Project JEDI: Amazon möchte Microsoft zur Aufschiebung zwingen
Der Online-Versandhändler Amazon sieht das im Oktober abgeschlossene Vergabeverfahren für den zehn Milliarden Dollar schweren "Project JEDI"-Vertrag als unfair an. Jetzt hat das Unternehmen vor Gericht beantragt, dass Microsoft zur Aufschiebung des Projekts gezwungen werden soll.
Der zwischen Microsoft und dem US-amerikanischen Verteidigungsministerium geschlossene Vertrag sieht vor, dass die Redmonder am 11. Februar mit dem Aufbau der zugesicherten Cloud-Infrastruktur beginnen. Dieser Termin könnte sich jedoch verzögern. Wie Techcrunch berichtet, fordert Amazon, den Start des Projekts aufzuschieben, bis eine Entscheidung im Rechtsstreit um das vorangegangene Vergabeverfahren gefallen ist.
Im November hatte Amazon eine Klage gegen das verlorene Vergabeverfahren eingereicht. Dem Konzern zufolge wurde die Entscheidung, den Vertrag an Microsoft zu vergeben, überwiegend wegen politischen Drucks von Präsident Donald Trump getroffen. Beim Entscheidungsprozess soll es mehrere "offenkundige, unerklärliche" technische Fehler gegeben haben. Mit der Klage soll eine neue Auftragsvergabe erreicht werden. Bis zum endgültigen Urteil könnten allerdings noch viele Monate vergehen.
Mehr zum JEDI-Konflikt:
Ausgang bleibt momentan noch unklar
Ob das für den Fall zuständige Bundesgericht die Ansichten von Amazon teilt und tatsächlich eine vorübergehende Unterbrechung der Arbeit an dem Projekt anordnet, bleibt derzeit noch völlig offen. Dass die Redmonder sich gegen den Antrag wehren, um schnellstmöglich mit der Umsetzung des Projekts beginnen zu können, gilt als wahrscheinlich. Die Entscheidung dürfte erst in einigen Wochen getroffen werden.Im November hatte Amazon eine Klage gegen das verlorene Vergabeverfahren eingereicht. Dem Konzern zufolge wurde die Entscheidung, den Vertrag an Microsoft zu vergeben, überwiegend wegen politischen Drucks von Präsident Donald Trump getroffen. Beim Entscheidungsprozess soll es mehrere "offenkundige, unerklärliche" technische Fehler gegeben haben. Mit der Klage soll eine neue Auftragsvergabe erreicht werden. Bis zum endgültigen Urteil könnten allerdings noch viele Monate vergehen.
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