Netflix-Konkurrenten sorgen für kräftigen, neuen Filesharing-Hype
Mit der Verfügbarkeit einer größeren Zahl von Streaming-Diensten und immer mehr Inhalten in deren Katalogen sollte die Nutzung von Filesharing-Netzen zur Verbreitung von Filmen und Serien eigentlich zurückgehen. Doch wie sich nun in der Realität herausstellt, ist ziemlich genau das Gegenteil der Fall.
Über mehrere Jahre hinweg zeigte sich in den Statistiken der Marktforscher von Sandvine, die regelmäßig Berichte zu der Entwicklung von Internet-Diensten und dem von ihnen verursachten Traffic herausgeben, das prognostizierte Bild: Netflix hatte Videos extrem leicht und legal verfügbar gemacht und mit dem Wachstum der Plattform ging gleichzeitig auch die Verbreitung von audiovisuellen Inhalten über BitTorrent zurück.
Im Jahr 2011 entfiel beispielsweise noch etwas mehr als die Hälfte (52,01 Prozent) des gesamten Upstream-Traffics im Netz auf BitTorrent. Der Wert war 2015 dann bereits auf 26,83 Prozent eingebrochen. Viele Nutzer schalteten ihre Torrent-Clients, die immer auch das Risiko eines teuren Kontakts mit Anwälten der Medienindustrie bargen, ab und wechselten zu Netflix, um Filme und Serien zu schauen.
Doch wie die Marktforscher nun mitteilten, hat sich der Trend umgekehrt. Überall steigt der Upstream-Anteil von BitTorrent-Verbindungen wieder an - am stärksten dabei in der EMEA-Region (Europa, mittlerer Osten und Afrika), wo bereits 32 Prozent des hochgeladenen Datenverkehrs wieder auf das Filesharing entfallen.
Denn um sich von den Wettbewerbern abzuheben, setzen die Dienste auf diverse Eigenproduktionen. Und diese sind auch noch oft genug sehr gut. Nur die wenigsten User wollen allerdings Abos von mehreren Streaming-Anbietern gleichzeitig buchen. Die Medienbranche hat sich also ein altes Problem in neuer Form zurückgeholt: Waren es früher unterschiedliche Release-Termine, die die Verbreitung der aktuellen Inhalte ordentlich ankurbelten, ist es heute die Tatsache, dass sich die Verbreitung nicht mehr auf einzelne Regionen, sondern auf einzelne Anbieter beschränkt. Die Folge ist eigentlich logisch: Immer mehr Nutzer entsinnen sich auf ihre einstigen Bezugsquellen und fahren die Torrent-Clients wieder hoch.
Siehe auch: Star Trek macht Game of Thrones im Torrent schnell Konkurrenz
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Im Jahr 2011 entfiel beispielsweise noch etwas mehr als die Hälfte (52,01 Prozent) des gesamten Upstream-Traffics im Netz auf BitTorrent. Der Wert war 2015 dann bereits auf 26,83 Prozent eingebrochen. Viele Nutzer schalteten ihre Torrent-Clients, die immer auch das Risiko eines teuren Kontakts mit Anwälten der Medienindustrie bargen, ab und wechselten zu Netflix, um Filme und Serien zu schauen.
Doch wie die Marktforscher nun mitteilten, hat sich der Trend umgekehrt. Überall steigt der Upstream-Anteil von BitTorrent-Verbindungen wieder an - am stärksten dabei in der EMEA-Region (Europa, mittlerer Osten und Afrika), wo bereits 32 Prozent des hochgeladenen Datenverkehrs wieder auf das Filesharing entfallen.
Es wird wieder komplizierter
Und das ist nach Ansicht der Sandvine-Experten eine direkte Folge der Weiterentwicklung des Streaming-Marktes. Denn anfangs erweckte der Netflix-Aufstieg den Anschein, dass die Anwender bald einen einfachen und legalen Zugang zu allen möglichen Inhalten bekommen. Inzwischen sind aber mehrere starke Konkurrenten hinzugekommen und die ganze Sache wird einfach nur wieder komplizierter.Denn um sich von den Wettbewerbern abzuheben, setzen die Dienste auf diverse Eigenproduktionen. Und diese sind auch noch oft genug sehr gut. Nur die wenigsten User wollen allerdings Abos von mehreren Streaming-Anbietern gleichzeitig buchen. Die Medienbranche hat sich also ein altes Problem in neuer Form zurückgeholt: Waren es früher unterschiedliche Release-Termine, die die Verbreitung der aktuellen Inhalte ordentlich ankurbelten, ist es heute die Tatsache, dass sich die Verbreitung nicht mehr auf einzelne Regionen, sondern auf einzelne Anbieter beschränkt. Die Folge ist eigentlich logisch: Immer mehr Nutzer entsinnen sich auf ihre einstigen Bezugsquellen und fahren die Torrent-Clients wieder hoch.
Siehe auch: Star Trek macht Game of Thrones im Torrent schnell Konkurrenz
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