Zwei-Faktor-Authentifizierung:
Deutschen Händlern ist Sicherheit egal
Die so genannte Zwei-Faktor-Authentifizierung gilt bei Experten und mittlerweile auch vielen Nutzern als die wichtigste Maßnahme, um ein Konto zu sichern. In Deutschland ist diese An- und Einsicht aber noch nicht dort angekommen, wo sie ankommen sollte: den Händlern.
Bei der Methode der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) wird zu den herkömmlichen Nutzername/Passwort-Daten ein zusätzlicher zweiter "Kanal" eingeführt. Dabei bekommt der Nutzer in der Regel auf das Smartphone einen Code, den er beim Anmelden zusätzlich eingeben muss, es gibt auch Varianten, die auf spezielle Apps setzen oder auch bei denen Mails verschickt werden.
Bei Otto etwa lehnt man Zwei-Faktor-Authentifizierung pauschal ab und meint, dass man das "nicht braucht" (via t3n). Stattdessen kämen "diverse technische Maßnahmen" zum Einsatz. Grund: Mit F2A würde der Kaufvorgang länger dauern, was wiederum das Kauferlebnis "unattraktiver" mache. Ähnlich argumentiert der Berliner Online-Händler Zalando, auch dort hält man diese zusätzliche Sicherheitsschranke für zu aufwendig. Auch Unternehmen wie HRS, Lufthansa und die Deutsche Bahn haben derzeit aus unterschiedlichen Gründen keine 2FA, die Bahn arbeitet wenigstens daran.
Experten fordern, dass man die Entscheidung den Kunden überlassen und diese Methode zumindest anbieten sollte. Doch die Händler und ihre Interessensverbände wie der Handelsverband Deutschland und der Bundesverband Onlinehandel mauern und meinen, "gute Nutzererfahrung" (lies: Profit) stehe über der Sicherheit.
Händler: "Brauchen wir nicht"
Das nutzen glücklicherweise immer mehr Menschen, denn einfache Name/Passwort-Kombinationen sind schlichtweg nicht sicher genug. Längst setzen alle großen internationalen Konzerne wie Google, Microsoft, Facebook, Amazon, Apple und Co. auf 2FA. Deutsche Online-Händler sind hingegen der Ansicht, dass sie Maßnahmen wie F2A nicht brauchen.Bei Otto etwa lehnt man Zwei-Faktor-Authentifizierung pauschal ab und meint, dass man das "nicht braucht" (via t3n). Stattdessen kämen "diverse technische Maßnahmen" zum Einsatz. Grund: Mit F2A würde der Kaufvorgang länger dauern, was wiederum das Kauferlebnis "unattraktiver" mache. Ähnlich argumentiert der Berliner Online-Händler Zalando, auch dort hält man diese zusätzliche Sicherheitsschranke für zu aufwendig. Auch Unternehmen wie HRS, Lufthansa und die Deutsche Bahn haben derzeit aus unterschiedlichen Gründen keine 2FA, die Bahn arbeitet wenigstens daran.
Händler: "Nicht unser Problem"
Die Aufrufe der Sicherheitsexperten bleiben ungehört. Denn ein Stück weit muss man die Nutzer vor sich selbst schützen, da diese gerne schwache Passwörter und/oder dieselben Login-Kombinationen mehrfach verwenden. Den Unternehmen ist das aber offenbar egal und man agiert gerne nach dem Motto "Nicht unser Problem".Experten fordern, dass man die Entscheidung den Kunden überlassen und diese Methode zumindest anbieten sollte. Doch die Händler und ihre Interessensverbände wie der Handelsverband Deutschland und der Bundesverband Onlinehandel mauern und meinen, "gute Nutzererfahrung" (lies: Profit) stehe über der Sicherheit.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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