Spionage im Autowerk: BMW wurde Opfer von dreisten Hacker-Angriffen
Hackerangriffe in der Autoindustrie scheinen immer größere Ausmaße anzunehmen. Jetzt gibt es Berichte, dass eine Hackergruppe - eventuell im Staatsauftrag - in das Computernetzwerk von BMW eingedrungen ist. Das Unternehmen hatte betroffene Rechner vom Netz genommen.
BMW hatte auf Anfrage des BR nur mitgeteilt, dass man sich zu "Einzelfällen" nicht konkret äußern wolle. Allerdings liefert der Konzern eine allgemeine Mitteilung: "Wir haben Strukturen und Prozesse implementiert, die das Risiko von unerlaubten externen Zugriffen auf unsere Systeme minimieren und uns im Ereignisfall eine schnelle Entdeckung, Aufklärung und Wiederherstellung ermöglichen." Hyundai wollte sich zum aktuellen Fall gegenüber dem BR aber nicht äußern.
Ein Sicherheitsexperte, der dem BR unter Zusage der Anonymität über den Fall berichtet, gibt an, dass bei dem Angriff auf BMW kein Zugriff auf sensible Daten gegeben war. Den Hackern sei es nicht gelungen, auf Systeme zuzugreifen, die am Unternehmenssitz in München beheimatet sind.
Bei BMW wurde über Monate ein Angriff auf das Netzwerk vorbereitet
In den letzten Monaten haben sich die Berichte zu Hackerangriffen auf die Autoindustrie gehäuft. Jetzt berichtet der Bayerische Rundfunk (BR), dass eine Hackergruppe mit der Bezeichnung "OceanLotus" - sie wird mit dem vietnamesischen Staat in Verbindung gebracht - erfolgreich in Teile des Firmennetzwerks von BMW eindringen konnte. Seinen Anfang nahmen die Attacken nach BR Informationen schon im Frühjahr 2019. Am letzten Wochenende sah sich dann BMW dazu veranlasst, mehrere betroffenen Rechner komplett vom Netz zu nehmen. Neben BMW war wohl auch der südkoreanische Autohersteller Hyundai im Visier derselben Hackergruppe.BMW hatte auf Anfrage des BR nur mitgeteilt, dass man sich zu "Einzelfällen" nicht konkret äußern wolle. Allerdings liefert der Konzern eine allgemeine Mitteilung: "Wir haben Strukturen und Prozesse implementiert, die das Risiko von unerlaubten externen Zugriffen auf unsere Systeme minimieren und uns im Ereignisfall eine schnelle Entdeckung, Aufklärung und Wiederherstellung ermöglichen." Hyundai wollte sich zum aktuellen Fall gegenüber dem BR aber nicht äußern.
Gezielte Angriffe
Nach Recherche des BR hatte sich der Angriff bei BMW ganz gezielt auf bestimmte Rechner im System konzentriert um auf diesen ein Fernzugriff-Werkzeug namens "Cobalt Strike" zu installieren. Unter anderem hatte die Hackergruppe dafür eine Website erstellt, mit der der Eindruck erweckt werden sollte, es handle sich um die Homepage der BMW-Niederlassung in Thailand. Auch in Bezug auf die Angriffe auf Hyundai wird von Fake-Webseiten als zentralem Werkzeug berichtet.Ein Sicherheitsexperte, der dem BR unter Zusage der Anonymität über den Fall berichtet, gibt an, dass bei dem Angriff auf BMW kein Zugriff auf sensible Daten gegeben war. Den Hackern sei es nicht gelungen, auf Systeme zuzugreifen, die am Unternehmenssitz in München beheimatet sind.
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