Frankreich: Macron weist Trump im Steuerstreit in seine Schranken
Die Freunde französischer Weine in den USA müssen nicht mit saftigen Aufschlägen aufgrund von Strafzöllen rechnen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seinem Amtskollegen Donald Trump entsprechende Ideen ausgeredet und wird trotzdem die geplante Steuer, die vor allem zu Lasten der Internet-Konzerne aus den USA geht, auf den Weg bringen.
Immer wieder kommen Schlagzeilen darüber auf, wie die großen Tech-Konzerne aus den USA es schaffen, ihre enormen Umsätze so geschickt zwischen diversen Landesniederlassungen zu verschieben, dass sie am Ende so gut wie keine Steuern mehr zahlen müssen. Im internationalen Rahmen waren trotz diverser Bemühungen keine Lösungen in Sicht, weshalb Frankreich schließlich eine eigene Steuer auf den Weg brachte.
Zukünftig sollen 3 Prozent Steuer auf alle direkten Umsätze mit digitalen Diensten fällig werden, die in Frankreich generiert werden. Es ist völlig klar, dass der größten Teil dessen dann auf jene US-Konzerne entfallen wird, die im Kern den Markt für Online-Werbung dominieren - also Google und Facebook. Trump hatte daraufhin gedroht, dem französischen Alleingang Strafzölle auf französischen Wein entgegenzusetzen.
Dies kann man im Grunde als klaren Sieg für den Franzosen verbuchen. Denn erst einmal kann dieser seine Pläne ohne weiteren Widerstand aus Washington durchziehen. Auf der anderen Seite ist kaum zu erwarten, dass man sich international wirklich jemals auf einen einheitlichen Weg einigen wird, wie die multinationalen Konzerne besteuert werden könnten. Nicht ohne Grund ist das bisher stets gescheitert. Und selbst wenn eine solche Einigung irgendwann zustande käme, hätte Frankreich mit seinem Vorstoß sicherlich seinen Anteil daran und würde kaum nennenswerte Summen verlieren.
Siehe auch: Außer Spesen nichts gewesen: Google schuldet Frankreich keine Steuern
Zukünftig sollen 3 Prozent Steuer auf alle direkten Umsätze mit digitalen Diensten fällig werden, die in Frankreich generiert werden. Es ist völlig klar, dass der größten Teil dessen dann auf jene US-Konzerne entfallen wird, die im Kern den Markt für Online-Werbung dominieren - also Google und Facebook. Trump hatte daraufhin gedroht, dem französischen Alleingang Strafzölle auf französischen Wein entgegenzusetzen.
Sieg für Frankreich
Am Rande des derzeitigen G7-Treffens in Biarritz traten Marcon und Trump nun gemeinsam vor die Presse und verkündeten, dass man eine Einigung erzielt habe. Und diese sieht so aus: Frankreich bleibt bei seinen Steuerplänen und die USA verzichten auf die Steuer. Im Gegenzug sicherte Macron zu, dass die Steuer sofort abgeschafft wird und zu viel gezahlte Gelder sogar zurückgegeben werden, wenn man sich international auf einen gemeinsamen Weg einigt.Dies kann man im Grunde als klaren Sieg für den Franzosen verbuchen. Denn erst einmal kann dieser seine Pläne ohne weiteren Widerstand aus Washington durchziehen. Auf der anderen Seite ist kaum zu erwarten, dass man sich international wirklich jemals auf einen einheitlichen Weg einigen wird, wie die multinationalen Konzerne besteuert werden könnten. Nicht ohne Grund ist das bisher stets gescheitert. Und selbst wenn eine solche Einigung irgendwann zustande käme, hätte Frankreich mit seinem Vorstoß sicherlich seinen Anteil daran und würde kaum nennenswerte Summen verlieren.
Siehe auch: Außer Spesen nichts gewesen: Google schuldet Frankreich keine Steuern
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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