Microsoft verkauft Huawei-Notebooks wieder in seinem Online-Store

Microsoft hat bisher zur Auseinandersetzung um Huawei geschwiegen, aber doch auch einige Maßnahmen eingeleitet. Nun aber tauchten plötzlich wieder Notebooks und Tablets im konzerneigenen Online-Store auf, die aus der Produktion des chinesischen Unternehmens stammen und mit dem Windows 10-Betriebssystem ausgestattet sind.
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Huawei
Als der Streit zwischen den USA und China eskalierte und vor allem Huawei so richtig in die Schusslinie kam, hatte Microsoft die Geräte stillschweigend aus dem Shop entfernt. Und in dieser Hinsicht gaben die Redmonder dann zwar keine klare Stellungnahme ab, aber immerhin gab es jetzt eine Erklärung bezüglich der unerwarteten Rückkehr einiger Modelle.

Wie ein Sprecher des Software-Konzerns gegenüber dem US-Magazin The Verge mitteilte, behalte man die komplexe regulatorische Situation rund um die Aufnahme Huaweis in die Sperrliste des US-Handelsministeriums ständig im Blick. Und auf Grundlage einer Analyse der aktuellen Regelungen habe man den Verkauf der noch vorhandenen Lagerbestände an Huawei-Geräten wieder aufgenommen.


Nachschub wird es nicht geben

Natürlich gilt das Ganze nur für den US-Store. Dort können die Modelle MateBook 13, MateBook D und MateBook X Pro wieder gekauft werden. Wie lange die Vorräte in den Lagern noch reichen ist nicht bekannt. Hier gilt als ziemlich sicher, dass Microsoft wohl erst einmal keinen Nachschub erhalten wird. Und das liegt nicht allein daran, dass auch die Redmonder dem chinesischen Unternehmen keine neuen Windows-Lizenzen mehr für vorinstallierte Betriebssysteme überlassen werden.

Vielmehr dürfte es Huawei schwerfallen, seine MateBook-Produktion überhaupt aufrecht zu erhalten. Denn die Geräte sind mit Intel-Prozessoren ausgestattet, die aktuell auch nicht mehr an Huawei verkauft werden dürfen. Die Versorgung mit Prozessoren dürfte ohnehin das größte Problem für die Chinesen sein, denn die wenigen heimischen Anbieter haben im Grunde keine x86-Chips im Angebot, die in Notebooks oder Tablets eingesetzt werden könnten. Und auch im ARM-Segment dürfte es aufgrund der Blockade eng werden.

Siehe auch: Microsoft stellt Vertrieb von Huawei-PCs ein - und schweigt weiter
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