US-Irrsinn: Keine RTX 5090 ohne ID und signiertes Exportverbot mehr
An eine Nvidia GeForce RTX 5090 zu kommen, wird immer schwieriger. Ein erster US-Händler verlangt nun beim Kauf die Vorlage eines Ausweises, die Unterschrift unter einer Anti-Export-Erklärung sowie Auskunft über den Verwendungsort der Hardware.
So hat die Handelskette Micro Center offenbar damit begonnen, beim Verkauf einer GeForce RTX 5090 einen Blick auf die Ausweise der Käufer zu werfen sowie eine unterschriebene Erklärung zu verlangen, mit der die Kunden versichern, die Grafikkarte nicht ins Ausland zu exportieren.
Ein Mann hatte in Kalifornien einen Komplett-PC mit einer RTX 5090 erworben und berichtete darüber, dass er ein entsprechendes Formular ausfüllen sollte. Käufer müssen darauf ihren Namen, ihre Adresse und sogar den geplanten Einsatzort und -zweck der Hardware angeben.
Dieses Formular müssen Käufer einer RTX 5090 bei Micro Center momentan ausfüllen
Zuletzt griffen US-Behörden verstärkt gegen den Schmuggel durch. So wurden etwa drei Mitarbeiter des Hardware-Herstellers Supermicro verhaftet, darunter auch der Mitgründer Yih-Shyan L., weil sie Ausrüstung im Wert von 2,5 Milliarden Dollar (etwa 2,2 Milliarden Euro) illegal nach China verschifft haben sollen.
Würdet ihr für den Kauf einer Grafikkarte ein entsprechendes Formular ausfüllen und unterzeichnen? Für wie sinnvoll haltet ihr die Maßnahme? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren mit! Siehe auch:
- Ein US-Händler verlangt beim Kauf der RTX 5090 Ausweise und Erklärungen
- Kunden müssen schriftlich bestätigen, dass sie die Hardware nicht exportieren
- Neben persönlichen Daten werden auch der Einsatzort und Einsatzzweck erfasst
- Die Handelskette orientiert sich damit wohl an Richtlinien der US-Regierung
- Strengere Regeln sollen den GPU-Schmuggel nach China eindämmen
- Kritiker bezweifeln den Nutzen, weil Seriennummern nicht erfasst werden
Strenge Regeln für den Hardwarekauf
High-End-Grafikkarten sind ein knappes und entsprechend teures Gut. Aufgrund der Unsicherheit darüber, ob Hersteller Nvidia nächstes Jahr die RTX-60-Serie herausbringt, sind die aktuellen Modelle der 50er-Reihe noch gefragter. Gleichzeitig werden die GPUs nach China geschmuggelt, um sie dort bei der Entwicklung von KI einzusetzen. Der erste US-Händler stellt daher jetzt ganz besondere Anforderungen an Kunden, die eine der Karten kaufen möchten.So hat die Handelskette Micro Center offenbar damit begonnen, beim Verkauf einer GeForce RTX 5090 einen Blick auf die Ausweise der Käufer zu werfen sowie eine unterschriebene Erklärung zu verlangen, mit der die Kunden versichern, die Grafikkarte nicht ins Ausland zu exportieren.
Ein Mann hatte in Kalifornien einen Komplett-PC mit einer RTX 5090 erworben und berichtete darüber, dass er ein entsprechendes Formular ausfüllen sollte. Käufer müssen darauf ihren Namen, ihre Adresse und sogar den geplanten Einsatzort und -zweck der Hardware angeben.
No Export - No Exception
Laut VideoCardz orientiert sich der Händler offenbar an Richtlinien der US-Regierung, die seit Mai 2025 zusätzliche Prüfungen beim Verkauf von High-End-Chips empfehlen. Bereits im Oktober 2023 gab Nvidia bekannt, dass verschärfte US-Exportbeschränkungen auch die GeForce RTX 4090 betreffen. Sie sollen verhindern, dass Rechenleistung für KI nach China gelangt.
Dieses Formular müssen Käufer einer RTX 5090 bei Micro Center momentan ausfüllen
Zuletzt griffen US-Behörden verstärkt gegen den Schmuggel durch. So wurden etwa drei Mitarbeiter des Hardware-Herstellers Supermicro verhaftet, darunter auch der Mitgründer Yih-Shyan L., weil sie Ausrüstung im Wert von 2,5 Milliarden Dollar (etwa 2,2 Milliarden Euro) illegal nach China verschifft haben sollen.
Durchsetzung unklar
Im jetzigen Fall der Formulare von Micro Center gibt es jedoch starke Zweifel an der Sinnhaftigkeit. Wie ein Screenshot eines der Papiere zeigt, wird die Seriennummer der Grafikkarten nämlich nicht erfasst. Außerdem nutzen großangelegte Schmuggeloperationen längst andere Methoden. Letztlich dürfte die gesamte Aktion also nur für genervte Kunden sorgen, die jetzt sogar für den Kauf einer Grafikkarte ihre gesamten persönlichen Daten angeben müssen.Würdet ihr für den Kauf einer Grafikkarte ein entsprechendes Formular ausfüllen und unterzeichnen? Für wie sinnvoll haltet ihr die Maßnahme? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren mit! Siehe auch:
- Nvidia stellt wichtigen Sicherheits-Patch für ältere GeForce-GPUs bereit
- Nvidia plant Start der GeForce-RTX-60-Serie angeblich doch für H1/2027
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Thema:
Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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