Der Mega-Deal steht: Disney kauft 21st Century Fox für über 70 Mrd. $
Am heutigen Morgen ist in den USA das mächtigste Medienunternehmen aller Zeiten entstanden, das die Welt je gesehen hat. Unterzeichnet wurden hier die Verträge, mit denen die Walt Disney Company den Konkurrenten 21st Century Fox für eine stattliche Summe von 71,3 Milliarden Dollar schluckt.
Aktuell lässt sich im Grunde nur sagen, dass dadurch mit Sicherheit die Medienbranche eine massive Verschiebung der Kräfteverhältnisse erlebt. Immerhin übernimmt Disney damit einen signifikanten Teil des Murdoch-Imperiums, zu 21st Century Fox gehören eben diverse bekannte Marken wie National Geographic, das FX-Kabelnetzwerk und der Streaming-Dienst Hulu. Nicht zu verachten sind aber auch die Inhalte, an denen die Rechte nun Disney zufallen - das betrifft unter anderem X-Men, Avatar und die Simpsons.
Die Entstehung des neuen Giganten wird also definitiv Folgen haben. Für Disney geht es bei dem Geschäft allerdings gar nicht so sehr darum, die Medienbranche noch stärker als bisher unter die eigene Kontrolle zu stellen. Vielmehr ist der Zusammenschluss zweier so großer Player in dem Segment eben kein offensiver Spielzug, sondern die Vorbereitung auf eine harte Abwehrschlacht.
Trotzdem will man sich bei Disney nicht einfach nur in die passive Rolle drängen lassen, sondern versucht Zuversicht auszustrahlen. "Das ist ein außergewöhnlicher und historischer Moment für uns", erklärte Konzernchef Robert A. Iger. In der Tat handelt es sich mit Abstand um die größte Übernahme, die Disney je getätigt hat. Überflügelt wird damit der Kauf von Capital Cities / ABC im Jahr 1995. Dieser kostete damals 19 Milliarden Dollar (bzw. 32 Milliarden Dollar nach heutigen Maßstäben) und brachte Disney in den Besitz des Sportsenders ESPN, der nun schon über zwei Jahrzehnte ein Wachstumstreiber für den Konzern ist.
Siehe auch: Disney nennt Details zu geplanter eigener Streaming-Plattform
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Die Entstehung des neuen Giganten wird also definitiv Folgen haben. Für Disney geht es bei dem Geschäft allerdings gar nicht so sehr darum, die Medienbranche noch stärker als bisher unter die eigene Kontrolle zu stellen. Vielmehr ist der Zusammenschluss zweier so großer Player in dem Segment eben kein offensiver Spielzug, sondern die Vorbereitung auf eine harte Abwehrschlacht.
Rüsten für die Abwehrschlacht
Denn Disney hat durchaus erkannt, dass eine völlig neue Konkurrenz heranwächst. Aus der Technologie-Branche kommen immer mehr finanzkräftige Konzerne, die die klassischen Hollywood-Firmen auf ihrem ureigensten Terrain angreifen: Der Produktion populärer Inhalte. Hier machen Netflix, Amazon und neuerdings auch Apple zunehmend Druck und zwingen die etablierten Produzenten zu Reaktionen.Trotzdem will man sich bei Disney nicht einfach nur in die passive Rolle drängen lassen, sondern versucht Zuversicht auszustrahlen. "Das ist ein außergewöhnlicher und historischer Moment für uns", erklärte Konzernchef Robert A. Iger. In der Tat handelt es sich mit Abstand um die größte Übernahme, die Disney je getätigt hat. Überflügelt wird damit der Kauf von Capital Cities / ABC im Jahr 1995. Dieser kostete damals 19 Milliarden Dollar (bzw. 32 Milliarden Dollar nach heutigen Maßstäben) und brachte Disney in den Besitz des Sportsenders ESPN, der nun schon über zwei Jahrzehnte ein Wachstumstreiber für den Konzern ist.
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