Selbst Gratis-Super-Streaming holt Nutzer nicht von Bittorrent weg
Die Medienindustrie wird sich wohl damit abfinden müssen, dass es immer ein gewisses Grundrauschen hinsichtlich eines illegalen Filesharings geben wird. Selbst kostenlose Streaming-Angebote führen nicht dazu, dass Downloads über Bittorrent zurückgehen - dann natürlich wollen viele Anwender jeweils zielsicher genau das sehen, was im legalen Angebot gerade nicht verfügbar ist.
Infografik: Steigende Nachfrage nach kostenpflichtigen Video-Streaming-Diensten
Die gute Nachricht für die Medienbranche nach der Auswertung eines Experiments zweier Universitäten lautet: Man muss Inhalte nicht kostenlos bereitstellen. Sie werden genauso gut genutzt, wenn sie einen kleinen Betrag kosten. Die schlechte lautet allerdings: Es ist weitgehend egal, was getan wird - die illegale Verbreitung von Inhalten wird niemals komplett verdrängt werden können. Es sei denn natürlich, es würden letztlich wirklich alle existierenden Inhalte sofort und leicht zugänglich bereitgestellt.
Ein Forscher-Team, das sich aus Mitarbeitern der Católica Lisbon School of Business & Economics und der Carnegie Mellon University zusammensetzte, hatte für das Experiment mit einem nicht namentlich genannten lokalen Provider kooperiert. In dessen Region wurde 10.000 Haushalten ein Streaming-Dienst zur Verfügung gestellt, der vom Katalog-Umfang, dem Layout und der Funktionalität her ähnlich wie Netflix oder Hulu nutzbar war. Die Hälfte der teilnehmenden Haushalte bekam den Service gegen eine marktübliche Gebühr angeboten, die andere sogar umsonst. Fortan bekamen die Nutzer auf ihrem Fernseher eine Auswahl an individuellen Empfehlungen, eine Suchfunktion und die sonstigen Standards angezeigt.
Im Ergebnis kam letztlich heraus, dass die Anwender aufgrund der Bequemlichkeit des Streaming-Angebotes im Durchschnitt 4,6 Prozent mehr Video-Inhalte konsumierten als zuvor. Die Downloads aus den Bittorrent-Netzen gingen allerdings nicht zurück. Hier verlagerten sich die Interessen einfach nur ausgerechnet zu jenen Filmen und Serien, die nicht im Streaming-Dienst angeboten wurden. Letztlich ist es also nicht die Frage, ob die Inhalte gratis oder gegen eine kleine Gebühr angeboten werden - sondern wie umfassend und schnell sie zugänglich sind.
Infografik: Steigende Nachfrage nach kostenpflichtigen Video-Streaming-Diensten
Die gute Nachricht für die Medienbranche nach der Auswertung eines Experiments zweier Universitäten lautet: Man muss Inhalte nicht kostenlos bereitstellen. Sie werden genauso gut genutzt, wenn sie einen kleinen Betrag kosten. Die schlechte lautet allerdings: Es ist weitgehend egal, was getan wird - die illegale Verbreitung von Inhalten wird niemals komplett verdrängt werden können. Es sei denn natürlich, es würden letztlich wirklich alle existierenden Inhalte sofort und leicht zugänglich bereitgestellt.
Ein Forscher-Team, das sich aus Mitarbeitern der Católica Lisbon School of Business & Economics und der Carnegie Mellon University zusammensetzte, hatte für das Experiment mit einem nicht namentlich genannten lokalen Provider kooperiert. In dessen Region wurde 10.000 Haushalten ein Streaming-Dienst zur Verfügung gestellt, der vom Katalog-Umfang, dem Layout und der Funktionalität her ähnlich wie Netflix oder Hulu nutzbar war. Die Hälfte der teilnehmenden Haushalte bekam den Service gegen eine marktübliche Gebühr angeboten, die andere sogar umsonst. Fortan bekamen die Nutzer auf ihrem Fernseher eine Auswahl an individuellen Empfehlungen, eine Suchfunktion und die sonstigen Standards angezeigt.
Das Beste aus den Torrents
Allerdings hatten die Forscher in das Empfehlungssystem noch eine kleine Zusatzfunktion aufgenommen: Von einer externen Analysefirma bekam man regelmäßig Daten darüber geliefert, welche Inhalte aktuell rege per Bittorrent getauscht wurden. Diese wurden dann in das Streaming-Angebot aufgenommen und den Nutzern präsentiert.Im Ergebnis kam letztlich heraus, dass die Anwender aufgrund der Bequemlichkeit des Streaming-Angebotes im Durchschnitt 4,6 Prozent mehr Video-Inhalte konsumierten als zuvor. Die Downloads aus den Bittorrent-Netzen gingen allerdings nicht zurück. Hier verlagerten sich die Interessen einfach nur ausgerechnet zu jenen Filmen und Serien, die nicht im Streaming-Dienst angeboten wurden. Letztlich ist es also nicht die Frage, ob die Inhalte gratis oder gegen eine kleine Gebühr angeboten werden - sondern wie umfassend und schnell sie zugänglich sind.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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