IOC-Chef Thomas Bach schließt "Killerspiele" bei Olympia aus

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, hat die jüngst wiedererstarkten Hoffnungen von E-Sport-Freunden auf eine Zulassung bei den Olympischen Spielen ziemlich klar ausgedämpft. Der Deutsche sagte, dass Spiele so lange nicht teilnehmen können, solange sie für "Gewalt und Diskriminierung" werben.
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E-Sport und Olympia ist seit Jahren ein Thema, das intensiv diskutiert wird. Zuletzt gab es einigermaßen berechtigte Hoffnungen, dass es auch beim Gaming in absehbarerer Zukunft um Gold, Silber und Bronze gehen könnte. Doch Bach machte diese Hoffnungen in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Associated Press zunichte.

Denn Bach schloss im Prinzip aus, dass E-Sport in seiner derzeitigen Form oder Gesamtheit bei den Olympischen Spielen zugelassen wird. "Wir können im Olympischen Programm kein Spiel haben, das Gewalt und Diskriminierung propagiert", sagte Bach. Er präzisierte seine Aussage und meinte, dass es ihm um "sogenannte Killer-Spiele" gehe. "Diese stehen aus unserer Sicht im Widerspruch mit den Olympischen Werten und können deshalb nicht akzeptiert werden."


Kampfsport als (hinkender) Vergleich

Der ICD-Chef, selbst ein ehemaliger Fechter, versuchte Unterschiede darzustellen: "Natürlich hat jeder Kampfsport seine Ursprünge in echten Kämpfen zwischen Menschen. Aber Sport ist eine zivilisierte Ausdrucksform davon. Wenn man Spiele hat, in denen es um das Töten von Menschen geht, kann das nicht in eine Linie mit den Olympischen Werten gebracht werden."

Bei den Asienspielen war E-Sport erstmals als Demonstrations-Event zugelassen, in vier Jahren könnte es in Asien sogar offiziell um Medaillen gehen. Die Veranstalter der Spiele, die in Jakarta, der Hauptstadt Indonesiens, stattfanden, haben übrigens den Opfern des jüngsten Amoklaufes in Jacksonville ihr Beileid ausgesprochen. Diese Tat ist bei einem E-Sport-Event zum Football-Spiel Madden NFL passiert. Doch die Organisatoren der Asienspiele gaben nicht dem EA-Titel die Schuld, sondern meinten, dass die lockeren US-Waffengesetze dafür verantwortlich seien.
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