Intel-Prozessoren: Nächste Security-Katastrophe ist im Anmarsch
Den Chiphersteller Intel plagt aktuell möglicherweise eine folgenschwere Sicherheitslücke. Dabei handelt es sich um einen Fehler im Design, der Änderungen an den Kernels von Linux, Windows und Co. erforderlich macht. Beim Open-Source-OS wurde dieser schon (in einem ersten Schritt) angesprochen, Microsoft will das bei einem kommenden Patch-Day nachholen.
Die Intel Management Engine (Intel ME) gerät nicht zum ersten Mal in die Negativschlagzeilen, doch das Thema kommt nicht zur Ruhe. Aktuell berichtet unter anderem The Register (via Born City) über ein Problem, das aus Gründen der Sicherheit zum Großteil unter Verschluss gehalten wird.
Problematisch dabei ist jedoch, dass Software-Fixes eine massive Workload-Bremse darstellen. Betroffen sind auch Virtualisierungen wie Amazon EC2 und Google Compute Engine, was die diversen Software-Anbieter betrifft, so sind laut Computer Base auch macOS und andere Betriebssysteme betroffen.
Bekannt wurde das aber als erstes über Linux, was am offenen Modell des OS liegt. Bei Linux wurde intensiv am Virtual-Memory-Subsystem geschraubt, man legte dabei auch einiges an Eile an den Tag, was nur ein weiterer Hinweis auf die Schwere der Lücke ist.
Unbestätigten Berichten zufolge kann eine Intel-CPU dazu gebracht werden, Speicherbereiche bzw. Prozesse zu laden und zu erlauben, ohne sonst erforderliche Sicherheitsschritte durchzuführen. Dabei stellt auch ein als Rowhammer bekannter Angriff ein mögliches Szenario dar, diese ist bisher vor allem von Android her bekannt.
Die Auswirkungen der Lücke bzw. ihre tatsächliche Tragweite sind derzeit nicht abzusehen, denn neben den CPUs der x86-Architektur, die zu Hause oder in Büros stehen, sollte man auch Cloud- und Server-Rechner nicht vergessen. Intel hat sich dazu noch nicht geäußert. Besitzer von AMD-Prozessoren können beruhigt sein, sie sind nicht davon betroffen.
Update 04.01.2018: Mittlerweile ist klar, dass die Meltdown und Spectre getauften Lücken nichts mit Intel ME zu haben, schwerwiegend sind sie aber trotzdem. Alle neuen Entwicklungen haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.
Siehe auch:
Hardware ist schuld
Das Schwerwiegende dabei: Eine vollständige Behebung ist nur im Zuge von Hardware-Änderungen möglich, was dauern dürfte, wenn es denn überhaupt zeitnah möglich ist. Bis auf Weiteres will man Software-seitig dagegen vorgehen, sodass man das Problem zumindest abschwächen bzw. die Folgen eindämmen kann. Bei Linux ist das vor kurzem durchgeführt worden, beim NT-Kernel von Windows sind bereits Mitte November erste Schritte durchgeführt worden.Problematisch dabei ist jedoch, dass Software-Fixes eine massive Workload-Bremse darstellen. Betroffen sind auch Virtualisierungen wie Amazon EC2 und Google Compute Engine, was die diversen Software-Anbieter betrifft, so sind laut Computer Base auch macOS und andere Betriebssysteme betroffen.
Bekannt wurde das aber als erstes über Linux, was am offenen Modell des OS liegt. Bei Linux wurde intensiv am Virtual-Memory-Subsystem geschraubt, man legte dabei auch einiges an Eile an den Tag, was nur ein weiterer Hinweis auf die Schwere der Lücke ist.
Unbestätigten Berichten zufolge kann eine Intel-CPU dazu gebracht werden, Speicherbereiche bzw. Prozesse zu laden und zu erlauben, ohne sonst erforderliche Sicherheitsschritte durchzuführen. Dabei stellt auch ein als Rowhammer bekannter Angriff ein mögliches Szenario dar, diese ist bisher vor allem von Android her bekannt.
Die Auswirkungen der Lücke bzw. ihre tatsächliche Tragweite sind derzeit nicht abzusehen, denn neben den CPUs der x86-Architektur, die zu Hause oder in Büros stehen, sollte man auch Cloud- und Server-Rechner nicht vergessen. Intel hat sich dazu noch nicht geäußert. Besitzer von AMD-Prozessoren können beruhigt sein, sie sind nicht davon betroffen.
Update 04.01.2018: Mittlerweile ist klar, dass die Meltdown und Spectre getauften Lücken nichts mit Intel ME zu haben, schwerwiegend sind sie aber trotzdem. Alle neuen Entwicklungen haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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