Stadia: Googles Streaming-Dienst "frisst" gewaltige Datenmengen
Googles Cloud-Gaming-Plattform Stadia ist seit dieser Woche verfügbar und bisher lief es alles andere als rund. Denn es gab Pannen und technische Probleme. Eine Voraussetzung ist eine ausreichend schnelle Internet-Leitung und diese sollte auch kein Datenlimit besitzen.
Beim Spiele-Streaming wie Google Stadia werden die Berechnungen zwar in der Cloud durchgeführt, womit der Nutzer zu Hause keine teure leistungsstarke Hardware stehen haben muss, das hat aber dennoch seinen "Preis": Denn für Stadia ist eine ausreichend schnelle Internet-Leitung erforderlich. Laut offiziellen Angaben sind für 1080p-Auflösung 25 MBit/s nötig, für 4K wurden als Minimum 35 MBit/s angegeben - für ein optimales Spielvergnügen sollten es aber wohl zumindest 50 MBit/s sein.
Ein Thema, das vor dem Stadia-Start nur eine Nebenrolle gespielt hat, war der effektive Datentransfer. Zwar war klar, dass man für Stadia am besten kein Limit haben sollte, wie viel tatsächlich durch die Leitungen fließt, war aber nicht bekannt.
VentureBeat konnte nicht vernünftig messen, wie viel bei 4K anfällt, es dürften aber mehr sein als die von Google angegebenen maximal 20 Gigabyte pro Stunde. Zum Vergleich: Netflix verbraucht bei HD-Streams circa drei Gigabyte pro Stunde, bei 4K sind es "nur" sieben Gigabyte.
Im Fall von Red Dead Redemption 2 kann man hierbei eine interessante Rechnung durchführen: Für ein schnelles Durchspielen des Rockstar-Spiels benötigt man 40 bis 50 Stunden, wesentlich mehr, wenn man Nebenaufgaben erledigt. Daraus ergibt sich, dass man zwischen 280 und 350 Gigabyte an Daten verbraucht, um bis zum Ende zu kommen. Wer in 4K spielt kommt hingegen in die Gegend von Terabyte.
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Ein Thema, das vor dem Stadia-Start nur eine Nebenrolle gespielt hat, war der effektive Datentransfer. Zwar war klar, dass man für Stadia am besten kein Limit haben sollte, wie viel tatsächlich durch die Leitungen fließt, war aber nicht bekannt.
119MB pro Minute bei 1080p
Die Technik-Seite VentureBeat hat inzwischen nachgeprüft und die Datenmenge kann man nur als gewaltig bezeichnen: Gemessen wurde u. a. bei Red Dead Redemption 2 und bereits bei 1080p und 60fps waren es 119 Megabyte - pro Minute wohlgemerkt. Das ergibt in der Stunde gut sieben Gigabyte.VentureBeat konnte nicht vernünftig messen, wie viel bei 4K anfällt, es dürften aber mehr sein als die von Google angegebenen maximal 20 Gigabyte pro Stunde. Zum Vergleich: Netflix verbraucht bei HD-Streams circa drei Gigabyte pro Stunde, bei 4K sind es "nur" sieben Gigabyte.
Im Fall von Red Dead Redemption 2 kann man hierbei eine interessante Rechnung durchführen: Für ein schnelles Durchspielen des Rockstar-Spiels benötigt man 40 bis 50 Stunden, wesentlich mehr, wenn man Nebenaufgaben erledigt. Daraus ergibt sich, dass man zwischen 280 und 350 Gigabyte an Daten verbraucht, um bis zum Ende zu kommen. Wer in 4K spielt kommt hingegen in die Gegend von Terabyte.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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