Frankreich: Macron weist Trump im Steuerstreit in seine Schranken

Die Freunde französischer Weine in den USA müssen nicht mit saftigen Aufschlägen aufgrund von Strafzöllen rechnen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seinem Amtskollegen Donald Trump entsprechende Ideen ausgeredet und wird trotzdem die ... mehr... Geld, Euro, Geldschein, Banknoten Bildquelle: Mabel Amber/CC0 Geld, Euro, Geldschein, Banknoten Geld, Euro, Geldschein, Banknoten Mabel Amber/CC0

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Find ich gut.
Die Steuer sollte man auch in D einführen.
Auch wenn es am Ende zu Lasten der Verbraucher geht (wie ALLES), so bringt das dem Staat doch mehr, als viele anderen Unternehmessteuern, die von den Unternehmen umgangen werden.

Und dann sollte man unbedingt nochmal Subventionen und Sonderbedingungen für Unternehmen prüfen.
An vielen Stellen machen die schon Sinn, aber es gibt auch welche, wo die Unternehmen es nur Ausnutzen und es keinen Vorteil bringt was z.B. Arbeitsplätze und andere Dinge angeht.
 
@pcfan: Ich würde sogar einen Schritt weiter gehen und verlangen, dass die EU hier Frankreich nicht im Stich lässt sondern das EU-weit einführt.
Nur durch Solidarität können die Staaten diesen Steuerschmarotzern Herr werden.
 
@moribund: Das war ja EU-weit geplant, aber es war glaube ich vor allem Irland mit den ganzen Niederlassungen amerikanischer Tech-Unternehmen, welches das Gesetz blockiert hat.
 
3% ist noch immer lächerlich wenig, wenn man mal ehrlich ist.
 
@DRMfan^^: Nein, weil es hier um den "Umsatz" geht.

Zur Veranschaulichung Google hatte 2018 einen Umsatz 136,8 Milliarden Dollar, Gewinn aber "nur" in Höhe von 30,7 Milliarden Dollar.
Ja, das ist jetzt weltweit und nicht nur in FR, aber mal zum Vergleich.
3% vom Umsatz wären 4,104 Milliarden Dollar.
Das wären 13,37% vom Gewinn. Ist jetzt nicht sooo wenig. Sicher, mehr geht immer.
 
@Scaver: Ah, guter Punkt: Vom Umsatz.... - Musste erstmal nachrechnen, dass es wirklich 13,37 sind - Lol, stimmt gerundet wirklich.
 
@DRMfan^^: Ich hätte gern lächerliche 3% von Jeff Bezos' Vermögen ^^
 
@kkp2321: Warum so gierig? Mir würden schon 0.3% ausreichen. :D
 
Im Zuge der Globalisierung hatte der alte Finanzminister Hans Eichel einmal gefordert, dass Steuern doch bitte in dem Land zu entrichten sein sollen, wo der Verkauf bzw. Handel stattfindet.
Ist jetzt schon gute 15 Jahre her, zeigt aber, wie weit der Mann voraus gedacht hat.
 
@OliverZ2: hat mMn nicht wirklich etwas mit "Vorrausdenken" zu tun, sondern ist doch einfach nur logisch, dass die Steuern dort zu entrichten sind, wo Umsatz/Gewinn (oder was auch immer) erwirtschaftet wurde.
Da darf es keine Rolle spielen, ob es um Cloud-Anwendungen, Streaming-Angebote oder die Semmeln beim Bäcker nebenan geht. Letzter steht nämlich schön blöd dar.
 
@Crowler007: Warum? Steuern können z.B. auch sinnvoll am Herstellungsort oder dem Hauptsitz der Firma erhoben werden. Das Problem dabei ist, dass das International nicht einheitlich ist und dadurch Lücken entstehen.
Zudem gibts ja Tricks, den Gewinn vor Steuern, der ja normalerweise die Besteuerungsgrundlage ist, "runterzurechnen", z.B. durch gigantische Lizenzgebühren für ein Logo mit angekautem Obst ....

Umsatz/Mehrwertsteuer fällt ja für den reinen Verkauf sowieso an.
 
@OliverZ2: Der war doch deutscher Finanzminister (SPD), also nicht irgendwer. Wieso ist er damit nicht durchgekommen?
Heutzutage sind SPD-Finanzminister wie Scholz ja zur Gegenseite gewechselt, und blockieren gegen den Widerstand der anderen EU-Staaten Steuergesetze gegen Konzerne:
https://www.youtube.com/watch?v=7-l_tB8r7dk
 
@moribund: Gegen sowas wollte Eichel einheitlich und global angehen. Er wollte eben nicht, dass Konzerne mit Verschleierungstaktiken die Steuern von einem zum anderen Land schieben, damit sie später gar keine Steuern mehr zahlen.
Der Mann hat noch im Sinne der Staaten handeln wollen und nicht zu Gunsten von Konzernen.
 
@OliverZ2: Schade dass er sich als deutscher Finanzminister nicht mal in der EU durchsetzen konnte. wo doch die EU bei sowas immer der deutschen Linie folgt.
Die EU ist zwar nicht global aber das wäre ein Anfang gewesen.
Und Macron hat anscheinend die Eier das sogar im Alleingang zu machen.
 
Morgen wacht der Trump auf und verkündet auf Twitter dass er trotzdem Sonderzölle auf französische Weine erhebt. Der weiß doch nicht mehr was er gestern geredet hat.
 
Französischen Wein mit US-Internet-Konzernen zu vergleichen ist schon ein Hammer.

Ich glaube den Sieg gönnt Trump Marcon.
Nun klopfen sich Marcon (und selbstverständlich die deutschen Medien) den halben Tag selbst auf die Schulter, was für einen Hammer-Deal er da ausgehandelt hat.

Wie viele Steuern wären das denn bei französischem Wein und wieviel bei den US-Konzernen gewesen.

Ich denke, da kann man den französischen Wein vernachlässigen.

Zumal Trump's Anhänger bestimmt keine typischen französischen Wein Trinker sind.
 
@Al Bundy: Das mit dem Wein ist doch nur ein kindisches: wenn du mich haust, muss ich zurück hauen...

Da brauchst du nicht mit Rationalität oder Logik kommen. Es ist einfach nur Kindergarten was da zur Zeit abgeht. Und so langsam hat der Rest der Welt halt raus bekommen wie sie Trump handeln können. Das wird noch interessant für die USA...
 
@Speggn: Das ist nicht Kindergarten, sondern schon seit Zeiten, als Trump als Footballteam Kapitän agiert hat, so. Kam mal in ner Doku über ihn vor, das sein (erfolgreich vom Vater an ihn weitergegebenes) Motto seit zig zig Jahren ist: schlägt dich jemand, dann schlag doppelt so fest zurück (statt: denk nach und sieh was ein... vermutlich).
 
@DerTigga: Solches Verhalten gehört in den Kindergarten. Erwachsene, zivilisierte Menschen machen so etwas nicht.
Das es einem im Raubtierkapitalismus des vorletzten Jarhhunderts voran gebracht hat glaube ich gerne. Aber auf diplomatischer Bühne ist das nicht akzeptabel.
 
@Speggn: Ich wollte da auch in keinster Weise echtes pro Trump ausleben, um das klar zu sagen. Mir gings nur ums aufzeigen, das das massiv verinnerlichter Charakterzug, möglicherweise vom Vater regelrecht eingetrichtert gekriegtes Verhalten ist und keine erst kürzlich erworbene Denkweise oder gar nen Zufallsauftreten, das man genau deswegen als eher nicht so bald wieder auftretend einstufen sollte. Im Gegenteil könnte es fatal enden, sich unter Annahme von letzterem zu vertrauensseelig ihm (wieder) zu nähern bzw. ihn das zu lassen ...
 
@DerTigga: das das Ganze das System Trump ist, ist mir durchaus bekannt. Er hat sogar ein Buch darüber verfasst.

Was wir mMn machen sollten ist Trump im Glauben zu lassen er hätte gewonnen, während er verliert. Und dank Trumps Ego sollte das kein Problem darstellen. Eine entsprechend übertriebene Gegenreaktion ist zu begrüßen, denn letztendlich geht es nur darum, dem Teil der US Bevölkerung die noch hinter ihm steht, zu desillusionieren. Und das geht am besten, in dem man das kleine Kind zu einem Hysterischen Anfall bewegt. Ohne Basis wars das. Ohne Basis würden auch all seine Entscheidungen schnell wieder rückgängig gemacht werden.

Solange er noch Millionen hat, die dieses Kleinkindhafte Verhalten feiern, wird das nix.
 
Wäre Emmanuel Macron ein Fußballer, würde man von einem Hattrick sprechen,
1. "Tor" die Steuervermeidungsstrategie der Internetkonzerne unterlaufen und sie zu Kasse bitten,
2. Strafzölle gegen die Heimischen Weinproduzenten vermeiden,
3. Trump ziemlich blöd aussehen lassend.

Letzteres Schaft er auch alleine, aber hier mit Anlauf.

Bedauerlicher weise mit dem Vorbehalt, dass Trump sich nicht doch wieder anderes umentscheidet, sein Wort hat eine Zerfallszeit von Millisekunden.
 
Wäre mal 20% Steuern in ganz Europa. Dann gibt keine Steuertricks-Schlupfloch. Viele große US-Konzerne verlagern den Hauptsitz ins Ausland damit sie möglichst so wenig Steuern zahlen können. Beispiel Apple hat als Sitz in Irland und zahlt nur 2 bis 9% Steuern anstatt 20%.
Die Argumentation der Konzerne, sie zahlen auch Milliarden Steuern in den USA. Wer glaubts denn?
 
Wahrscheinlich hatte Trump beim Gipfeltreff ein paar Gläser Wein konsumiert weshalb er auf den Deal einging.
 
@Ryou-sama:
Ein paar Gläser "französischen" Wein.
Die Sicherheitsleute mussten ja schließlich auch (der Sicherheit wegen) etwas Probetrinken.

Dies stellt natürlich eine Möglichkeit dar.
 
@Ryou-sama: Wenn man sich auf der Pressekonferenz auschaut wie sich Macron von Trump verabschiedet hat, der wird sehen, das Trump dort ein ganz kleiner Mann ist, der versucht auf groß zu tun. Von der Körpersprache her.
https://www.youtube.com/watch?v=1c_bOU57Z0g
Bei 35:00 Min.

Mal schauen wie lange es dauert, bis Macron und andere Politiker anfangen ihre Spielchen mit Trump zu spielen. Angefangen hat es ja so langsam...
 
@Speggn: Richtig lustig dürfte es dann werden, wenn er dann mal Putin vorgesetzt wird. Also nicht, dass ich da Fan wäre, aber der ist dann doch schon ein sehr anderes Format. ;)
 
@ckahle:
Wenn Putin diese Aktion gesehen hat, und davon gehe ich mal aus, wird er sich alle Mühe geben, Macron in nichts nach zu stehen =)
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