Neue Untersuchung: Nur dank Windows ist Apple nicht untergegangen
iOS ist ein illegales Monopol: So jüngst das US-Justizministerium, das eine Kartellklage erhebt. Die Gerichtsdokumente werfen auch einen spannenden Blick auf die Zeit vor rund 20 Jahren, als Apple vor dem Ende stand. Die Rettung? Der iPod und iTunes für Windows.
Das Department of Justice (DOJ) wirft Apple vor, Konkurrenz für Dienste auf dem iPhone systematisch zu unterdrücken. In der EU muss Apple durch die Gesetzgebung schon länger den iOS-Zugang für Dritte erleichtern. Wir hatten jüngst über die Klageerhebung berichtet, jetzt werden interessante Details aus den Gerichtsunterlagen bekannt.
So legt das DOJ in seiner Klage auch eine weitreichende Analyse der Entwicklungen der letzten zwei Jahrzehnte vor. Apple drohte Ende der 1990er-Jahre in Konkurs zu gehen, konnte mit der Einführung des iPod ab 2001 aber die Kehrtwende schaffen. Wie die Strafverfolger analysieren, war dafür ein Faktor wohl entscheidend.
"Der iPod fand keine große Verbreitung, bis Apple eine plattformübergreifende Version des iPod und von iTunes für das Windows-Betriebssystem von Microsoft entwickelte, das damals das vorherrschende Betriebssystem für PCs war", zitiert Windowscentral die Klageschrift. Diese Entwicklung sei wiederum nur möglich gewesen, weil Microsoft zuvor vom Gesetzgeber zur Öffnung von Windows gezwungen worden war.
"Ohne die Einigung im Verfahren Vereinigte Staaten gegen Microsoft wäre es für Apple schwieriger gewesen, diesen Erfolg zu erzielen und schließlich das iPhone auf den Markt zu bringen", so das DOJ. Apple zeige mit der eigenen Geschichte also sehr deutlich, wie wichtig es sei, als Gesetzgeber bei marktbeherrschenden Stellungen eingreifen.
Siehe auch:
So legt das DOJ in seiner Klage auch eine weitreichende Analyse der Entwicklungen der letzten zwei Jahrzehnte vor. Apple drohte Ende der 1990er-Jahre in Konkurs zu gehen, konnte mit der Einführung des iPod ab 2001 aber die Kehrtwende schaffen. Wie die Strafverfolger analysieren, war dafür ein Faktor wohl entscheidend.
"Der iPod fand keine große Verbreitung, bis Apple eine plattformübergreifende Version des iPod und von iTunes für das Windows-Betriebssystem von Microsoft entwickelte, das damals das vorherrschende Betriebssystem für PCs war", zitiert Windowscentral die Klageschrift. Diese Entwicklung sei wiederum nur möglich gewesen, weil Microsoft zuvor vom Gesetzgeber zur Öffnung von Windows gezwungen worden war.
"Ohne die Einigung im Verfahren Vereinigte Staaten gegen Microsoft wäre es für Apple schwieriger gewesen, diesen Erfolg zu erzielen und schließlich das iPhone auf den Markt zu bringen", so das DOJ. Apple zeige mit der eigenen Geschichte also sehr deutlich, wie wichtig es sei, als Gesetzgeber bei marktbeherrschenden Stellungen eingreifen.
Die Ziele
Das US-Justizministerium startet mit der Klage einen breiten Angriff gegen das geschlossene Ökosystem von Apple. Angeprangert werden unter anderem die Abschottung von iMessage und kontaktlosen Zahlungsmöglichkeiten in iOS sowie der beschnittene Funktionsumfang von Smartwatches Dritter. Apple kommentiert bisher nur kurz: Die Klage sei "faktisch und rechtlich falsch."
Zusammenfassung
- US-Justizministerium erhebt Kartellklage gegen Apple
- Vorwurf der Unterdrückung von iPhone-Dienstekonkurrenz
- Analyse des DOJ verweist auf Apples Rettung durch iPod und iTunes
- iPod-Erfolg dank plattformübergreifender Entwicklung für Windows
- Microsofts Öffnung von Windows als Wegbereiter für Apple
- Apple kritisiert die Klage als "faktisch und rechtlich falsch"
Siehe auch:
- Neuer Kartellprozess: Apple hat iOS zum illegalen Monopol gemacht
- Verschiedene Beschwerden: Bundeskartellamt nimmt sich Apple vor
- Kartellbeschwerde: Apple unter Feuer durch Springer, Facebook & Co
- Brandgating: Bundeskartellamt prüft Absprachen von Apple & Amazon
- Spotify gegen "Apple-Steuer": EU startet wohl Kartelluntersuchung
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