Prozess gegen notorischen Nintendo-Hacker vor dem Abschluss

Hacker, Tastatur, Maus Bildquelle: Davide Restivo / Flickr
In Kalifornien geht der Prozess gegen einen jungen Mann seinem Ende entgegen, der über Jahr hinweg einfach nicht aufhören konnte, immer wieder in das Firmennetz von Nintendo einzudringen und dort umfang­reiche Informationen zu stehlen. Am letzten Verhandlungstag hat sich der heute 21-Jährige schuldig bekannt. Er will als einen Teil der Wiedergutmachung 260.000 Dollar an Nintendo zahlen. Allerdings wird noch eine ordentliche Verurteilung mit Sanktionen nach dem Strafrecht hinzukommen. Die Staatsanwaltschaft hat drei Jahre Haft gefordert. Eine endgültige Entscheidung wird das Gericht im April verkünden.

Der Beschuldigte hat in dem Verfahren im Grunde die Vorwürfe, die von den Ermittlern in die Klageschrift geschrieben wurden, gestanden. So lässt sich nun sagen, dass er seit dem Jahr 2016 mehrfach gezielte Phishing-Attacken auf Nintendo-Mitarbeiter durchführte, um Zugriff auf die Firmennetze zu bekommen. Das funktionierte auch in einigen Fällen, wie aus einem Bericht des US-Magazins Ars Technica hervorgeht.

Warnungen halfen nicht

Schon 2017 wurde der Täter vom FBI aufgesucht, damals gab es aufgrund seines Alters und keiner sonstigen Vergehen nur eine warnende Aufforderung, die Systeme des Unternehmens in Ruhe zu lassen. Er versprach damals auch, sämtliche Aktivitäten in dieser Richtung zu unterlassen - allerdings dauerte die Zurückhaltung nur bis 2018 an. Bis im Sommer des letzten Jahres erneut FBI-Beamte bei ihm einrückten und diverse Technik beschlagnahmten, war er schon wieder mehrfach in Nintendos Netzwerk unterwegs gewesen.

Auf den Festplatten des Mannes fanden die Ermittler tausende Dateien, die er von dem Spielekonzern heruntergeladen hatte. Dazu gehörten unter anderem Informationen und Videos zu noch unveröffentlichten Games und auch verschiedene interne Entwickler-Tools. Verschiedene Informationen verbreitete er anschließend auch über Twitter, Discord und einen eigenen Chat namens "Ryan's Underground Hangout". Zu dem verbreiteten Material gehörte auch ein Nintendo Software Development Kit, in das er eine eigene Malware einbettete, um sich Zugang zu den Rechnern anderer zu verschaffen.

Neben gestohlenem Material des Spiele-Herstellers fanden die Ermittler auf der Festplatte auch einen Ordner mit der Bezeichnung "BAD STUFF", in dem eine Reihe von Bildern von sexuellen Handlungen an Minderjährigen enthalten waren.

Siehe auch: Nintendo: Die neue Konsolengeneration stört die Switch überhaupt nicht Hacker, Tastatur, Maus Hacker, Tastatur, Maus Davide Restivo / Flickr
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