Android & iOS: Nutzer werden von ihren Antitracking-Tools ausspioniert
Es ist keineswegs ein Einzelfall, dass Anwendungen, mit denen sich Nutzer vor böswilligen Beobachtern schützen wollen, selbst umfangreiche Datensammlungen vorantreiben. Das zeigt eine Analyse diverser VPN- und Adblocking-Tools.
Um die 20 Apps für iOS und Android, die aus diesem Bereich stammen, enthalten beispielsweise das Analyse-Modul Sensor Tower, berichtet das US-Magazin BuzzFeedNews. Über einen externen Dienstleister wird hier das Nutzungsverhalten von Millionen Anwendern durchleuchtet, um die so erlangten Daten anschließend kommerziell auszuwerten. Dabei liegt es ja gerade im Interesse der Nutzer solcher Apps, die Datensammlungen zu unterbinden.
Zu den fraglichen Apps, die in Googles Play Store heruntergeladen werden können, gehören Free and Unlimited VPN, Luna VPN, Mobile Data sowie Adblock Focus. Adblock Focus und Luna VPN waren auch in Apples AppStore zu finden. Nachdem die Betreiber der beiden großen Mobile-Plattformen über das Problem informiert wurden, haben sie die Apps zum Teil von ihren Download-Plattformen entfernt.
Sensor Tower selbst verweist darauf, dass nur anonymisierte Analysen der gewonnen Informationen durchgeführt werden. Die daraus entstehenden Ergebnisse werden von den Entwicklern, Managern und auch Investoren genutzt, um sich ein Bild über die Entwicklung des jeweiligen Produktes zu machen. Allerdings birgt das Tracking-Modul ein enormes Risiko. Denn es arbeitet mit einem Root-Zertifikat, das es ihm erlaubt, tief in den Datenverkehr auf einem Smartphone einzutauchen und im Zweifelsfall auch sensible Informationen mitzulesen.
Siehe auch: Microsoft Edge: Tracking-Schutz in Android- und iOS-App integriert
Zu den fraglichen Apps, die in Googles Play Store heruntergeladen werden können, gehören Free and Unlimited VPN, Luna VPN, Mobile Data sowie Adblock Focus. Adblock Focus und Luna VPN waren auch in Apples AppStore zu finden. Nachdem die Betreiber der beiden großen Mobile-Plattformen über das Problem informiert wurden, haben sie die Apps zum Teil von ihren Download-Plattformen entfernt.
Keine Transparenz
Der Verstoß gegen die Regelungen dürfte dabei allerdings weniger die Tatsache gewesen sein, dass überhaupt ein Nutzer-Tracking vorhanden ist - denn ein solches gibt es in vielen Apps. Problematisch ist vielmehr, dass die Anwender nicht darüber informiert wurden, dass Sensor Tower Daten erhebt, die dann nicht einmal beim Anbieter der jeweiligen Anwendung sondern bei einer dritten Partei gelagert und ausgewertet werden. Für gewöhnlich sollte so etwas zumindest irgendwo in den oft langen Texten der Datenschutz-Richtlinie vermerkt sein.Sensor Tower selbst verweist darauf, dass nur anonymisierte Analysen der gewonnen Informationen durchgeführt werden. Die daraus entstehenden Ergebnisse werden von den Entwicklern, Managern und auch Investoren genutzt, um sich ein Bild über die Entwicklung des jeweiligen Produktes zu machen. Allerdings birgt das Tracking-Modul ein enormes Risiko. Denn es arbeitet mit einem Root-Zertifikat, das es ihm erlaubt, tief in den Datenverkehr auf einem Smartphone einzutauchen und im Zweifelsfall auch sensible Informationen mitzulesen.
Siehe auch: Microsoft Edge: Tracking-Schutz in Android- und iOS-App integriert
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