Googles neue Online-Speicher-Tarife sind Kampfansage an OneDrive
Microsoft wird sich ziemlich strecken müssen, um angemessen auf Googles neuen Cloud-Storage zu reagieren. Denn was der Suchmaschinenkonzern jetzt unter dem neuen Namen "Google One" ankündigte, ist bei der Preisgestaltung eine klare Kampfansage an das Online-Speicher-Produkt der Redmonder.
Das gilt insbesondere für die kleineren Tarife, bei denen die beiden Anbieter sich bisher im Grunde auf Augenhöhe bewegten. Das ist nun allerdings vorbei. Denn wer lieber gar nichts zahlen will, bekommt bei Google schonmal die dreifache Kapazität zum gleichen Preis geboten, für einen kleinen monatlichen Basis-Betrag gibt es immerhin das Doppelte.
Schwieriger wird es allerdings beim Vergleich der darüberliegenden Stufen. Google bietet hier in Google One auch Kapazitäts-Schritte an, die so bei Microsoft gar nicht zu finden sind. Im Terabyte-Bereich sieht die Sache dann wieder ganz anders aus: Hier bekommt man bei Microsoft nur viel Cloud-Speicher, wenn man Office 365 im Jahresabo kauft. Und für den Preis des Jahresabos bekommt man dann bei Google jeweils die doppelte Menge an Speicherplatz, was dann durch monatliche Preise aber teurer ist. Hier muss man sich also entscheiden, was letztlich benötigt wird.
Die neue Tarifstruktur bei Google ist also durchaus als klare Kampfansage im Massenmarkt zu verstehen. Auch wenn man hier sicher weit von einer beispielhaften Auseinandersetzung um Speicherplatz in frühen Zeiten entfernt ist. Vor inzwischen fast 20 Jahren war Microsofts Hotmail der klare Marktführer unter den Webmailern. Hier hatten Gratis-Nutzer allerdings nur 2 Megabyte Speicherplatz für ihre Nachrichten inklusive. Da war es für Google keine größere Kunst, mit dem Start von Gmail inklusive der damals riesigen Speicherkapazität von 1 Gigabyte pro Gratis-Account ordentlich auf Kundenfang zu gehen.
Download OneDrive - Zugang zu Microsofts Cloud-Speicher
Schwieriger wird es allerdings beim Vergleich der darüberliegenden Stufen. Google bietet hier in Google One auch Kapazitäts-Schritte an, die so bei Microsoft gar nicht zu finden sind. Im Terabyte-Bereich sieht die Sache dann wieder ganz anders aus: Hier bekommt man bei Microsoft nur viel Cloud-Speicher, wenn man Office 365 im Jahresabo kauft. Und für den Preis des Jahresabos bekommt man dann bei Google jeweils die doppelte Menge an Speicherplatz, was dann durch monatliche Preise aber teurer ist. Hier muss man sich also entscheiden, was letztlich benötigt wird.
| Preisstufe | Google One | Microsoft OneDrive |
| Gratis | 15 GB | 5 GB |
| 1,99 Dollar | 100 GB | 50 GB |
| 2,99 Dollar | 200 GB | - |
| 9,99 Dollar | 2 TB | - |
| 69,99 Dollar | - | 1 TB (1 Jahr, mit Office 365) |
| 99,99 Dollar | 10 TB | 5 TB (1 Jahr, mit Office 365) |
| 199,99 Dollar | 20 TB | - |
| 299,99 Dollar | 30 TB | - |
| Google One | OneDrive kaufen |
Gruppen-Nutzung bringt viel
Die Angaben sind hier noch komplett in Dollar gehalten, da Google noch keine offiziellen Euro-Preise für seine Tarife bekannt gegeben hat. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass sich die Preise im Grunde Eins-zu-Eins übersetzen lassen. Google One bietet in der neuen Version über den Preis hinaus auch den Vorteil, dass mit einem Storage-Konto mehrere Accounts verbunden werden können. So kann sich beispielsweise eine Familie einen gemeinsamen Speicher im Netz teilen. Bei Microsoft ist das so nicht ohne Weiteres möglich.Die neue Tarifstruktur bei Google ist also durchaus als klare Kampfansage im Massenmarkt zu verstehen. Auch wenn man hier sicher weit von einer beispielhaften Auseinandersetzung um Speicherplatz in frühen Zeiten entfernt ist. Vor inzwischen fast 20 Jahren war Microsofts Hotmail der klare Marktführer unter den Webmailern. Hier hatten Gratis-Nutzer allerdings nur 2 Megabyte Speicherplatz für ihre Nachrichten inklusive. Da war es für Google keine größere Kunst, mit dem Start von Gmail inklusive der damals riesigen Speicherkapazität von 1 Gigabyte pro Gratis-Account ordentlich auf Kundenfang zu gehen.
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Christian Kahle
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