Illegales Video-Streaming und Filesharing:
Bittorrent feiert Comeback
Totgesagte leben länger: Wenn es um Unterhaltung per Streaming geht, war in den letzten Jahren immer mehr von der Dominanz der legalen Angebote wie Netflix, Apple Music, Sky oder Amazon Prime zu hören. Nutzer seien dabei, den illegalen Quellen den Rücken zuzukehren - doch nun feiert ausgerechnet Bittorrent ein Comeback.
Das wird den Rechtevertretern nicht gefallen: Laut einer Studie des amerikanischen Netzwerkausrüsters Sandvine (Sandvine Report als PDF) steigt der allgemeine Internet-Traffic, der über Bittorrent läuft, wieder immer stärker an (via Zeit Online). Allein in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) macht Bittorrent beim Upload gut ein Drittel aus, in den USA sind es rund 20 Prozent. Dass dabei nicht nur legale Dateien ausgetauscht werden, darf man getrost annehmen. Allein 58 Prozent des Internet-Traffics stammen von Video-Inhalten, vieles davon wird illegal oder "halb-legal" geschaut.
Bittorrent boomt wieder
58 Prozent des Internet-Traffics stammen von Video-Inhalten
Erst im vergangenen Jahr hatte darauf auch die Vereinigung Goldmedia hingewiesen. Rund 1,9 Millionen Deutsche schauen demnach illegal Pay-TV und finden das auch vollkommen okay.
An die illegalen Inhalte zu kommen ist dabei mittlerweile sehr viel leichter als noch vor einigen Jahren. Man kann in Filesharing-Netzwerken oder über sogenannte One-Click-Hoster Musik, Filme und Serien laden oder sie im Browser streamen. Unterwegs genauso wie zuhause.
Das zeigt sich auch in der Analyse von Sandvine. Der Download-Traffic wird in der EMAE-Region dagegen ganz von YouTube (16 Prozent), Netflix (13 Prozent) und Amazon Prime (10 Prozent) dominiert. Ebenfalls bei 10 Prozent liegen HTTP-Medien-Streams, heißt es in der Auswertung. In den USA ist da das "Rennen" schon knapper. Die Medien-Streams liegen bei über 16 Prozent auf Rang 2 knapp hinter Netflix mit 19 Prozent.
Siehe auch:
Bittorrent boomt wieder
Wachsendes Phänomen
Fernsehpiraterie ist dabei überhaupt kein neues, aber ein wachsendes Phänomen - das von der Branche selbst jetzt wieder verstärkt wird und ganz neue Züge annimmt. Denn das Problem ist nicht mehr, dass man kaum neue exklusive Inhalte auf legalem Wege bekommt, sondern dass man sich für zig verschiedene Dienste entscheiden muss, wenn man zum Beispiel Serien, Kinofilme, Musik, klassische TV-Programme und Sport-Veranstaltungen ansehen will.
58 Prozent des Internet-Traffics stammen von Video-Inhalten
Zahlen will man, aber...
Was die Anbieter freuen wird ist die generelle Zahlungsbereitschaft für Streaming. Die Zahl der abgeschlossenen Abos wächst kontinuierlich. Doch stößt man dabei auch an finanzielle Grenzen - schnell ist man laut dem Bericht der Zeit dann bei mehreren Diensten angemeldet und zahlt 50 Euro und mehr im Monat. Familien oder Einzelpersonen überlegen dann schon einmal, was sie buchen oder so nutzen. Entsprechend verlockend sind dann schon wieder kostenlose Angebote, vor allem, wenn man sie nur unregelmäßig, nicht täglich nutzt.Erst im vergangenen Jahr hatte darauf auch die Vereinigung Goldmedia hingewiesen. Rund 1,9 Millionen Deutsche schauen demnach illegal Pay-TV und finden das auch vollkommen okay.
An die illegalen Inhalte zu kommen ist dabei mittlerweile sehr viel leichter als noch vor einigen Jahren. Man kann in Filesharing-Netzwerken oder über sogenannte One-Click-Hoster Musik, Filme und Serien laden oder sie im Browser streamen. Unterwegs genauso wie zuhause.
Das zeigt sich auch in der Analyse von Sandvine. Der Download-Traffic wird in der EMAE-Region dagegen ganz von YouTube (16 Prozent), Netflix (13 Prozent) und Amazon Prime (10 Prozent) dominiert. Ebenfalls bei 10 Prozent liegen HTTP-Medien-Streams, heißt es in der Auswertung. In den USA ist da das "Rennen" schon knapper. Die Medien-Streams liegen bei über 16 Prozent auf Rang 2 knapp hinter Netflix mit 19 Prozent.
Siehe auch:
- Illegales Sky-Streaming: Student in Köln festgenommen und geständig
- Was Netflix kann...: Auch BitTorrent wird eigene Serien produzieren
- Selbst Gratis-Super-Streaming holt Nutzer nicht von Bittorrent weg
- Illegale Streams sind für überraschend viele Fußball-Fans ganz normal
- Studie: Illegales Streaming von Kino.to-Abschaltung kaum betroffen
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