China-Konflikt eskaliert:
USA lassen Huawei-Finanzchefin verhaften
Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat wohl eine neue Eskalationsstufe erreicht: Im Zuge der Amtshilfe haben kanadische Behörden die Finanzchefin des chinesischen Telekommunikations-Ausrüsters Huawei festgenommen. Diese soll nun aufgrund des Vorwurfs von Sanktions-Verstößen an die Vereinigen Staaten ausgeliefert werden.
Meng Wanzhou gehört nicht nur dem Top-Management des Konzerns an, sondern ist auch die Tochter des Firmengründers Ren Zhengfei. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass der Vorgang die gerade erfolgten zaghaften Annäherungen in den jüngsten Verhandlungen wieder zunichte machen wird. Die Festnahme der Frau erfolgte immerhin ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als Donald Trump und Xi Jinping, die Präsidenten der USA und Chinas, während ihres Treffens in Buenos Aires zu Abend aßen, berichtete die New York Times.
Zuvor hatte man vereinbart, 90 Tage lang keine neuen Maßnahmen wie weitergehende Strafzölle einzuführen, um die Gespräche zwischen den beiden Ländern nicht zu behindern. Es ging dabei grundsätzlich bereits in eine Richtung, dass die USA auf eine Verschärfung der Zölle verzichten und China im Gegenzug seinen Markt ein wenig mehr für ausländische Unternehmen öffnet.
Die Festnahme der Huawei-Managerin erfolgte bereits am letzten Wochenende, wurde aber erst jetzt öffentlich bekannt. Die kanadischen Behörden gaben keine weiteren Auskünfte zu den Vorwürfen, auf denen die Aktion beruhte. Unter der Hand ist aber die Rede davon, dass der Haftbefehl von den USA mit Verstößen gegen Sanktionen begründet wird, die Washington gegen den Iran verhängt hat. Dies war vor einiger Zeit auch schon der Hebel, mit dem der Netzwerkausrüster ZTE kurz vor den Ruin gebracht wurde.
Zuvor hatte man vereinbart, 90 Tage lang keine neuen Maßnahmen wie weitergehende Strafzölle einzuführen, um die Gespräche zwischen den beiden Ländern nicht zu behindern. Es ging dabei grundsätzlich bereits in eine Richtung, dass die USA auf eine Verschärfung der Zölle verzichten und China im Gegenzug seinen Markt ein wenig mehr für ausländische Unternehmen öffnet.
Sanktionen nicht eingehalten
Die Ergebnisse der Arbeit der Diplomaten beider Seiten dürften nun aber erst einmal komplett hinfällig sein. Denn es ist schlicht nicht anzunehmen, dass China die Verhaftung der Managerin ohne weitere Reaktionen hinnehmen wird. Zumal es hier um ein Unternehmen geht, das in der Entwicklung der chinesischen IT-Branche eine zentrale Rolle spielt und das Land weltweit durch seine Beiträge zur Mobilfunk-Infrastruktur vertritt. Insofern muss den Verantwortlichen in den USA klar gewesen sein, dass sie kräftig an der Eskalations-Schraube drehen.Die Festnahme der Huawei-Managerin erfolgte bereits am letzten Wochenende, wurde aber erst jetzt öffentlich bekannt. Die kanadischen Behörden gaben keine weiteren Auskünfte zu den Vorwürfen, auf denen die Aktion beruhte. Unter der Hand ist aber die Rede davon, dass der Haftbefehl von den USA mit Verstößen gegen Sanktionen begründet wird, die Washington gegen den Iran verhängt hat. Dies war vor einiger Zeit auch schon der Hebel, mit dem der Netzwerkausrüster ZTE kurz vor den Ruin gebracht wurde.
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Christian Kahle
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