Senf dazu: Deutschland - innovationsfeindlich und stolz darauf
Für Touristen, aber auch Ortsansässige sind Dienste wie Googles StreetView sehr praktisch. Man kann sich vom PC oder Smartphone aus ansehen, wie die Gegend in der Nähe des Hotels oder einer potenziellen neuen Wohnung aussieht bzw. kann man eine Stadt schlichtweg zum Spaß virtuell erkunden.
Deutschland ist das wohlgemerkt einzige Land der Erde, bei dem das so gehandhabt wird. Die gute Nachricht: Bei Apples neuem Dienst Look Around wird es keine Verpixelungen geben. Die Schlechte: Es wird Look Around nicht geben. Denn obwohl die Kamera-Autos von Apple seit kurzem auch auf deutschen Straßen unterwegs sind, wird Apple den Dienst hierzulande wohl nicht anbieten.
Der Grund ist wie schon damals: Angst und Paranoia sowie das Geltungsbedürfnis von Datenschützern und die Unfähigkeit von Politikern. Diese Kombination nämlich ergibt, dass Deutschland im "Neuland" versinkt und auch kein echtes Problem damit hat.
Look Around in Deutschland (Symbolbild)
Denn die Datenschützer sind offenbar sehr stolz darauf, nach dem pösen Google nun auch das pöse Apple in die Knie gezwungen zu haben. Anders sind Aussagen von Swantje Claussen von der Bremer Datenschutzaufsichtsbehörde ("Apple hat nachdrücklich versichert, dass es nicht plant, das Look-Around-Feature in Deutschland zu veröffentlichen") gegenüber Radio Bremen nicht zu erklären.
Das war schon vor knapp zehn Jahren ein Unsinn und ist es immer noch. Inzwischen ist es mehr als das: Denn bei Apples "Look Around"-Dienst haben die zuständigen Datenschützer allem Anschein nach nicht einmal versucht, einen Kompromiss oder eine Lösung zu finden, es ging wohl einzig und allein ums Verhindern. Und nun klopft man sich auch noch stolz selbst auf die Schulter wie Swantje Claussen.
Die Datenschützer verweisen gerne auf die Politik und die rechtlichen Voraussetzungen, Politiker zeigen auf die Bürger und die wiederum auf die Datenschützer. Und so dreht man sich im Kreis und merkt nicht wie lächerlich sich dieses Land mit einer derartigen Innovationsfeindlichkeit macht.
Immerhin: Man kann den osteuropäischen Einbrecherbanden ein Schnippchen schlagen. Denn die werden ihre iPhones zur Seite legen müssen, um die ihre Raubzüge zu planen, und sich Ihr (Ja, IHR!) Haus auszuspähen. So wie damals: im Auto, zu Fuß, versteckt hinter den großformatigen Seiten einer Zeitung.
"Senf dazu" ist das Kommentarformat von WinFuture.de und die hier geäußerte Meinung repräsentiert nur jene des Autors und nicht der gesamten Redaktion.
Don't Look Around
Das kennen und schätzen Nutzer auf der ganzen Welt. Bloß in Deutschland präsentiert sich ihnen ein merkwürdiges Bild, denn hierzulande sind viele Häuser "kaputt". Das ist aber natürlich so vorgesehen, denn das sind Verpixelungen, die aufgrund Datenschutzbedenken notwendig geworden sind. Wie kein anderes Land auf der Erde hatte Deutschland Angst vor Einbrecherbanden und anderen Stalkern, die die Gartenzwerge ausrauben oder Häuser belästigen (oder war es umgekehrt?).Deutschland ist das wohlgemerkt einzige Land der Erde, bei dem das so gehandhabt wird. Die gute Nachricht: Bei Apples neuem Dienst Look Around wird es keine Verpixelungen geben. Die Schlechte: Es wird Look Around nicht geben. Denn obwohl die Kamera-Autos von Apple seit kurzem auch auf deutschen Straßen unterwegs sind, wird Apple den Dienst hierzulande wohl nicht anbieten.
Der Grund ist wie schon damals: Angst und Paranoia sowie das Geltungsbedürfnis von Datenschützern und die Unfähigkeit von Politikern. Diese Kombination nämlich ergibt, dass Deutschland im "Neuland" versinkt und auch kein echtes Problem damit hat.
Look Around in Deutschland (Symbolbild)
Denn die Datenschützer sind offenbar sehr stolz darauf, nach dem pösen Google nun auch das pöse Apple in die Knie gezwungen zu haben. Anders sind Aussagen von Swantje Claussen von der Bremer Datenschutzaufsichtsbehörde ("Apple hat nachdrücklich versichert, dass es nicht plant, das Look-Around-Feature in Deutschland zu veröffentlichen") gegenüber Radio Bremen nicht zu erklären.
Lösungen? Pah! Verhindern ist einfacher
Nun ist der Datenschutz richtig und auch wichtig, daran gibt es nicht die geringsten Zweifel. Was man damit macht, ist aber eine völlig andere Frage. So muss man nicht diskutieren, ob es in Ordnung ist, Gesichter und Nummernschilder unkenntlich zu machen. Aber Häuser?Das war schon vor knapp zehn Jahren ein Unsinn und ist es immer noch. Inzwischen ist es mehr als das: Denn bei Apples "Look Around"-Dienst haben die zuständigen Datenschützer allem Anschein nach nicht einmal versucht, einen Kompromiss oder eine Lösung zu finden, es ging wohl einzig und allein ums Verhindern. Und nun klopft man sich auch noch stolz selbst auf die Schulter wie Swantje Claussen.
Die Datenschützer verweisen gerne auf die Politik und die rechtlichen Voraussetzungen, Politiker zeigen auf die Bürger und die wiederum auf die Datenschützer. Und so dreht man sich im Kreis und merkt nicht wie lächerlich sich dieses Land mit einer derartigen Innovationsfeindlichkeit macht.
Immerhin: Man kann den osteuropäischen Einbrecherbanden ein Schnippchen schlagen. Denn die werden ihre iPhones zur Seite legen müssen, um die ihre Raubzüge zu planen, und sich Ihr (Ja, IHR!) Haus auszuspähen. So wie damals: im Auto, zu Fuß, versteckt hinter den großformatigen Seiten einer Zeitung.
"Senf dazu" ist das Kommentarformat von WinFuture.de und die hier geäußerte Meinung repräsentiert nur jene des Autors und nicht der gesamten Redaktion.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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