Rückruf wegen Blendgefahr:
20.000 Teslas müssen in die Werkstatt

Tesla muss in den USA über 20.000 Fahrzeuge der Baureihen Model 3 und Model Y in die Werkstätten rufen. Der Grund sind zu helle Abblendlichter, die den Gegenverkehr blenden könnten. Ein einfaches Software-Update reicht aktuell wohl nicht aus.
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Tesla Motors

Tesla muss 20.000 Autos zurückrufen

Der US-amerikanische Autobauer Tesla sieht sich aktuell mit einem neuen und dieses Mal "echten" Rückruf konfrontiert. In den USA müssen exakt 20.349 Fahrzeuge der Baureihen Model 3 und Model Y nämlich in die Werkstatt. Grund für die Maßnahme sind Abblendlichter, welche die gesetzlichen Vorgaben für die Leuchtstärke deutlich überschreiten. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA lehnte einen Antrag des Unternehmens ab, den Mangel als unbedeutend einzustufen.

Betroffen sind Modelle aus einem mehrjährigen Produktionszeitraum, wobei die Stückzahl durch den Verbau spezifischer Scheinwerfer-Chargen begrenzt ist. Der Rückruf umfasst exakt 1614 Fahrzeuge des Model 3 der Baujahre 2017 bis 2023 sowie 18.735 Fahrzeuge des Model Y der Baujahre 2020 bis 2023. Bei Messungen erreichten die vom Zulieferer Marelli Automotive Lighting stammenden Bauteile bis zu 230,1 Candela. Das liegt rund 84 Prozent über dem erlaubten US-Grenzwert von 125 Candela.


Streit um die Blendgefahr

Nach Angaben von Carscoops bergen die zu hellen Scheinwerfer das Risiko, entgegenkommende Fahrer zu blenden und die Unfallgefahr zu erhöhen. Tesla hatte über Monate argumentiert, das überschüssige Licht falle nicht in das natürliche Sichtfeld anderer Verkehrsteilnehmer. Die Behörde wies das Argument jedoch zurück, da die Grenzwerte explizit dafür gedacht seien, gefährliche Blendeffekte bei Regen, Schnee oder Nebel zu verhindern.

Im Gegensatz zu vielen früheren Problemen bei dem Autobauer lässt sich der aktuelle Mangel voraussichtlich nicht durch ein einfaches Software-Update aus der Ferne aus der Welt schaffen. Da die physischen Bauteile zu viel Licht abgeben, deutet alles auf einen teuren Austausch der kompletten Scheinwerfer-Module in den Service-Centern hin. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben derzeit noch an einer finalen Lösung.

Weitere Untersuchungen laufen

Besitzer der betroffenen Elektroautos sollen bis zum 15. September 2026 offiziell über das weitere Vorgehen benachrichtigt werden. Das ist nicht alles: Erst Ende Juli eröffnete die NHTSA eine weitere Untersuchung zu möglichen Fahrwerksausfällen. Die Prüfung umfasst knapp 1,2 Millionen Fahrzeuge, nachdem es vermehrt zu Beschwerden über Probleme mit der Lenkkontrolle gekommen war. Das Unternehmen muss nun technische Lösungen für beide Probleme finden.

Was meint ihr zu dem Vorfall? Glaubt ihr, dass der physische Austausch für das Unternehmen zu einem großen Problem wird? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • In den USA müssen über 20.000 Tesla-Fahrzeuge in die Werkstatt zurück
  • Grund sind deutlich zu helle Abblendlichter bei Model 3 und Model Y
  • Die Scheinwerfer überschreiten den US-Grenzwert um bis zu 84 Prozent
  • Ein einfaches Software-Update reicht für die Behebung wohl nicht aus
  • Die betroffenen Scheinwerfer-Module müssen physisch getauscht werden
  • Zusätzlich läuft eine NHTSA-Untersuchung wegen Fahrwerksausfällen

Siehe auch:


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