Krankheiten und Familienstreit:
H&M-Mitarbeiter umfassend bespitzelt
Auf den Kleidungs-Discounter H&M kommt mit wachsender Wahrscheinlichkeit eine hohe Bußgeld-Forderung zu. Denn das Unternehmen soll durch das Ausspionieren von Mitarbeitern massiv gegen die Datenschutz-Grundsätze verstoßen haben.
"Der Verdacht massiver Verstöße gegen Datenschutzrechte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sich erhärtet, so dass wir ein Bußgeldverfahren gegen das Unternehmen eröffnet haben", erklärte der Datenschutzbauftrage Hamburgs, Johannes Caspar, laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Zuvor hatten die Mitarbeiter Caspars rund 60 Gigabyte Datenmaterial ausgewertet.
Auf der Festplatte, die die Datenschutzbehörde in die Hände bekam, fanden sich dem Vernehmen nach "detaillierte und systematische Aufzeichnungen von Vorgesetzten über ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer". Die Akten umfassten dabei Informationen zum Gesundheitszustand und zu Erkrankungen von Beschäftigten. Vermerkt wurde aber auch, wenn Vorgesetzten bekannt wurde, dass es in der Familie Streitigkeiten gibt oder Todesfälle zu beklagen waren. Sogar Berichte über Urlaubserlebnisse wurde aufgeschrieben und gespeichert.
Die Daten stammten aus Gesprächen von Vorgesetzten mit Mitarbeitern, aber auch aus dem, was im Büro-Alltag oder in den Raucherpausen aufgeschnappt wurde. Ein Mitarbeiter aus einem Kundencenter war beim Stöbern im Firmennetz eher zufällig auf den Ordner gestoßen, in dem die Informationen abgelegt waren. Ein Versuch, die Sache intern zu klären, war wohl nicht sonderlich erfolgreich. Daraufhin wurde die zuständige Behörde informiert. Diese kann laut Gesetz ein Bußgeld verhängen, das bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes entspricht.
Siehe auch: Google & H&M: User durchleuchten für das perfekte Kleidungs-Angebot
Auf der Festplatte, die die Datenschutzbehörde in die Hände bekam, fanden sich dem Vernehmen nach "detaillierte und systematische Aufzeichnungen von Vorgesetzten über ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer". Die Akten umfassten dabei Informationen zum Gesundheitszustand und zu Erkrankungen von Beschäftigten. Vermerkt wurde aber auch, wenn Vorgesetzten bekannt wurde, dass es in der Familie Streitigkeiten gibt oder Todesfälle zu beklagen waren. Sogar Berichte über Urlaubserlebnisse wurde aufgeschrieben und gespeichert.
Überraschung bei Datenschützern
Eine solch umfassende Dokumentation ist den Datenschützern schon lange nicht mehr untergekommen. "Das qualitative und quantitative Ausmaß der für die gesamte Leitungsebene des Unternehmens zugänglichen Mitarbeiterdaten zeigt eine umfassende Ausforschung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den letzten Jahren ohne vergleichbares Beispiel ist", kommentierte Caspar die Erkenntnisse der Untersuchung.Die Daten stammten aus Gesprächen von Vorgesetzten mit Mitarbeitern, aber auch aus dem, was im Büro-Alltag oder in den Raucherpausen aufgeschnappt wurde. Ein Mitarbeiter aus einem Kundencenter war beim Stöbern im Firmennetz eher zufällig auf den Ordner gestoßen, in dem die Informationen abgelegt waren. Ein Versuch, die Sache intern zu klären, war wohl nicht sonderlich erfolgreich. Daraufhin wurde die zuständige Behörde informiert. Diese kann laut Gesetz ein Bußgeld verhängen, das bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes entspricht.
Siehe auch: Google & H&M: User durchleuchten für das perfekte Kleidungs-Angebot
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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