Assange bekommt wieder Netz - wenn er Katze füttert und Bad putzt

Wikileaks, Julian Assange, Assange, Netzpolitik, Aktivist Bildquelle: Wikileaks
Der Wikileaks-Gründer Julian Assange könnte demnächst wieder den Internet-Zugang der ecuadorianischen Botschaft in London nutzen dürfen, in der er seit dem Jahr 2012 Asyl genießt. Voraussetzung dafür ist allerdings die Beachtung einiger Regeln, die eher an einen etwas hilflosen Erziehungsversuch von Eltern gegenüber einem Teenager erinnern. Das ecuadorianische Magazin Codigo Vidrio hat ein internes Papier veröffentlicht, in dem es um den weiteren Umgang mit dem Bewohner der kleinen diplomatischen Vertretung geht. Assange hatte sich im Jahr 2012 in diese geflüchtet, um sich dem Zugriff britischer Behörden zu entziehen. Seitdem wohnt er in der Botschaft, bei der es sich lediglich um eine größere Wohnung handelt.

Seitens der südamerikanischen Diplomaten ist man nicht mehr besonders glücklich mit der Situation. In der Öffentlichkeit bekannt wurden Reibereien, die aus der Internet-Nutzung Assanges resultierten. Immer wieder hatte er kontroverse Kommentare veröffentlicht, die letztlich auch die diplomatischen Beziehungen Ecuadors zu anderen Ländern belasteten. Als er im März auch noch die katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen bejubelte und Spanien darauf nicht gerade erfreut reagierte, wurde ihm der Zugang zum Botschafts-WLAN schlicht entzogen. Und eigentlich wäre man Assange am liebsten komplett los.

Regeln wie bei Mutti

Allerdings deutet sich jetzt etwas Entspannung an. So soll das neue Papier einige Regeln festschreiben, die man als notwendig ansieht, wenn der Wikileaks-Gründer weiter in der Botschaft wohnen will - und er kann sogar wieder einen Internet-Zugang bekommen. Erste Voraussetzung dafür ist natürlich die Zusage, dass er es zukünftig unterlässt, Inhalte zu posten, die sich negativ auf die diplomatischen Beziehungen zu anderen Staaten auswirken.

Die Mitarbeiter in der Botschaft wollen aber auch noch einige andere Punkte festlegen. So habe sich Assange zukünftig auch besser um seine Katze zu kümmern. Wenn er es nicht schafft, für "Wohlbefinden, Futter und Hygiene" des Tieres zu sorgen, werde diese in ein Tierheim gebracht, hieß es. Hinzu kommt, dass Assange sich ab dem 1. Dezember um die Kosten seines weiteren Aufenthalts zu kümmern habe - Essen und Kleidung soll er zukünftig selbst bezahlen. Und auch das Bad soll er endlich selbst saubermachen.

Assange flüchtete in die Botschaft, weil er befürchtete, dass ein schwedisches Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs sexueller Nötigung nur dazu dienen soll, seiner habhaft zu werden und ihn an die USA auszuliefern. Das Verfahren ist zwar seit einiger Zeit eingestellt, doch muss er auch in Großbritannien noch mit juristischen Problemen rechnen - denn dort hatte er mit der Flucht in die Botschaft die Auflagen verletzt, mit denen er aus der Abschiebehaft entlassen wurde.

Siehe auch: Jetzt wird's langweilig - Ecuador nimmt Assange den Netzzugang weg Wikileaks, Julian Assange, Assange, Netzpolitik, Aktivist Wikileaks, Julian Assange, Assange, Netzpolitik, Aktivist Wikileaks
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