P2P-Filesharing: Kaum mehr beachtet - aber immer noch sehr stark
Das klassische Filesharing über Peer-to-Peer-Netzwerke (P2P) ist weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. Allerdings ist es keineswegs so, dass seine Bedeutung zurückgegangen ist und die Streaming-Portale als Nachfolger eine dominierende Rolle spielen. Das zumindest zeigt eine aktuelle Untersuchung.
In Auftrag gegeben wurde die Erstellung eines Lagebildes von dem Unternehmen Irdeto, das sich selbst auf die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen im Internet spezialisiert hat, wie das Magazin TorrentFreak berichtet. Entsprechend sind die Daten etwas mit Vorsicht zu genießen, allerdings dürfte es für das Unternehmen nur formale Unterschiede machen, ob man nun im Auftrag der Rechteinhaber gegen Torrent-Plattformen oder Streaming-Seiten vorgeht.
Laut den ausgewerteten Daten ist es keineswegs generell so, dass Streaming-Angebote die heutige Situation komplett bestimmen. Noch immer sind P2P-Angebote - und hier natürlich in erster Linie BitTorrent - stark vertreten. In einigen Ländern machen sie sogar auch die Mehrzahl der Aktivitäten bei der Verbreitung von geschützten Inhalten aus.
Anders sieht es hingegen in Deutschland aus, wo die Rechtslage der Medienindustrie einen viel stärkeren Verfolgungsdruck ermöglichte. Immerhin konnten hier jeweils schnell mal tausende Nutzer mit simplen Abmahn-Serienbriefen zur Kasse gebeten und abgeschreckt werden - eine Option, die es in vielen anderen Ländern nicht gibt. Das führte dazu, dass 88 Prozent der Nutzer zu den Streaming-Plattformen gehen. Diese dominieren auch in den USA, Frankreich, Spanien und verschiedenen anderen Ländern.
Siehe auch: Man glaubt's kaum: Zahl der Filesharing-Klagen auf Rekord-Niveau
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Laut den ausgewerteten Daten ist es keineswegs generell so, dass Streaming-Angebote die heutige Situation komplett bestimmen. Noch immer sind P2P-Angebote - und hier natürlich in erster Linie BitTorrent - stark vertreten. In einigen Ländern machen sie sogar auch die Mehrzahl der Aktivitäten bei der Verbreitung von geschützten Inhalten aus.
Teils sogar dominant
In Russland beispielsweise ist von den Streaming-Portalen nicht viel zu sehen. Zu diesen gehen nur gut 2 Prozent des Traffics in dem Problembereich. Hier sind die P2P-Netzwerke also weiterhin die bestimmende Art, Inhalte zwischen den Anwendern hin und her zu schieben. Aber auch in Australien, den Niederlanden und Indien haben diese Plattformen weiterhin die führende Rolle inne.Anders sieht es hingegen in Deutschland aus, wo die Rechtslage der Medienindustrie einen viel stärkeren Verfolgungsdruck ermöglichte. Immerhin konnten hier jeweils schnell mal tausende Nutzer mit simplen Abmahn-Serienbriefen zur Kasse gebeten und abgeschreckt werden - eine Option, die es in vielen anderen Ländern nicht gibt. Das führte dazu, dass 88 Prozent der Nutzer zu den Streaming-Plattformen gehen. Diese dominieren auch in den USA, Frankreich, Spanien und verschiedenen anderen Ländern.
Siehe auch: Man glaubt's kaum: Zahl der Filesharing-Klagen auf Rekord-Niveau
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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