Microsoft-Geschäft: Der normale Anwender wird gar nicht vernachlässigt

Microsoft, Redmond, Campus, Headquarter Bildquelle: Getty Images / Microsoft Presse
Microsoft hat sich unter der Führung von Konzernchef Satya Nadella rasant zu einer sehr starken Wirtschaftsmacht entwickelt, was in den vorhergehenden Jahren der Stagnation kaum zu erwarten war. Und jetzt knackten die Redmonder erstmals auch die fast schon magische Umsatzmarke von 100 Milliarden Dollar im Jahr. Geschafft wurde dies, nachdem das Unternehmen seine Einnahmen im jüngst abgeschlossenen Quartal um weitere 17 Prozent auf 30,1 Milliarden Dollar gesteigert hatte. Die Grundlage dafür bildete auch der Mut Nadellas, nicht zwanghaft an alten Modellen festzuhalten. Einst bildete Windows den klaren Kern des Geschäftes bei Microsoft. Heute ist das Betriebssystem in immer stärkerem Maße nicht mehr der Mittelpunkt, sondern nur noch ein Werkzeug, um die eigene Cloud-Plattform weiter zu befeuern.

Und das bringt enorme Erfolge mit sich: Auf dem extrem schnell wachsenden Cloud-Markt sind es längst nicht mehr mehrere große Anbieter, die sich ein Rennen liefern. Microsoft und Amazon stehen hier als Duo unangefochten und ziemlich allein an der Spitze. Selbst andere große Anbieter wie Google kommen nicht ansatzweise in ähnliche Dimensionen. Und es geht dabei immer weiter. Im letzten Jahresviertel kletterten die Einnahmen Microsofts in der Commercial Cloud-Sparte um 53 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. Microsoft-Umsatz 4Q18Umsatzentwicklung (in Milliarden Dollar)

Wachstum in allen Bereichen

Angesichts der enormen Entwicklung des Business-Geschäfts mit den großen und lukrativen Cloud-Kunden dürfte sich einmal mehr das Gefühl breit machen, Microsoft würde zunehmend den einzelnen Anwender vernachlässigen. Das dem aber nicht so ist, zeigen auch die entsprechenden Sparten eindrucksvoll.

Die Personal Computing-Gruppe, in der unter anderem die Windows-Lizenzierung an normale PC-Nutzer, die Spiele-Sparte und die Surface-Systeme zusammengefasst sind, kletterte im vergangenen Jahresviertel auf einen Umsatz von 10,81 Milliarden Dollar, was immerhin 17 Prozent mehr als im Vorjahrszeitraum sind. Die Surface-Serie brachte dabei 25 Prozent mehr ein und das Gaming-Segment sogar 39 Prozent - was insbesondere auch auf Effekte durch verschiedene zugkräftige Gaming-Titel von Drittherstellern zurückzuführen ist.

All das Wachstum - insbesondere auch der notwendige Aufbau von neuen und leistungsstärkeren Cloud-Datenzentren - erfordert natürlich auch hohe Investitionen. Trotzdem ist Microsoft weiterhin hochprofitabel. Unter dem Strich stand dann eine Steigerung des Nettogewinns von 8,1 Milliarden auf nun 8,87 Milliarden Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr wurde ein Umsatz von 110,4 Milliarden und ein Gewinn von 30,3 Milliarden Dollar ausgewiesen.

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