McDonald's macht ernst: Am Drive-in meldet sich bald ein KI-System

Bei der Fast-Food-Kette McDonald's meint man es mit dem Ersetzen von menschlichen Beschäftigten durch Roboter und Computer durchaus ernst. Nach ersten erfolgreichen Tests hat der Konzern nun sogar eine Technologie-Firma übernommen, die Sprachsysteme anbietet.
Lebensmittel, Fast Food, Hamburger
Jeshoots (CC0)
Das fragliche Unternehmen heißt Apprente und hat sich auf KI-Systeme für Sprache spezialisiert. Das Startup wurde erst 2017 in Kalifornien gegründet und entwickelte seitdem eine Plattform, die Kundenkontakte in verschiedenen Sprachen und Dialekten bewältigen kann. McDonald's will das System nun großflächig erst einmal an seinen Drive-in-Schaltern einsetzen.

Vor der Übernahme hatte man in einigen Filialen auch schon erste Testläufe mit der Sprach-Software durchgeführt. Der eine oder andere Kunde könnte also bereits mit dem neuen System in Kontakt gekommen sein, wenn er seine Bestellung in die Mikrofon-Säule gesprochen hat. Angesichts dessen, was solche Systeme bereits leisten können, muss das noch nicht einmal auffallen.

Komplett neue Abteilung entsteht

Der Kauf der Firma soll dabei deutlich machen, dass McDonald's noch weitaus mehr mit der Technologie vorhat. Das Unternehmen erklärte bereits, dass man hoffe, das System zukünftig auch einsetzen zu können, wenn Kunden telefonische Bestellungen aufgeben oder an den kleineren Kiosk-Systemen einen Burger ordern wollen.

Die Mitarbeiter, die bisher bei Apprente tätig waren, werden komplett übernommen und sollen zukünftig den Kern einer neuen McD Tech Labs-Abteilung bilden, erklärte Konzernchef Steve Easterbrook. Dort dürfte dann auch das ebenfalls kürzlich übernommene Startup Dynamic Yield eingegliedert werden. Dieses entwickelt KI-Systeme, die Kundenentscheidungen aufgrund zahlreicher Faktoren wie Tageszeiten, Wetter und Verkehrssituation analysieren. In Kombination mit dem Apprente-System könnten so Drive-in-Kunden zukünftig je nach Situation noch zusätzliche Produkte vorgeschlagen werden.

Siehe auch: Oh Ironie: McDonald's muss Happy-Meal-Fitness-Tracker zurückrufen
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