US-Regierung und damit des Weißen Hauses. Von einer unabhängigen Beurteilung könne hier also keine Rede sein.
Ein Bericht der Generalinspektion des US-Verteidigungsministeriums, das die Verwendung der finanziellen Mittel beim Militär überwacht, kam nun zu der Einschätzung, dass bei der Auftragsvergabe alles mit rechten Mitteln geschehen sei, wie Geekwire berichtet. Man habe keine Hinweise darauf finden können, dass Trump Einfluss genommen habe und auch die Bewerbungen auf die Ausschreibung legen nahe, dass eine Entscheidung zu Gunsten Microsofts aus guten Gründen getroffen wurde.
Unterschiedliche Einschätzungen
Amazon habe "hoch gepokert und verloren", erklärten die Redmonder daraufhin in einer ersten Stellungnahme. Amazon habe versucht, die Öffentlichkeit glauben zu machen, dass es nur aufgrund persönlicher Vorurteile auf höchster Regierungsebene den Auftrag nicht bekommen habe. "Amazon war aber ganz allein verantwortlich für seine Preisgestaltung", so Jon Palmer, der die Auseinandersetzung von Seiten der Redmonder Rechtsabteilung aus begleitete. Der Bericht kam ferner zu der Einschätzung, dass Amazon letztlich trotz der Ablehnung Vorteile aus dem Bewerbungsprozess erhalten habe. Denn das Unternehmen bekam durch die Auseinandersetzung Einblick in geschäftliche Interna des Konkurrenten.In einer Stellungnahme erklärte Amazon hingegen, dass der Report keinerlei Bedeutung habe und man weiter daran festhalte, die Sache gerichtlich klären zu lassen. Denn auch der Generalinspekteur des Pentagon unterstehe letztlich der Weisungsbefugnis der US-Regierung und damit des Weißen Hauses. Von einer unabhängigen Beurteilung könne hier also keine Rede sein.
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