Spotify gegen "Apple-Steuer":
EU startet wohl Kartelluntersuchung
Spotify gegen Apple Music ist derzeit das Duell der Musik-Streaming-Dienste. Es gibt zwar noch einige andere Anbieter, im Wesentlichen machen es diese beiden aber unter sich aus. Spotify ist zwar Marktführer, die Schweden sind aber der Meinung, dass der kalifornische Nachzügler seine Macht bzw. Jene von iOS zu sehr ausnützt.
Infografik: So viel zahlende Kunden hat Spotify
Die Europäische Union hat bereits im März eine Beschwerde von Spotify erhalten. Das schwedische Unternehmen ist der Ansicht, dass Apple seine Marktmacht missbraucht, um den einen eigenen Dienst zu pushen. Die EU hat sich der Argumentation von Spotify angeschlossen und wird sich der Sache kartellrechtlich annehmen. Das bedeutet, dass man eine formelle Untersuchung in die Wege leiten wird, berichtet die Financial Times (via Engadget).
Dieser Untersuchung ist eine Vorab-Umfrage zuvor gegangen, die EU hat unter anderem Kunden und Rivalen befragt, um zu sehen, ob eine offizielle Untersuchung gerechtfertigt ist. Und das ist laut FT wohl tatsächlich der Fall.
Im März schrieb der Spotify-Chef deshalb, dass man dadurch einen klaren Wettbewerbsnachteil habe. Denn wenn man diese "Steuer" bezahlt, dann ist man gezwungen, den Premium-Preis zu erhöhen, womit Apple Music attraktiver wird, so der CEO des Unternehmens. Laut Ek sind Anbieter wie Spotify speziell im Visier von Apple, da diese Steuer nicht auf Firmen wie den Mitfahrdienst Uber oder den Essenslieferdienst Deliveroo zutrifft.
Darüber hinaus wirft Ek Apple vor, dass man gehindert werde, Upgrades zu implementieren, die das Spotify-Erlebnis auf Siri, HomePod und Apple Watch verbessern. Apple weist die Vorwürfe allerdings von sich und meint u. a., dass Spotify ohne dem App Store nicht da wäre, wo man heute ist - im Wesentlichen weil man die Software bereitstellt und mit Updates versorgt.
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Infografik: So viel zahlende Kunden hat Spotify
Die Europäische Union hat bereits im März eine Beschwerde von Spotify erhalten. Das schwedische Unternehmen ist der Ansicht, dass Apple seine Marktmacht missbraucht, um den einen eigenen Dienst zu pushen. Die EU hat sich der Argumentation von Spotify angeschlossen und wird sich der Sache kartellrechtlich annehmen. Das bedeutet, dass man eine formelle Untersuchung in die Wege leiten wird, berichtet die Financial Times (via Engadget).
Dieser Untersuchung ist eine Vorab-Umfrage zuvor gegangen, die EU hat unter anderem Kunden und Rivalen befragt, um zu sehen, ob eine offizielle Untersuchung gerechtfertigt ist. Und das ist laut FT wohl tatsächlich der Fall.
Apple-Steuer
Spotify-Chef Daniel Ek stört sich vor allem an der so genannten "Apple-Steuer": Hier bekommt der kalifornische Konzern 30 Prozent aller Einnahmen, wenn Kunden ein Spotify-Premium-Abo über den App Store abschließen. Im ersten Jahr sind es 30 Prozent, in den Jahren danach dann 15 Prozent. Beteiligt ist Apple in diesem Fall aber immer.Im März schrieb der Spotify-Chef deshalb, dass man dadurch einen klaren Wettbewerbsnachteil habe. Denn wenn man diese "Steuer" bezahlt, dann ist man gezwungen, den Premium-Preis zu erhöhen, womit Apple Music attraktiver wird, so der CEO des Unternehmens. Laut Ek sind Anbieter wie Spotify speziell im Visier von Apple, da diese Steuer nicht auf Firmen wie den Mitfahrdienst Uber oder den Essenslieferdienst Deliveroo zutrifft.
Darüber hinaus wirft Ek Apple vor, dass man gehindert werde, Upgrades zu implementieren, die das Spotify-Erlebnis auf Siri, HomePod und Apple Watch verbessern. Apple weist die Vorwürfe allerdings von sich und meint u. a., dass Spotify ohne dem App Store nicht da wäre, wo man heute ist - im Wesentlichen weil man die Software bereitstellt und mit Updates versorgt.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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