Neuer Speicher nimmt Solarenergie auf und behält sie über Jahre
Eines der großen, nur in Ansätzen gelösten Probleme der Energiewende ist die Speicherung. Zumindest in einem Teilbereich geht es nun aber wohl mit einem großen Schritt voran. Schwedische Forscher stehen kurz vor der Kommerzialisierung eines Solar-Speichers.
Wissenschaftler der Universität Göteborg unter Leitung von Kasper Moth-Poulsen haben lange nach dem Material ihrer Vorstellungen gesucht - und inzwischen ist es gefunden. Die Basis ist ein Molekül, das sich aus Wasserstoff, Stickstoff und Kohlenstoff zusammensetzt. Und dieses ist in der Lage, die Energie des Sonnenlichts einzufangen und zu speichern. Beim richtigen Auslöser wird sie dann in Form von Wärme wieder freigegeben, berichtet die US Nachrichtenagentur Bloomberg.
Das Material bringt dabei verschiedene Vorteile mit: In erster Linie betonen die Forscher dabei die Beständigkeit. Da die Energie im Grunde chemisch gebunden wird, kann sie fast beliebig lange gespeichert bleiben. Das Grundprinzip ist den meisten Anwendern durch die kleinen Taschenwärmer bekannt, in denen ein Salzhydrat zum Einsatz kommt. Diese nehmen Wärme auf und speichern sie, bis durch das knackende Metallplättchen eine Kristallisation ausgelöst wird, bei der die Wärme wieder frei wird.
Grundsätzlich, so führte Moth-Poulsen aus, sei es natürlich auch denkbar, Strom aus der abzugebenden Wärme zu generieren. Allerdings hätten er und sein Team sich erst einmal auf die reinen Wärmeanwendungen konzentriert, da zur Stromspeicherung ja schon verschiedene andere Möglichkeiten vorhanden sind, die letztlich sogar besser funktionieren dürften. Bei der Wärme gibt es hingegen aktuell nur Warmwasserspeicher, die mit entsprechender Dämmung zumindest einige Tage lang Energie bewahren können.
Die reinen Laborversuche mit dem neuen Material sind im Grunde abgeschlossen. Moth-Poulsen arbeitet aktuell daran, die Forschungsergebnisse in eine neue Firma einzubringen, für die gerade Investoren gesucht werden. Das Unternehmen soll dann richtige Produkte auf dieser Grundlage entwickeln und diese vermarkten.
Siehe auch: Solarziegel & Stromspeicher: Tesla stellt Sonnenenergie-System vor
Das Material bringt dabei verschiedene Vorteile mit: In erster Linie betonen die Forscher dabei die Beständigkeit. Da die Energie im Grunde chemisch gebunden wird, kann sie fast beliebig lange gespeichert bleiben. Das Grundprinzip ist den meisten Anwendern durch die kleinen Taschenwärmer bekannt, in denen ein Salzhydrat zum Einsatz kommt. Diese nehmen Wärme auf und speichern sie, bis durch das knackende Metallplättchen eine Kristallisation ausgelöst wird, bei der die Wärme wieder frei wird.
Von Wohnung bis Kleidung
Das Material der schwedischen Forscher arbeitet ähnlich, nimmt allerdings direkt Sonnenlicht als Spender der Energie auf, die dann später als Wärme wieder abgegeben wird. Der Stoff ist dabei flexibel genug, um in diversen Bereichen eingesetzt zu werden. Größere Anwendungen kommen dabei natürlich in der Gebäudeheizung auf das Verfahren zu, wobei hier nicht nur Wände, sondern auch entsprechend ausgestattete Fenster für die Aufnahme der Energie genutzt werden können. Potenzial sehen die Forscher aber auch in der Heizung von Elektroautos, bei denen die normale Erwärmung des Innenraums heute auf die Reichweite schlägt. Und selbst Kleidung soll sich mit Wärmeelementen ausstatten lassen können.Grundsätzlich, so führte Moth-Poulsen aus, sei es natürlich auch denkbar, Strom aus der abzugebenden Wärme zu generieren. Allerdings hätten er und sein Team sich erst einmal auf die reinen Wärmeanwendungen konzentriert, da zur Stromspeicherung ja schon verschiedene andere Möglichkeiten vorhanden sind, die letztlich sogar besser funktionieren dürften. Bei der Wärme gibt es hingegen aktuell nur Warmwasserspeicher, die mit entsprechender Dämmung zumindest einige Tage lang Energie bewahren können.
Die reinen Laborversuche mit dem neuen Material sind im Grunde abgeschlossen. Moth-Poulsen arbeitet aktuell daran, die Forschungsergebnisse in eine neue Firma einzubringen, für die gerade Investoren gesucht werden. Das Unternehmen soll dann richtige Produkte auf dieser Grundlage entwickeln und diese vermarkten.
Siehe auch: Solarziegel & Stromspeicher: Tesla stellt Sonnenenergie-System vor
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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