Rekordgewinn: Fortnite lässt Geldregen auf Epic niedergehen

Der enorme Erfolg von Fortnite hat den Spieleentwickler Epic Games in diesem Jahr auf unvorhersehbare Rekorde getrieben. Nach vielen Jahren, in denen man vor allem mit der Lizenzierung der Unreal Engine Geld verdiente, konnte man nun zeigen, welches Potenzial in Freemium-Geschäftsmodellen steckt - was aber auch der Hilfe von Außen bedurfte.
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Fortnite
Die Grundlage des jüngsten Erfolges war der Einstieg des chinesischen Internet-Konzerns Tencent, der im Jahr 2012 immerhin 330 Millionen Dollar in das kleine Unternehmen steckte. Das gab Epic letztlich die finanzielle Freiheit, das Freemium-Konzept zu verfolgen, statt zu versuchen, mit einem klassischen Box-Titel die Investitionen direkt nach dem Release wieder hereinzuholen. Nicht, dass Epic dies nicht gekonnt hätte: Firmenchef Tim Sweeney verweist hier gern auf Gears of Wars, das bei einem Entwicklungsetat von 12 Millionen Dollar dann 100 Millionen Dollar einspielte.

Sweeney sah allerdings viel mehr Potenzial in den neuen Konzepten. "Uns ist klar geworden, dass wir unsere geschäftliche Ausrichtung komplett ändern müssen. Wir haben gesehen, dass einige der besten Spiele, die die Industrie hervorbrachte, als Live-Games und nicht mehr als große Retail-Releases entwickelt und betrieben wurden", führte der Epic-Chef aus. Aufgrund dessen änderte man die eigene Rolle auch von einem fast ausschließlichen Konsolen-Entwickler hin zu einem Multi-Plattform-Anbieter und Self-Publisher im Indie-Bereich.


Begehrlichkeiten dürften geweckt sein

Die Zusammenarbeit mit Tencent war dabei wohl ziemlich fruchtbar, denn laut Sweeney bescherte diese nicht nur finanzielle Freiheiten, sondern die Chinesen standen auch beratend zur Seite. Die Früchte dessen konnte man nun also in diesem Jahr ernten und sämtliche Erwartungen wurden dabei übertroffen. Fortnite ließ nicht nur die Umsätze des Unternehmens explodieren, sondern verschaffte Epic nach Informationen informierter Kreise auch einen Gewinn in Höhe von 3 Milliarden Dollar, heißt es bei TechCrunch.

Solche Beträge würden so manchem größeren Unternehmen der Branche recht gut zu Gesicht stehen. Epic ist aber weiterhin ein eher kleines Licht, das noch als privates Unternehmen geführt wird. Allerdings zeigten schon die letzten Bewertungen, die die Firma auf 15 Milliarden Dollar taxierten, dass hier wohl so mancher gern einen Börsengang sehen würde.
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