Nach Jahren des Booms: Apple gibt schwaches Geschäft offiziell zu
Das hatte nun wahrlich Seltenheitswert: Der Computerkonzern Apple hat gestern so etwas wie eine Umsatzwarnung veröffentlicht. Während andere Unternehmen dies aber in Standard-Meldungen tun, wendet sich hier der Konzernchef persönlich an die Anleger. Und an der Börse setzt man vorsichtshalber vorübergehend den Aktienhandel aus.
Kurz vor der Veröffentlichung der Stellungnahme von Tim Cook wurden die Möglichkeiten zum Kaufen und Verkaufen von Apple-Aktien gestoppt. Erst 20 Minuten später konnten die Papiere wieder gehandelt werden - ausreichend Zeit also, um das Schreiben in Ruhe zu lesen und sich Gedanken über die Folgen zu machen. Der Kurs der Firma sackte so auch erst einmal um 7 Prozent ab.
Nach Jahren, in denen im Grunde immer nur neue Rekorde vermeldet wurden, schlug die Mitteilung Cooks natürlich ordentlich ein. Der Apple-Chef erklärte, dass man für das zurückliegende erste Geschäftsquartal nur noch einen Umsatz von 84 Milliarden Dollar erwarten sollte, wenn die Bilanzen in einigen Wochen offiziell vorgelegt werden. Die bisherige Zielsetzung zwischen 89 Milliarden und 93 Milliarden Dollar wird somit ziemlich deutlich verfehlt.
Cook führte aber auch die schwächelnde chinesische Wirtschaft als Grund für die geringeren Einnahmen an - China ist immerhin längst der größte Absatzmarkt Apples. Einfluss hatten aber auch weiter gesunkene Smartphone-Subventionen seitens der Netzbetreiber, was die Anschaffung neuer Spitzenmodelle teurer machte. Der stärker gewordene Dollar und gesunkene Preise für den Akku-Tausch bei älteren iPhones wirkten sich ebenso auf den Abstatz aus.
Nach Jahren, in denen im Grunde immer nur neue Rekorde vermeldet wurden, schlug die Mitteilung Cooks natürlich ordentlich ein. Der Apple-Chef erklärte, dass man für das zurückliegende erste Geschäftsquartal nur noch einen Umsatz von 84 Milliarden Dollar erwarten sollte, wenn die Bilanzen in einigen Wochen offiziell vorgelegt werden. Die bisherige Zielsetzung zwischen 89 Milliarden und 93 Milliarden Dollar wird somit ziemlich deutlich verfehlt.
Probleme vor allem in China
Den Angaben zufolge gibt es für den geringeren Umsatz mehrere Ursachen. Einerseits verzeichnete man bekanntermaßen geringere Umsätze im iPhone-Vertrieb. Wie die Zahlen hier genau aussehen werden, bleibt abzuwarten, doch klar ist, dass insbesondere die bisher immer hervorragend laufenden teuren Spitzenmodelle längst nicht mehr so viele Abnehmer fanden. Diese waren "nicht so stark wie wir dachten", erklärte der Apple-Chef.Cook führte aber auch die schwächelnde chinesische Wirtschaft als Grund für die geringeren Einnahmen an - China ist immerhin längst der größte Absatzmarkt Apples. Einfluss hatten aber auch weiter gesunkene Smartphone-Subventionen seitens der Netzbetreiber, was die Anschaffung neuer Spitzenmodelle teurer machte. Der stärker gewordene Dollar und gesunkene Preise für den Akku-Tausch bei älteren iPhones wirkten sich ebenso auf den Abstatz aus.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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