Corona-Epidemie: Handydaten könnten helfen - sind aber unzugänglich
Da es kaum möglich ist, die Ausbreitung der Corona-Infektionen zu stoppen, laufen die Debatten um eine möglichst gute Eindämmung. Dabei werden auch Stimmen laut, die eine Freigabe verschiedener Handy- und Mobilfunkdaten fordern.
Damit die zuständigen Stellen die Ausbreitung einer Krankheit halbwegs unter Kontrolle halten können, kommt es vor allem darauf an, die Infektionsketten nachzuvollziehen. Allerdings ist eben auch klar, dass Menschen nur sehr bedingt verlässliche und erschöpfende Angaben über zurückliegende Ereignisse und Kontakte machen. Das kennt man so aus der Zeugen-Problematik in der Strafverfolgung und muss es auch in der Epidemiologie berücksichtigen. Wer wann mit wem in Kontakt stand, ließe sich aber eben über die Bewegungsprofile von Mobiltelefonen recht genau herausbekommen.
"Ganz konkret ist in den letzten beiden Tagen mit Unterstützung von auswärtigen Wissenschaftlern und Kollegen ein kleines Team da, das Skizzen dazu erarbeitet hat. Und wir wissen inzwischen, dass das technisch möglich ist", sagte Lothar Wieler, der Chef des Robert-Koch-Institutes (RKI), gegenüber der Deutschen Welle. Gleichwohl ist auch klar, dass man auch nicht einfach an die Daten herankommt - es sei denn, die jeweiligen Personen würden sie freiwillig freigeben.
Hinzu kommt der Umfang der Datensammlungen, die sich eigentlich fast nur noch über statistische Verfahren auswerten lassen. Denn wenn es beispielsweise darum geht, mit Funkzellen-Daten und den Informationen aus den internen Ortungsdiensten nachzuvollziehen, wem eine Person, die in der Großstadt lebt, über den Weg gelaufen ist, kann es sich schnell um viele tausende erfasste Menschen handeln.
Der RKI-Chef, der in seiner Funktion quasi der oberste Koordinator des Kampfes gegen Corona auf Bundesebene ist, will sich trotzdem verschiedene unkonventionelle Optionen offenhalten - zumindest für den Fall des Falles. Aktuell ist man aber noch etwas davon entfernt, von einer unkontrollierbaren Situation zu reden. In Deutschland seien inzwischen 349 Infektionen zu verzeichnen, Todesfälle gab es noch nicht zu beklagen. Das ist noch weit entfernt von der aktuell ebenfalls vorhandenen Grippewelle, für die das RKI bisher 120.000 Infektionen und 202 Tote verzeichnet.
Siehe auch: Corona-Epidemie: China zensiert das Thema mitten im Epizentrum
"Ganz konkret ist in den letzten beiden Tagen mit Unterstützung von auswärtigen Wissenschaftlern und Kollegen ein kleines Team da, das Skizzen dazu erarbeitet hat. Und wir wissen inzwischen, dass das technisch möglich ist", sagte Lothar Wieler, der Chef des Robert-Koch-Institutes (RKI), gegenüber der Deutschen Welle. Gleichwohl ist auch klar, dass man auch nicht einfach an die Daten herankommt - es sei denn, die jeweiligen Personen würden sie freiwillig freigeben.
Rechtlich beinahe ausgeschlossen
Doch auch das wäre nicht automatisch die Lösung des Problems. "Ein Zugriff auf diese Daten ist rechtlich beinahe ausgeschlossen und unterliegt vollkommen zurecht hohen Hürden", erklärte Konstantin von Notz, der Innenexperte der Bundestagsfraktion der Grünen. Denn die entsprechenden Datensätze würden auch stets Informationen über viele andere Menschen enthalten, die natürlich ebenso geschützt sind.Hinzu kommt der Umfang der Datensammlungen, die sich eigentlich fast nur noch über statistische Verfahren auswerten lassen. Denn wenn es beispielsweise darum geht, mit Funkzellen-Daten und den Informationen aus den internen Ortungsdiensten nachzuvollziehen, wem eine Person, die in der Großstadt lebt, über den Weg gelaufen ist, kann es sich schnell um viele tausende erfasste Menschen handeln.
Der RKI-Chef, der in seiner Funktion quasi der oberste Koordinator des Kampfes gegen Corona auf Bundesebene ist, will sich trotzdem verschiedene unkonventionelle Optionen offenhalten - zumindest für den Fall des Falles. Aktuell ist man aber noch etwas davon entfernt, von einer unkontrollierbaren Situation zu reden. In Deutschland seien inzwischen 349 Infektionen zu verzeichnen, Todesfälle gab es noch nicht zu beklagen. Das ist noch weit entfernt von der aktuell ebenfalls vorhandenen Grippewelle, für die das RKI bisher 120.000 Infektionen und 202 Tote verzeichnet.
Siehe auch: Corona-Epidemie: China zensiert das Thema mitten im Epizentrum
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