WSL: Microsoft zeigt Zugriff auf Linux-Dateien über den Datei Explorer

Microsoft bringt in die kommenden Windows 10-Feature-Updates eine Reihe an Verbesserungen für das Windows Subsystem for Linux (WSL). Dazu gehört unter anderem, dass man bald einfacher von Windows aus auf Linux-Dateien zugreifen kann. ... mehr... Microsoft, Linux, Shell, Powershell, Bash Bildquelle: Microsoft Microsoft, Linux, Shell, Powershell, Bash Microsoft, Linux, Shell, Powershell, Bash Microsoft

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Jetzt mal als WSL-Newbie... Ist es möglich, in ein WSL Debian ganz normal MySQL, PHP und Apache zu installieren? Besteht damit die Möglichkeit, einen vollständig funktionierenden Webserver zu betreiben, der halt nicht auf IIS sondern auf Apache aufbaut, mit allen Vorteilen wie Cron-Jobs, usw?

Kann man dem WSL ne eigene IP-Adresse zuweisen? Also im Endeffekt ein virtueller Linux RootServer auf einem Windows-System? Wie funktioniert das Dateisystem bei WSL? Kann ich Partitionen einer physischen Festplatte einem WSL zuteilen?
 
@Hanni&Nanni: ja zu Absatz eins. Nein zu Absatz zwei. Wen. Du einen virtuellen root haben willst installieren dir hyper-v und einen virtuellen Server.
 
@Hanni&Nanni: WSL ist keine virtuelle Maschine. Du kannst dort Apache und Co. installieren und laufen lassen. Sie laufen allerdings in deinem System selber, nicht als virtueller Server. Das Dateisystem des Linux liegt quasi in einem Unterordner des Windows Dateisystems. Insofern werden auch die IP Adressen genutzt, die dein System hat und es werden keine eigenen Adressen zugeordnet.
An sich ist die ganze Geschichte bisher noch nicht wirklich für Serverdienste gedacht, sondern eher zur Verwaltung und Entwicklung.
Wenn du ein Debian zur Nutzung von Apache, PHP und MySQL brauchst, dann installier halt ein Debian. Wozu da WSL?
 
@Hanni&Nanni: Was haben Cron-Jobs mit Apache zu tun? Soweit ich weiß ist dafür (unter Linux) immer noch der Cron-Daemon oder crond zuständig. (daher auch der Name Cronjob) Unter Windows gibt es dafür die Aufgabenplanung, oder man installiert sich halt selbst einen anderen Cron-Dienst. Mit dem Webserver (d.h. IIS oder Apache) hat das soweit ich weiß recht wenig zu tun.
 
@Hanni&Nanni: Mich beschleicht bei diesem WSL der Eindruck von Frickelkram. Wenn man zum Rumspielen mit wenig Aufwand und Ahnung einen Linux Webserver aufsetzen will, kann man auch z.B. unter VirtualBox eine virtuelle Maschine erstellen und darauf eine Debian oder Mint (etc.) Standardinstallation durchrauschen lassen.
Dann installiert man da das auch für Anfänger recht gut und knackig beschriebene XAMPP mit Apache, PHP und SQL und schon ist man grob startklar. Dann noch etwas die XAMPP FAQs durchgucken.
 
@Hanni&Nanni: Warum nicht gleich ein Debian nehmen, brauchst doch dann kein Windows für.
 
Vor 5-8 Jahren noch undenkbar gewesen, dass sich Microsoft mit Linux auseinander setzen tut bzw. muss. Mitterweile ließt man ja mehrmals monatlich, selbst hier auf Winfuture Themen über Linux.
Wenn ich da noch an den Steve Ballmer denke, der Linux als Krebsgeschwür bezeichnetet und gegen Linux wetterte, so kann man nach dem heutigen Standpunkt sagen, dass die Interesse an Linux bzw. OpenSource nicht nur bei Firmen wie Microsoft weiter zunimmt.
 
@ContractSlayer: Wäre unter Gates genauso undenkbar gewesen..
Von daher kann man nicht wissen, ob Ballmer früher oder später den gleichen Schritt gemacht hätte.
 
@ContractSlayer: Mittlerweile freut man sich halt ganz ideologiefrei über jeden zahlenden Kunden.

Abgesehen davon freuen die sich mittlerweile auch darüber, dass jetzt andere sich peinliche Fragen zum Monopolmißbrauch stellen müssen und man selber etwas aus der Schusslinie ist ;-)
 
Warum dann überhaupt noch Windows? Dann installier ich mir doch gleich lieber Linux :)
 
@PitBrett: bei Linux fehlt dir Windows... bei Windows hingegen fehlt dir Linux eben nicht ;-)
 
@bear7: für mich ist es eher andersherum ;)
 
Ich dachte, jetzt kommt irgendwas wie Zugriff über ssh/sftp bzw. ext2/3/4 ... aber es ist nur eine Verknüpfung und ein paar Systemvariablen, wie man sie auch in der aktuellen Windows-Version einrichten könnte.
 
@Der_da: Eben nicht, hier kommt auch ein 9P-Dateiserver ins Spiel.
 
und das geht nicht als eigenes laufwerk im normalen explorer?
 
@freakedenough: Doch, aber dann werden Linux-Dateiattribute nicht berücksichtigt, mit dieser neuen Lösung schon.
 
@adrianghc: mit nem ordentlichen ext treiber und flexiblerem eigenschaften dialog wäre das sehr wohl möglich
 
Ich checks nicht. Geht jetzt ext2 bis 4 oder nicht? Gehen noch andere? Revolutionär wäre übrigens eine FAT32 Formatierung für große Laufwerke :P
 
@mgutt: "FAT32 Formatierung für große Laufwerke" ? Mehr als 2TB Partition und vor allem 4GB pro Datei ist da nicht drin. Außer du abstrahierst zu exFAT.
 
@DRMfan^^: 16TiB mit entsprechender Sektor und Clustergröße, wenn man hauptsächlich Dateien deren größe durch 64 KiB teilbar ist erwartet verschwendet man nicht mal allzuviel Platz... ^^ Und 256 GiB pro Datei mit FAT32+, wenn man irgendwo was findet das FAT32+ auch unterstützt...
 
@James8349: Und der nutzen davon wäre was? Fat32 ist deswegen sinnvoll gewesen, weil es gut zum Datenaustausch ist (Mac, Unix/Linux, Windows ...)

Will man ein System haben, was nirgends kompatibel ist, wie wäre es mit APFS? oder ReFS? ....
 
@DRMfan^^: 16 TiB formatieren ist generell in den FAT32 Specs. FAT32+ ist abwärtskompatibel, was lesen angeht. Auch was Dateien größer als 4 GB betrifft. Schreiben/Änderungen bei Dateien über 4 GB nicht und Datenträgerkorrekturprogramme a lá chkdsk/scandisk sollte man auch meiden wenn sie nicht für FAT32+ ausgelegt sind. Unter 4 GB funktioniert alles wie gehabt.
 
@James8349: Die größe der Pointer ist doch das Problem. Wenn die Pointer höhere Werte annehmen, als der Wertebereich zulässt. kommt es zu einem Overflow - wie soll da das Lesen abwärtskompatibel sein (und das Schreiben nicht) ?
Wie soll ein FAT32-Treiber überhaupt erkennen, dass es FAT32+ ist, was er da sieht, und dass er lieber nicht drauf schreibt/repariert/... - wenn es FAT32 zur Entstehungszeit des Treibers nicht gab?! ...
 
@DRMfan^^: Der Treiber selbst erkennt nicht das es FAT32+ ist, da muss der User für sorge tragen keine Dateien größer als 4 GB zu bearbeiten...

Und wie das lesen funktioniert, aber das schreiben nicht... Etwa so: Die größe die im Verzeichnis-Eintrag gespeichert wird ist auf 4 GiB - 1 byte begrenzt, deswegen kann ein FAT32-Treiber keine größere Datei erstellen (und zeigt auch nicht an ob sie größer ist). FAT32+ nutzt zusätzlich dazu 6 weitere Bits aus den NT-reservierten Byte. 2 Bits daraus werden gelegentlich von NT benutzt, die anderen 6 nicht. Damit können kompatible Systeme auch die korrekte Größe anzeigen.

Es wird aber immer nur die Position des ersten Clusters gespeichert und dann ab dort gelesen und zwar bis zur EOC (end of cluster-chain). Sequentielles lesen geht also problemlos. Seek nur unter 4 GB. Klar hat man Nachteile damit Aber das runterkopieren sollte in den allermeisten Fällen problemlos gehen. Nur für das draufkopieren braucht man eben etwas das FAT32+ unterstützt. FreeDOS etwa.
 
Betrifft das nur den (virtuellen) Root des WSL oder kann man dann auch alle anderen Partitionen nutzen? (Festplatten, USB-Sticks...)
 
Was für einen Neuigkeit!
Windows wird bald auf Linux-Dateien zugreifen können!
Ähm auch nicht richtig: man soll im WSL den Explorer anrufen können?

Ich konnte schon vor 10 Jahren ein ext3 Dateisystem in Windows einbinden und ein NTFS Dateisystem in Linux einbinden.

Es gab sogar ein AndLinux System, bei dem Apps aus beide Betriebsysteme auf einem Desktop liefen.
 
@rin67630: Es geht hier nicht um einen Dateisystemtreiber.
 
Hat Microsoft hier wirklich Ext2Fsd (Windows file system driver for the Ext2, Ext3, and Ext4) in schlecht nachgebaut oder begreife ich grade das Besondere an dieser Entwicklung nicht?
 
@erso: Zweites. Es geht um ein lauffähiges Linux-System unter Windows, nicht um einen Treiber für ein Dateisystem.
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