Media Markt und Saturn straucheln:
Tiefgreifender Umbau steht bevor
Ceconomy, der Mutterkonzern von Media Markt und Saturn, muss in diesem Jahr auf schlechte Geschäftszahlen zurückblicken - der Konzernchef nahm deshalb im Oktober seinen Hut. Im nächsten Jahr wird auf die beiden Unternehmen ein großer Umbruch zukommen. Neben einem Fokus auf das Online-Geschäft sollen es Service-Dienstleistungen richten.
Wie Golem in seinem Bericht schreibt, sind in diesen Zahlen außerdem nicht die Verluste aus dem Verkauf des Russlandgeschäfts eingerechnet, durch den der Konzern auf einen Verlust von 212 Millionen Euro rutscht. Der Umsatz lag mit 21,4 Milliarden dabei aber nur um ein Prozent niedriger. Diese Zahlen hatten im Oktober zum frühzeitigen Ausscheiden des Ceconomy-Chef Pieter Haas geführt, mit dem auch etliche Top-Manager den Konzern verließen - ein Nachfolger ist noch nicht gefunden.
Sein Konzern stehe jetzt vor der Herausforderung, einen ähnlichen Wandel zu vollziehen. Im Verkauf von Laptops und Waschmaschinen werde man in Zukunft vor allem die Chance erkennen müssen, mit Kunden in Kontakt zu kommen und passende Service-Angebote zu verkaufen. Neben dem Online-Business sollen demnach vor allem Reparaturen, Versicherungen und Mobilfunkverträge die Bilanz verbessern. Darüber hinaus will Reverter "signifikant zu hohe Kosten senken". Hier werde man rasch handeln, Details, wie etwa einen möglichen Stellenabbau, wollte man aber noch nicht nennen.
Da klemmt es beim größten Elektronikhändler in Deutschland
Elektronikgeräte in der Filiale zu erstehen, scheint für viele Kunden auch im vergangenen Jahr immer unattraktiver zu werden. Dieser Trend sorgt dafür, dass jetzt Deutschlands größter Elektronikhändler Ceconomy, unter deren Dach auch Media Markt und Saturn operieren, ordentlich ins Straucheln gerät. Da hilft es auch nicht, dass der Mitte Dezember veröffentlichte Finanzbericht wenig Hoffnung auf eine rasche Besserung macht: Vor allem in Deutschland wurden zum Ende des Geschäftsjahres im September weit schlechtere Zahlen vermeldet als erwartet. Ceconomy kann unter dem Strich einen Gewinn von 23 Millionen Euro ausweisen, im Vorjahr waren es noch 206 Millionen. Infografik: Cyber Week für Onlinehändler immer wichtiger
Wie Golem in seinem Bericht schreibt, sind in diesen Zahlen außerdem nicht die Verluste aus dem Verkauf des Russlandgeschäfts eingerechnet, durch den der Konzern auf einen Verlust von 212 Millionen Euro rutscht. Der Umsatz lag mit 21,4 Milliarden dabei aber nur um ein Prozent niedriger. Diese Zahlen hatten im Oktober zum frühzeitigen Ausscheiden des Ceconomy-Chef Pieter Haas geführt, mit dem auch etliche Top-Manager den Konzern verließen - ein Nachfolger ist noch nicht gefunden.
Der Neue soll es richten
Der neue Chef von Media Markt und Saturn, Ferran Reverter, wird jetzt als Hoffnungsträger angesehen, um für den Elektronikhändler wieder neue Erfolge zu erreichen. Der spanische Manager schreckt dabei nach eigenen Angaben auch nicht vor einem großen Umbruch zurück und zieht einen Vergleich zum Wandel in der Musikindustrie: Früher wurden Konzerte gegeben, um mit Albumverkäufen Geld zu verdienen, heute seien Alben aber vor allem Werbung für lukrative Live-Veranstaltungen.Sein Konzern stehe jetzt vor der Herausforderung, einen ähnlichen Wandel zu vollziehen. Im Verkauf von Laptops und Waschmaschinen werde man in Zukunft vor allem die Chance erkennen müssen, mit Kunden in Kontakt zu kommen und passende Service-Angebote zu verkaufen. Neben dem Online-Business sollen demnach vor allem Reparaturen, Versicherungen und Mobilfunkverträge die Bilanz verbessern. Darüber hinaus will Reverter "signifikant zu hohe Kosten senken". Hier werde man rasch handeln, Details, wie etwa einen möglichen Stellenabbau, wollte man aber noch nicht nennen.
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