Neue Vorwürfe: Google brachte Chrome mit unlauteren Mitteln voran
Bei den immer wieder mal aufgetauchten Vorwürfen, Google würde konkurrierende Browser gezielt ausbremsen, handelt es sich letztlich nicht um Einzelfälle. Das dürfte eine Stellungnahme eines ehemaligen Mozilla-Managers zeigen, der quasi unterstellt, der Erfolg des Chrome beruhe wesentlich auch auf unlauterem Wettbewerb.
Sollten sich die von Johnathan Nightingale, dem ehemaligen Geschäftsführer der Firefox-Gruppe bei Mozilla, gerichtsfest nachweisen lassen, könnte Google sogar juristische Probleme bekommen. Denn dieser beschreibt eine ganze Reihe von vermeintlichen Missgeschicken, die zusammengenommen nichts anderes sind als eine systematische Aneinanderreihung von Maßnahmen, mit denen Google seine verschiedenen Dienste nutzte, um den eigenen Browser voranzubringen.
"Als ich 2007 bei Mozilla anfing, gab es keinen Google Chrome und die meisten Leute bei Google, mit denen wir gesprochen haben, waren Firefox-Fans", erinnert sich Nightingale laut einem Bericht von ZDNet. Die Dinge seien dann aber komplizierter geworden, als Google seinen Browser im Jahr 2008 offiziell startete. Doch selbst dann wurde immer wieder betont, dass man auf der gleichen Seite stehe und es gab auch keine Maßnahmen, die in eine andere Richtung liefen - so wurde beispielsweise der Deal zur Einbindung der Google-Suche in Firefox fortgeführt.
Und immer wieder habe es die gleichen Reaktionen gegeben, wenn das Firefox-Team auf die jeweiligen Probleme hinwies: "Ups. Ein kleiner Unfall. Wir korrigieren das schnellstmöglich." Allerdings habe es über die Zeit Dutzende, wenn nicht Hunderte solcher kleinen Zufälle gegeben, was zusammengenommen dann auf eine gezielte und systematische Manipulation hindeutet. Denn jedes Mal wenn einer der enorm populären Google-Dienste im Firefox oder auch in anderen Browsern nicht wie erwartet funktionierte, konnte der Chrome neue User auf seiner Seite verzeichnen.
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"Als ich 2007 bei Mozilla anfing, gab es keinen Google Chrome und die meisten Leute bei Google, mit denen wir gesprochen haben, waren Firefox-Fans", erinnert sich Nightingale laut einem Bericht von ZDNet. Die Dinge seien dann aber komplizierter geworden, als Google seinen Browser im Jahr 2008 offiziell startete. Doch selbst dann wurde immer wieder betont, dass man auf der gleichen Seite stehe und es gab auch keine Maßnahmen, die in eine andere Richtung liefen - so wurde beispielsweise der Deal zur Einbindung der Google-Suche in Firefox fortgeführt.
Auffällig viele Unfälle
Und auch in der Folge hätten die meisten Entwickler an dieser Haltung festgehalten. "Aber Google als Ganzes ist eben etwas anderes als der individuelle Mitarbeiter", so Nightingale. So kam es erst dazu, dass Chrome-Werbung in den Firefox-Suchanfragen auftauchte, Gmail und Google Docs zeigten in dem Open Source-Browser plötzlich Performance-Probleme und Demo-Seiten wiesen den Firefox plötzlich als inkompatibel auf. Und dies seien nur wenige von sehr vielen Beispielen für immer wiederkehrende Nadelstiche.Und immer wieder habe es die gleichen Reaktionen gegeben, wenn das Firefox-Team auf die jeweiligen Probleme hinwies: "Ups. Ein kleiner Unfall. Wir korrigieren das schnellstmöglich." Allerdings habe es über die Zeit Dutzende, wenn nicht Hunderte solcher kleinen Zufälle gegeben, was zusammengenommen dann auf eine gezielte und systematische Manipulation hindeutet. Denn jedes Mal wenn einer der enorm populären Google-Dienste im Firefox oder auch in anderen Browsern nicht wie erwartet funktionierte, konnte der Chrome neue User auf seiner Seite verzeichnen.
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Christian Kahle
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