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Provider macht Millionen Router per Update zu Bewegungssensoren
Die Nutzung von WLAN-Strahlungsfeldern für die Erkennung von Personen beschränkte sich bisher eher auf experimentelle Projekte. Das ändert der US-Provider Comcast nun aber in großem Stil und macht Millionen existierender Router zu Bewegungsmeldern.
Die Technik nutzt Veränderungen des WLAN-Funksignals, die auftreten, wenn sich Personen oder andere Objekte zwischen dem Router und verbundenen Geräten bewegen. Zusätzliche Sensoren sind dafür nicht erforderlich. Comcast integriert die Funktion in seinen neuen Dienst Xfinity Shield, der für alle Kunden kostenlos angeboten wird. Neben WiFi Motion umfasst das Paket unter anderem einen erweiterten Schutz vor Online-Bedrohungen wie Schadsoftware und Phishing sowie verbesserte Funktionen zur Kindersicherung.
Nutzer können die Bewegungserkennung über die Xfinity-App aktivieren und wieder deaktivieren. Dafür stehen die Betriebsarten Home Watch, Away Watch und Dark Watch, mit denen sich die Wohnraumüberwachung nach verschiedenen Szenarien umsetzen lässt - etwa für übliche Abwesenheitszeiten der Bewohner oder die Schlafenszeit. Voraussetzung ist ein Xfinity-Gateway der Baureihe XB7 oder neuer.
Wi-Fi-Signale zur Bewegungserkennung einzusetzen, ist keine neue Idee. Unter anderem hatte Linksys bereits 2021 einen entsprechenden Dienst gestartet, später jedoch wieder eingestellt. Auch Wiz und Philips Hue haben Verfahren entwickelt, bei denen Funkwellen zur Erkennung von Bewegungen genutzt werden. Philips setzt dafür allerdings Zigbee statt WLAN ein. Comcast erklärt, die Algorithmen für WiFi Motion in den vergangenen drei Jahren weiterentwickelt und die Ungenauigkeiten früherer Systeme reduziert zu haben.
Langfristig sieht Comcast weitere Einsatzmöglichkeiten für die Technik. Neben der Haussicherheit könnte sie beispielsweise dabei helfen, ältere Menschen in ihrem eigenen Zuhause zu unterstützen. Auch andere Unternehmen arbeiten an solchen Lösungen. Comcast zufolge könnte die Bewegungserkennung deshalb zukünftig als Grundlage für weitergehende Anwendungen dienen.
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Einfaches Alarmsystem fürs Zuhause
Mit einem Update der Xfinity-Internet-App führt der US-Konzern die Funktion "WiFi Motion" ein, die Bewegungen in Wohnungen erkennen und über die App melden kann. Für kompatible Router entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten für die Kunden, die den Standard-Router des Unternehmens in Verbindung mit ihrem Internet-Anschluss einsetzen.Die Technik nutzt Veränderungen des WLAN-Funksignals, die auftreten, wenn sich Personen oder andere Objekte zwischen dem Router und verbundenen Geräten bewegen. Zusätzliche Sensoren sind dafür nicht erforderlich. Comcast integriert die Funktion in seinen neuen Dienst Xfinity Shield, der für alle Kunden kostenlos angeboten wird. Neben WiFi Motion umfasst das Paket unter anderem einen erweiterten Schutz vor Online-Bedrohungen wie Schadsoftware und Phishing sowie verbesserte Funktionen zur Kindersicherung.
Nutzer können die Bewegungserkennung über die Xfinity-App aktivieren und wieder deaktivieren. Dafür stehen die Betriebsarten Home Watch, Away Watch und Dark Watch, mit denen sich die Wohnraumüberwachung nach verschiedenen Szenarien umsetzen lässt - etwa für übliche Abwesenheitszeiten der Bewohner oder die Schlafenszeit. Voraussetzung ist ein Xfinity-Gateway der Baureihe XB7 oder neuer.
Wi-Fi-Signale zur Bewegungserkennung einzusetzen, ist keine neue Idee. Unter anderem hatte Linksys bereits 2021 einen entsprechenden Dienst gestartet, später jedoch wieder eingestellt. Auch Wiz und Philips Hue haben Verfahren entwickelt, bei denen Funkwellen zur Erkennung von Bewegungen genutzt werden. Philips setzt dafür allerdings Zigbee statt WLAN ein. Comcast erklärt, die Algorithmen für WiFi Motion in den vergangenen drei Jahren weiterentwickelt und die Ungenauigkeiten früherer Systeme reduziert zu haben.
Weiterentwicklung läuft
Das Unternehmen sieht die Technik derzeit nicht als vollständigen Ersatz für klassische Sicherheitssysteme mit Kameras und physischen Sensoren. Für durchschnittliche Haushalte könne sie jedoch bereits ein grundlegendes Sicherheitsniveau bieten. Wer umfangreichere Funktionen benötigt, kann Xfinity Shield Select für 15 Dollar (etwa 14 Euro) pro Monat buchen. Darin enthalten sind unter anderem eine Innenkamera, ein Tür- beziehungsweise Fenstersensor, Cloud-Speicher für Aufnahmen und ein rund um die Uhr verfügbarer Notfallservice.Langfristig sieht Comcast weitere Einsatzmöglichkeiten für die Technik. Neben der Haussicherheit könnte sie beispielsweise dabei helfen, ältere Menschen in ihrem eigenen Zuhause zu unterstützen. Auch andere Unternehmen arbeiten an solchen Lösungen. Comcast zufolge könnte die Bewegungserkennung deshalb zukünftig als Grundlage für weitergehende Anwendungen dienen.
Zusammenfassung
- Der US-Provider Comcast macht Millionen Router zu Bewegungsmeldern
- Die neue Technik nutzt Veränderungen des WLAN-Signals durch Personen
- Integriert wird die Funktion WiFi Motion in das Paket Xfinity Shield
- Für die Nutzung ist ein Gateway der Baureihe XB7 oder neuer nötig
- Comcast hat die Algorithmen zur Erkennung drei Jahre lang verbessert
- Das System bietet Basisschutz, ein Upgrade kostet 15 Dollar im Monat
- Zukünftig könnte die Technik auch zur Seniorenbetreuung genutzt werden
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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