Steiler SpaceX-Raketenstart brachte GPS großflächig durcheinander
Eine relativ ungewöhnliche Flugbahn einer Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX hat zu verschiedenen seltsamen Effekten geführt. Unter anderem war in Teilen der USA das GPS-Signal so stark abgelenkt, dass es bei der Standortbestimmung Ungenauigkeiten von bis zu einem Meter gab, wie eine tiefergehende Untersuchung nun herausarbeitete.
Der etwas problematische Start erfolge Ende August letzten Jahren von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien. Eine Falcon 9-Rakete transportierte dabei den Satelliten Formosat-5 in den Orbit. Das System stammt von der taiwanischen Raumfahrtagentur und dient der Erdbeobachtung, SpaceX hatte hier im Rahmen eines entsprechenden Auftrags den Start übernommen.
In der Regel heben Raumfahrtzeuge zwar senkrecht ab, kippen dann aber zunehmend auf eine Flugbahn in Richtung des östlichen Horizonts und steigen so eher gemächlich auf ihren angedachten Orbit hinauf. Das lässt sich bei Video-Übertragungen stets recht gut beobachten. Das Ziel des Formosat-5 sorgte aber dafür, dass die Rakete sich nahezu senkrecht von der Erde entfernte.
Laut den nun veröffentlichten Untersuchungsergebnissen handelte es sich letztlich um die größte bisher verzeichnete Störung dieser Art. Die Erschütterung der Ionosphäre wirkte für einige Zeit wie ein Loch mit 900 Kilometern Durchmesser, in dem Funksignale abgelenkt wurden. Die Sache selbst und die damit einhergehenden GPS-Störungen haben keine so großen Ausmaße, dass erhebliche Schwierigkeiten zu erwarten wären - beim nächsten Mal sollten sich die Betreiber des Navigationssystems und auch andere, die in Kontakt mit Präzisionsinstrumenten im Weltall stehen, besser auf einen solchen Start einstellen.
In der Regel heben Raumfahrtzeuge zwar senkrecht ab, kippen dann aber zunehmend auf eine Flugbahn in Richtung des östlichen Horizonts und steigen so eher gemächlich auf ihren angedachten Orbit hinauf. Das lässt sich bei Video-Übertragungen stets recht gut beobachten. Das Ziel des Formosat-5 sorgte aber dafür, dass die Rakete sich nahezu senkrecht von der Erde entfernte.
Überschall-Druckwelle
Im Ergebnis durchstieß sie dann bereits mit Überschallgeschwindigkeit punktförmig die Ionosphäre und sorgte dafür, dass sich eine kreisförmige Schockwelle in dieser Atmosphärenschicht ausbreitete. Während die herkömmlichen Raketenstarts keine größeren Folgen haben, sorgte dieser Sonderfall hingegen dafür, dass die Signale der GPS-Satelliten durch die geladenen Teilchen in dem Bereich recht ungünstig abgelenkt wurden.Laut den nun veröffentlichten Untersuchungsergebnissen handelte es sich letztlich um die größte bisher verzeichnete Störung dieser Art. Die Erschütterung der Ionosphäre wirkte für einige Zeit wie ein Loch mit 900 Kilometern Durchmesser, in dem Funksignale abgelenkt wurden. Die Sache selbst und die damit einhergehenden GPS-Störungen haben keine so großen Ausmaße, dass erhebliche Schwierigkeiten zu erwarten wären - beim nächsten Mal sollten sich die Betreiber des Navigationssystems und auch andere, die in Kontakt mit Präzisionsinstrumenten im Weltall stehen, besser auf einen solchen Start einstellen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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