Coronavirus: Amazon will Kunden dazu bringen, weniger zu bestellen
Der Online-Händler Amazon stellt zumindest in den USA seine Vertriebsgewohnheiten um: Angeblich versucht der Konzern, die Kunden dazu zu bewegen weniger Produkte zu ordern, um die große Zahl von Bestellungen von "wichtigen" Gütern zu bewältigen.
Wie das Wall Street Journal berichet, melden Mitarbeiter von Amazon, dass der Konzern seit einigen Wochen versucht, sein Angebot aufrechtzuerhalten, gleichzeitig aber weniger Maßnahmen ergreift, um die Kunden zu mehr Käufen zu bewegen. Stattdessen kämpft man in den USA damit, die Nachfrage rund um bestimmte Artikel wie Desinfektionsmittel und Toilettenpapier zu befriedigen.
Zwar lässt Amazon mittlerweile wieder den Kauf von Produkten von Drittanbietern in einem größeren Umfang zu, doch gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die helfen sollen, die Auslastung der Versandzentren und Lieferwege im Zaum zu halten. Dazu gehört nicht nur die Verschiebung des sonst groß "gefeierten" Amazon Prime Day auf unbestimmte Zeit.
Wirft man einen Blick in öffentlich zugängliche Diskussionen von Mitarbeitern der Versandzentren von Amazon in den Vereinigten Staaten, scheint sich die oben beschriebene Notlage übrigens nicht unbedingt zu bestätigen. So heißt es bei Reddit von diversen Mitarbeitern des Online-Versandgiganten, dass sie nur höchst selten mit Desinfektionsmittel oder Toilettenpapier in Berührung kamen, während sie die Pakete für die Kunden packten.
Gleichzeitig findet sich bei Reddit auch eine Liste von Standorten, an denen es Infektionen mit dem Coronavirus unter Mitarbeitern von Amazon gegeben haben soll. Insgesamt sind dort 81 Fälle verzeichnet, wobei die Dunkelziffer wohl aufgrund jüngerer Meldungen erheblich höher sein dürfte.
Auch in Deutschland sind aufgrund einer gestiegenen Nachfrage die Versandlaufzeiten bei Bestellungen von Amazon-Kunden deutlich länger geworden, so dass das Unternehmen nur noch in den seltensten Fällen sein Versprechen an Prime-Kunden einhält, ihnen innerhalb von einem bzw. maximal zwei Tagen alle gewünschten Güter zu liefern.
Liefersystem voller Klopapier
Das "gesamte Netzwerk" sei derzeit "voll mit Klopapier und Hände-Desinfektion", so dass man nicht mehr die Kapazitäten habe, die Nachfrage für andere Produkte voll zu bedienen. Intern geht man davon aus, dass es durchaus mehr als zwei Monate dauern könne, bevor die Lieferfähigkeiten von Amazon wieder das gleiche Niveau erreichen wie vor Beginn der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in den USA.Zwar lässt Amazon mittlerweile wieder den Kauf von Produkten von Drittanbietern in einem größeren Umfang zu, doch gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die helfen sollen, die Auslastung der Versandzentren und Lieferwege im Zaum zu halten. Dazu gehört nicht nur die Verschiebung des sonst groß "gefeierten" Amazon Prime Day auf unbestimmte Zeit.
Kaufempfehlungen und diverse Sonderaktionen gestrichen
Zusätzlich hat Amazon unter anderem die Kaufempfehlungen auf seinem Web-Portal abgeschaltet und verzichtet auf die sonst üblichen "normalen" Maßnahmen zur Umsatzsteigerung durch Sonderaktionen und ähnliches. Stattdessen versucht der Konzern, hunderttausende neue Mitarbeiter anzuwerben, um mit der gestiegenen Zahl der Online-Käufe fertig zu werden. Gleichzeitig werden aus immer mehr Versandzentren Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.Wirft man einen Blick in öffentlich zugängliche Diskussionen von Mitarbeitern der Versandzentren von Amazon in den Vereinigten Staaten, scheint sich die oben beschriebene Notlage übrigens nicht unbedingt zu bestätigen. So heißt es bei Reddit von diversen Mitarbeitern des Online-Versandgiganten, dass sie nur höchst selten mit Desinfektionsmittel oder Toilettenpapier in Berührung kamen, während sie die Pakete für die Kunden packten.
Gleichzeitig findet sich bei Reddit auch eine Liste von Standorten, an denen es Infektionen mit dem Coronavirus unter Mitarbeitern von Amazon gegeben haben soll. Insgesamt sind dort 81 Fälle verzeichnet, wobei die Dunkelziffer wohl aufgrund jüngerer Meldungen erheblich höher sein dürfte.
Auch in Deutschland sind aufgrund einer gestiegenen Nachfrage die Versandlaufzeiten bei Bestellungen von Amazon-Kunden deutlich länger geworden, so dass das Unternehmen nur noch in den seltensten Fällen sein Versprechen an Prime-Kunden einhält, ihnen innerhalb von einem bzw. maximal zwei Tagen alle gewünschten Güter zu liefern.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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