Limux: ARD-Bericht sieht eher politische Gründe für Pro-Microsoft-Kurs

Die gerade wieder neu aufgekochte Debatte um das Münchner Limux-Projekt hat weitaus größere Dimensionen als nur die Frage, ob letztlich nun Microsoft-Produkte oder freie Software preiswerter und produktiver sind. Das zeigte die ARD gestern mit einer ... mehr... Linux, München, limux Bildquelle: LiMux Project Linux, München, limux Linux, München, limux LiMux Project

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Gestern im Radio (WDR2) haben sie es so dargestellt, als wäre der Staat quasi der einzige, der noch auf Microsoft setzt und die ganze Wirtschaft quasi nur noch freie Software nutzt. Hatte mich dadrüber gewundert, weil ich nur mit einem Ohr auf dem Weg zu Arbeit zugehört hatte. Aber macht schon Sinn. Die staatlich kontrollierten Medienanstalten der ARD sind ja überwiegend CDU und SPD dominiert, beiden Parteien käme eine Schwächung der CSU durchaus nicht ungelegen. Und mit sowas kann man denen ja mal gepflegt in die Parade fahren.
 
@LoD14: Gratulation. Was man im Netz für einen dämlichen Mist lesen muss, geht auf keine Kuhhaut mehr...
 
Man sollte nicht ernsthaft aus diesem Beitrag zitieren, denn der hat nicht mal den Begriff Journalismus verdient. Wenn man einer Sache schon auf den Grund gehen will, dann muss man es gründlich und von allen Seiten machen und nicht nur eine heile Scheinwelt postulieren und zu übertriebener Schwarzmalerei greifen.

Gerade WannaCry zeigt doch, dass das Problem eben nicht an Microsoft, sondern an den (fehlenden) Fähigkeiten der IT-Abteilungen in Unternehmen liegt. Erfolg hatte WannaCry doch nur, weil die Systeme nicht gepatcht waren oder weil seit Jahren veraltete Software eingesetzt wurde. Das ist kein Problem des Betriebssystems, sondern ein Problem des Betriebs und wäre bei jeder anderen Lücke in jeder anderen Software ebenfalls so.

Und auch den Wechsel von LiMux zu Windows sollte man tiefergehend betrachten. Ist es politisch motiviert? Keine Ahnung, könnte sein, evtl. auch nicht. Es gibt weder Beweise dafür, noch dagegen. Könnte es eine Gegenleistung für den Umzug Microsofts nach München sein? Ebenfalls unklar und weder in der einen noch der anderen Richtung bewiesen. Also hilft die Diskussion auf dieser Ebene überhaupt nicht weiter. Gab es technische Probleme? Natürlich! Es gab auch bei LiMux weiterhin Unmengen von Windows-Systemen in Bereichen, in denen spezielle Anwendungen oder Hardware gebraucht wurden, die unter Linux nicht zur Verfügung stehen. Und nehmen wir das Beispiel der Einrichtung eines neuen Mobiltelefons, das ja damals durch die Presse ging. Da muss sich auch ein System wie LiMux die Frage gefallen lassen, warum das mehrere Wochen dauern soll, wenn man doch weiß, dass es auch in wenigen Minuten funktioniert. Ob das nun an Linux an sich oder an den Fähigeiten der Münchener IT liegt, weiß ich nicht. Aber genau das wäre die entscheidende Frage.

Und gerade die Aussage dieses "anonymen Mitarbeiters" war doch Bullshit. Das war ein IT-Mensch, der das System bereitstellt. Und aus seiner Sicht gab es keine Probleme. Fragen müsste man aber die Endanwender, denn das sind die, die sich aus Gewohnheit eben mit den alten Systemen auskannten und jetzt auf neue Dinge und Verfahren umstellen mussten. Wurden sie ausreichend geschult? Fraglich. Fest steht, dass es aus der Gruppe der Endanwender etwa gleich viele positive wie negative Äußerungen gab.

Seine Aussage bzgl. der Office-Vorlagen war übrigens die Krönung. Auf die Frage, was man denn jetzt machen müsste, antwortete er, dass man jetzt mit viel Aufwand die Vorlagen konvertieren müsse oder dass wieder jeder sein eigenes Süppchen kochen und die Sache nicht mehr beherrschbar wird. Da stellen sich mir gleich drei Fragen:

1. Wo ist der Unterschied zum Umstieg von MS Office auf die alternative Lösung? Da musste man denselben Aufwand doch auch betreiben? Und wo sind die alten Vorlagen, die man ja wieder nutzen könnte?

2. Warum sollte es denn jetzt aus dem Ruder laufen bzw. warum baut man nicht auch jetzt zentrale Vorlagen? Ist ja nicht so, als wäre das bei MS Office nicht möglich. Aber man erwähnt lieber den Wildwuchs als wäre er eine natürliche Konsequenz von MS Office.

3. Warum ist der Aufwand von einer in die andere Richtung überhaupt so hoch, wo doch laut dem gesamten ARD-Bericht mittlerweile eine nachezu 100%ige Kompatibilität zwischen MS Office und anderen Office-Lösungen herrscht?

Der gesamte Bericht widersprach sich dauernd selbst oder nannte nur halbe Wahrheiten ohne echte und vor allem belastbare Argumente zu liefern. Einzig die Aussage, dass eine Abhängigkeit besteht und dass die Schwärzung der Verträge durchaus als ungewöhnlich, ja ggf. bedenklich angesehen werden kann, war korrekt. Dass eine solche Abhängigkeit aber immer dann entsteht, wenn ich mich auf Dinge verlassen muss, die andere für mich tun, hat man wieder galant ausgeblendet ;-) Denn auch mit Linux hätte man eine Abhängigkeit, eben nur eine andere.
 
@HeadCrash: "Gerade WannaCry zeigt doch, dass das Problem eben nicht an Microsoft, sondern an den (fehlenden) Fähigkeiten der IT-Abteilungen in Unternehmen liegt. Erfolg hatte WannaCry doch nur, weil die Systeme nicht gepatcht waren oder weil seit Jahren veraltete Software eingesetzt wurde. "

Also deiner Meinung nach hätte Wannacry auch in einer Infrastruktur mit nicht gepatcher Non-MS-Software Erfolg gehabt?
 
@Niccolo Machiavelli: Nein, WannaCry selbst nicht, denn das Ding nutzte ja eine MS-Sicherheitslücke aus. Aber eine ähnliche Schadsoftware, die eine Lücke in einer Nicht-MS-Software ausgenutzt hätte, hätte bei ungepatchten Systemen denselben Schaden anrichten können.

Es geht darum, dass jedes System Lücken hat, egal ob es nun als Closed Source oder als Open Source entwickelt wurde. Das liegt in der der Natur der Sache, dass Entwickler eben auch nur Menschen sind und Menschen Fehler machen. Und wenn man jetzt mal überlegt, wie sich eine Schadsoftware erfolgreich verbreiten kann, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten:

1. Die ausgenutzte Lücke ist bisher unbekannt oder es existiert noch kein Patch
In diesem Fall hilft nix. Man kann den schwarzen Peter jetzt sicherlich dem Hersteller der Software zuschieben, aber ich persönlich fände das ein wenig ungerecht. Es gibt nun mal keine fehlerfreie Software, es sei denn, sie ist wirklich trivial.

2. Die Lücke ist bekannt, ein Patch existiert, er wurde aber nicht eingespielt
In diesem Fall liegt die Verantwortung klar beim Anwender. Denn der Hersteller der Software kann nun mal nicht viel mehr tun, als den Fehler zu beheben und die Korrektur bereitzustellen. Spielt ein Nutzer diese Korrektur dann nicht ein, ist dase ein Versäumnis auf seiner Seite.

Und das gilt ganz unabhängig davon, ob es sich nun um MS-Software, Linux, Mac, Closed Source oder Open Source handelt.
 
@HeadCrash: und im Falle Wannacry haben wir direkt Möglichkeit 2.

Wannacry ist bekannt, Patch kam im März 2017 heraus. Der Angriff kam im Mai 2017.

Während bei den gepatchten MS-Systemen die Verbreitung ausblieb, traf es alle Systeme die nicht gepatcht sind.
 
@HeadCrash: "Nein, WannaCry selbst nicht, denn das Ding nutzte ja eine MS-Sicherheitslücke aus."

Ach, es handelte sich um eine MS-Sicherheitslücke in einem MS-System? So langsam wirds ja doch noch was. Und um dir ein weiteres Mal weiter zu helfen stelle ich dir noch die Frage, wie die Kombination aus MS-Sicherheitslücken und MS-Monokulturen deiner Meinung nach die Sicherheit der gesamten IT-Landschaft beeinflusst. Und wenn du dann immer noch nicht das Problem begreifst oder das, worauf die Doku hinauswollte, dann kann ich dir auch nicht helfen.
 
@Niccolo Machiavelli: Ich glaube langsam, Du begreifst meine Aussage nicht. Aber dabei kann ich Dir leider nicht helfen. Offenbar gibt es genügend andere, die die Aussage verstanden haben ;-)
 
@HeadCrash: Ach, klopf dir wegen der Doublethink-Kultur bei Winfuture nicht zu sehr auf die Schulter. Für die einen hier zählt, dass das was man lesen will, im Beitrag steht. Irgendwo an dritter, vierter Stelle folgt dann die faktische Korrektheit des Inhalts. Und die anderen voten keine Beiträge *Zwinker*
 
@Niccolo Machiavelli: Jaja, man kann sich seine Welt schönreden. Oder wie ist Dein Argument immer? ;-)
 
@HeadCrash: Ach, ziehen wir mal das BSI zu Rate, was die zu sicheren Grundstrukturen in einer Infrastruktur sagen:
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/ITGrundschutz/ITGrundschutzKataloge/Inhalt/_content/m/m02/m02073.html

Im Absatz vor "Hinweise zur Auswahl einer Grundstruktur":
"so ist es dringend zu empfehlen, diese Systeme auf verschiedenen Systemen zu realisieren (z. B. mit unterschiedlichen Betriebssystemen)."

Ab hier lasse ich dich mit deiner Fanboy-gefärbten Ahnungslosigkeit allein hausieren gehen.
 
@Niccolo Machiavelli: Was willst du den für unterschiedliche Systeme nutzen? Es gibt doch nur Linux und Windows. Klar, Ubuntu, Debian, Macos, etc sind unterschiedliche distris, aber im Grunde das selbe. Die meisten kritischen Sicherheitslecks betreffen dann doch meistens auch alle distris, da muss dann auch überall gepatcht werden und anfällig ist dann wieder nur der der sein system out of date hat. Gerade Spectre und meltdown zeigt das ja ganz gut. Headcrash hat da schon recht.
 
@Niccolo Machiavelli: Du WILLST ihn nicht verstehen.
 
@Niccolo Machiavelli: Es gibt in jedem System Lücken. Egal ob Windows, Linux, OS X, oder sonst was. Jeder mit minimalem IT-Verstand, sollte das wissen. Nachzulesen bei JEDEM Antivirenhersteller. Ob ein System sicher ist, liegt vorrangig an der Fähigkeit des Admins. Ein verantwortungsbewusster Admin war von WannaCry nicht betroffen. Leider gibt es auch bei Admins zu viele DAUs. Ich habe bei Kunden schon befallene Windows-Syteme gesehen, aber auch befallene Linux-Systeme und auch befallene Macs.
 
@HeadCrash: "sondern an den (fehlenden) Fähigkeiten der IT-Abteilungen in Unternehmen liegt."

Die Fachkräfte stehen immer außen vor, wenn Politik Entscheidet, sie dürfen es nur Ausbaden oder als Prügelknaben herhalten.
Die Politik gibt ihnen nicht die Ressourcen und Mittel, aber sie tragen die volle Verantwortung, was für eine Scheiß Sicht!
 
@Kribs: Da hast Du recht! Es ist zwar ein anderes Thema, aber fehlende Mittel sind an vielen Stellen die Hauptverursacher. Interessanterweise wurde das beiläufig im ARD-Beitrag auch immer wieder erwähnt: "man müsste einfach mehr Geld ausgeben".

Spannend ist das vor allem in dem Zusammenhang, dass als Argument für einen Umstieg auf freie Software immer die Kostenersparnis herangezogen wird. Das ist aber in meinen Augen Quatsch. Die Kosten sind vielleicht geringfügig niedriger oder fließen in andere Richtungen, aber sie sind nach wie vor da. Insofern finde ich auch die Aussage, dass ein Lock-in nicht ideal ist, gut und korrekt. Und das könnte man, wenn man wirklich wollte und wirklich Geld in die Hand nehmen würde, auch ändern. Ob der Lock-in dann nicht an anderer Stelle wieder erfolgen würde, ist aber eine Wette.
 
@HeadCrash: Auch das ist die Falsche Sicht.
Investieren muss man immer, erst der Kosten-Nutzen-Sicherheitsvergleich ergibt wenn eine Ersparnis wenn ein Wettbewerb unter gleichen Bedingungen besteht.

Da macht das Angebot den Preis bzw. der Wettbewerb bei Linux, einen Wettbewerb unter Windows, Office und co. gibt es nicht.
Gerade diesen Wettbewerb muss Politik Fördern, bei gleichen Bedingungen, das war bei den Ausschreibungen nicht der Fall.

Wettbewerb bedeutet neue Ideen, auch zur Sicherheit, unterschiedliche Anbieter bedeuten auch dass ein Angreifer nicht mit einer Lücke alle Systeme Kompromittieren kann Landesweit.
 
@Kribs: "...unterschiedliche Anbieter bedeuten auch dass ein Angreifer nicht mit einer Lücke alle Systeme Kompromittieren kann Landesweit."

Das gilt aber auch nur dann, solange diese unterschiedlichen Anbieter nicht wieder auf dieselben Open-Source-Komponenten setzen ;-) Ich nehme immer wieder gerne Heartbleed her. Egal wie viele verschiedene Anbieter Produkte gebaut haben, die auf SSL-Verschlüsselung vertrauten, alle haben dieselbe Bibliothek verwendet. Ohne diesen Gedanken wäre die Wirtschaftlichkeit von Open Source dahin und daher ist er ja auch gut und richtig. Wiederverwendung bietet große Vorteile. Aber je mehr wiederverwendet wird, umso höher ist die Gefahr, dass eine einzige Lücke eine gigantische Zahl von Applikationen und Anwendern trifft.
 
@HeadCrash: Mit freier Software ergibt sich nicht einfach eine andere Abhängigkeit, denn beim GNU/Linux-Support gibt es einen Wettbewerb und jede IT-Firma kann in dieses Geschäft einsteigen, ist ja freie Software. Bei Windows-Lösungen gibt es ein Monopol: Windows und MS Office sind proprietäre Software, es gibt einen Besitzer (proprietor) und der heißt Microsoft und kann als einziger diese Software anbieten.
 
@dpazra: Natürlich ergeben sich Abhängigkeiten. Ich brauche als Unternehmen z.B. belastbaren Support für meine Linux-Lösung. Und solange ich hier nicht alles selbst machen kann und will, was die Kosten dramatisch steigern würde, muss ich dazu auf ein externes Unternehmen setzen. Und dieses Unternehmen ist - wie jedes andere Unternehmen auch - gewinnorientiert, wird also genauso versuchen, mich als Kunden an sich zu binden.

Hat man dann erst mal komplexere Lösungen in der neuen Linux-Landschaft aufgebaut, ist ein Wechsel eines solchen Partners wieder nur mit erhöhten Aufwänden möglich, da sich ein neuer Partner erst mal in die Lösung einarbeiten und sie verstehen muss.

In der Open Source Welt wird immer alles als so einfach und austauschbar dargestellt. Wenn man aber mal wirklich ins Detail schaut und Ahnung von Softwareentwicklung, Abhängigkeiten, Architekturen etc. hat, dann sieht man schnell, dass es eben nicht nur um ein Office-Datenformat geht und das die Welt eben nicht nur aus offenen, gut dokumentierten Standards besteht. Und da hilft es nichts, immer nur im Konkunktiv zu sprechen: "Es könnte ja jeder einsteigen", "Es könnte ja jeder den Code inspizieren", "Es könnte ja jeder den Fehler beheben". Es passiert aber eben nicht so einfach und von selbst und reibungslos, wie es in der idealen Welt sein könnte.

Egal wie man es dreht und wendet: wenn ich etwas nutze, dass ich nicht vollständig in meiner Hand habe, so dass ich auf eine externe Ressource angewiesen bin, habe ich eine Abhängigkeit zu dieser Ressource.
 
@HeadCrash: "Hat man dann erst mal komplexere Lösungen in der neuen Linux-Landschaft aufgebaut, ist ein Wechsel eines solchen Partners wieder nur mit erhöhten Aufwänden möglich, da sich ein neuer Partner erst mal in die Lösung einarbeiten und sie verstehen muss."

Dieser erhöhte Aufwand wird bei MS schon von vornherein ausgeschlossen, weil der Wechsel garnicht erst möglich ist.
So kann man sich die Dinge natürlich auch günstiger rechnen...
 
@gutenmorgen1: Es geht doch gar nicht darum, was günstiger ist oder nicht. Es geht darum, dass auch mit Linux und Open Source eine Abhängigkeit entstehen wird. Sie wird anders sein, aber sie wird vorhanden sein.
 
@HeadCrash: Vor allem wird sie aber lösbar sein!
 
@gutenmorgen1: Genauso lösbar wie die von MS ;-) Auch wenn es die meisten nicht wahr haben wollen, es gibt da keinen wirklichen Unterschied. Das Problem mit MS ist so groß, weil die Nutzung so stark ist. Stellt man jetzt eine Insel auf Linux um, sieht die Sache anders aus, weil die Nutzung noch sehr klein ist. Stellt man in breiter Masse auf Linux um, wird man aus wirtschaftlichen Gründen wieder anfangen, Synergien zu suchen, Dinge zu vereinheitlichen, dieselben Komponenten zu nutzen etc. Und schon reduziert sich die Vielfalt nach und nach wieder auf zentrale Elemente, die in der Masse angreifbar sind.

Ich will ja Linux gar nicht schlecht machen oder Microsoft als besonders toll herausstellen. Ich will nur klarmachen, dass diese "Fähnchen im Wind"-Taktik, bei der man wenn man in ein Problem läuft, einfach eine 180°-Wende macht und in die entgegengesetzte Richtung läuft, überhaupt kein Problem löst. Es schafft vorübergehend andere Umstände, Dinge werden besser, sie werden teurer, man legt die Sparschraube an und baut dasselbe Dilemma wieder auf.

Solange niemand entscheidet, dass staatliche Organisationen rein auf Individuallösungen setzen und die Gemeinsamkeiten zwischen den Lösungen auf ein Minimum reduzieren müssen, betseht immer wieder dieselbe Gefahr. Und diese Entscheidung wird niemand treffen, da sie unwirtschaftlich wäre und zudem mit dem Problem der Durchsetzung von Standardschnittstellen zu kämpfen hätte. Wenn wir zumindest letzteres schon lösen könnten, wären wir einen gewaltigen Schritt weiter. Ich sehe nur nicht, dass hier wirklich viel passiert.
 
@HeadCrash: Dir geht es also letztlich nur um Windows Monokultur vs. Linux Monokultur?
Wenn es das ist, dann muss man wohl nicht lange überlegen. Wer patcht schneller? Wer patcht mit weniger Systemausfällen? Bei wem bleibt das Geld im eigenen Land und stärkt damit die lokale IT?
Richtig, und genau deswegen sollte man nicht bei MS-Produkten bleiben.
 
@gutenmorgen1: Öhm.. nein. Keine Deiner Aussagen ist nachhaltig belegbar.

Wo geht das Geld denn bei Linux hin? An diverse Firmen, die meisten davon im Ausland.

Wer patcht denn schneller? In der Open-Source-Welt ist der Patch potentiell schneller verfügbar. Patchen muss weiterhin der Betreiber und wenn er bei MS den Arsch nicht hoch bekommt, bekommt er das bei Linux vermutlich genauso wenig. Es gibt jedenfalls keinen logischen Grund anzunehmen, dass es da anders sei.
 
@HeadCrash: "Wo geht das Geld denn bei Linux hin? An diverse Firmen, die meisten davon im Ausland."

Wer sagt das? Wenn das Ziel ist, Steuergelder nicht weiterhin den Amerikanern in den Hintern zu blasen, dann wird man nicht umhinkommen, lokale Firmen zu fördern oder falls nicht vorhanden zu gründen.
Es wird doch immer wieder gefordert, dass Deutschland sein eigenes Silicon Valley bekommen soll.
Das funktioniert aber nicht, wenn man die Geldköfferchen weiterhin ins Ausland schickt.

"Wer patcht denn schneller? In der Open-Source-Welt ist der Patch potentiell schneller verfügbar. Patchen muss weiterhin der Betreiber und wenn er bei MS den Arsch nicht hoch bekommt, bekommt er das bei Linux vermutlich genauso wenig. Es gibt jedenfalls keinen logischen Grund anzunehmen, dass es da anders sei."
Wenn dem so ist, dann ist der Betreiber um mindestens die Zeit schneller, die die "Open-Source-Welt" schneller ist. Ist ja nicht so, dass MS einen Patch nicht gerne mal mehrere Monate schleifen lässt...
 
@gutenmorgen1: Ja, aber dann reden wir von einer ganz anderen Geschichte, als nur mal eben auf Linux umzustellen. Das ist doch, was ich hier die ganze Zeit schreibe. Es ist nicht mit einer Kurzschlussreaktion getan, man muss sich Gedanken machen, wie das neue System aussieht und wie man darin solche Abhängigkeiten verhindert. Ganz wird man die Abhängigkeiten nicht los, dabei bleibe ich. Aber man müsste eben eine ganze Menge Geld in die Hand nehmen, um neue Strukturen aufzubauen.

Und dann müsste man auch noch darauf achten, dass bei allem Idealismus die Interoperabilität nicht verlorengeht. Ebenfalls eine gigantische Aufgabe.

Was die Patch-Zeit angeht, hast Du potentiell recht. Denn ich habe ja geschrieben, dass die Open-Source-Welt nur potentiell schneller ist. Das setzt natürlich voraus, dass man das Problem irgendwo melden kann (ohne es vielleicht gleich zu veröffentlichen und somit alle Nutzer einer unnötigen Gefahr auszusetzen), dass sich dort jemand verpflichtet fühlt, das Problem zu beheben und dass dort auch noch genügen Ressourcen zur Verfügung stehen. Das ist alles nicht selbstverständlich. Es gibt ja genug Beispiele für Open Source Komponenten, die einfach sterben, weil sie niemand mehr pflegen will, sich niemand mehr verantwortlich fühlt oder sich die Community über deren weiteren Werdegang zerstreitet.
 
@dpazra: HeadCrash hat schon recht. Es gibt vielleicht nicht die gleiche Art der Abhängigkeit, aber andere: Linux-Lösungen sind weit individueller. Da besteht eine enorme Abhängigkeit von dem Systemhaus, mit dem man ins Bett steigt. Wenn es dann auch noch ein nur kleiner Personenkreis, im schlimmsten Fall nur ein oder zwei Mitarbeiter sind, die sich richtig auskennen, hat man ein echtes Problem.
Ich darf das gerade bei einem großen deutschen Industrieverband erleben, für den wir einen mobilen Workflow erstellen sollen. Da gibt es ein Open-Source Web-Portal, über das auf Ressourcen, Informationen und Aufgaben zugegriffen wird. Darüber läuft die gesamte Kundenbeziehung sowie alles, was ausserhalb, sprich mobil stattfinden soll. Es gibt exakt zwei (externe!) IT'ler, die das administrieren können. Einer der zwei hatte im Dezember einen Herzinfarkt...
Mit einer Azure-Lösung und MS-Tools wäre das definitiv anders.
 
@HeadCrash:
"[...] Und auch den Wechsel von LiMux zu Windows sollte man tiefergehend betrachten. Ist es politisch motiviert? Keine Ahnung, könnte sein, evtl. auch nicht. Es gibt weder Beweise dafür, noch dagegen. [...]"
=> Dazu gibt es unzählige Artikel auf Golem.de und Heise.de, welche gut recherchiert sind. Wurde auch in der Doku angeschnitten. Es gibt genügend Punkte die aufzeigen, dass es politisch motiviert ist.
Beispiele:
- Bürgermeister beschwert sich, dass LiMux (Desktop-System) schlecht ist, weil er erst sein Apple-Smartphone nach einem Monat bekommen hat (es musste erst ein Sicherheitskonzept und ein Server eingerichtet werden, in der Stadt verwenden alle Android, das war eine "Extrawurst").
- Bürgermeister beschwert sich, dass LiMux schlecht ist, weil die Leute im Bürgerbüro so lange warten müssen. Im Bürgerbüro werden aber Windows-Desktops verwendet und Schuld war eine vom Kreisverwaltungsreferat (nicht der städtische IT-Dienstleister) eingekaufte Fremdsoftware von der AKDB, die Performanceprobleme hatte.
- Stadträte (einer war IT-Berater, eine hat Informatik studiert) beschweren sich, dass LiMux schlecht ist, weil sie auf ihrem Dienstlaptop kein Skype installieren können (auch bei Windows hätten sie keine Rechte dazu), noch dazu haben diese Stadträte damit offenbart, dass sie gegen Dienstvorschriften verstoßen wollen
- Der Bürgermeister hat die Firma Accenture beauftragt, ein Gutachten zu erstellen, wie es mit der IT bestimmt ist, dort wird empfohlen, die Organisationstrukturen und Prozesse zu überarbeiten und sieht dort die Probleme. Aber wie jetzt auch schon, sollen sowohl Windows als auch Linux Desktops verwendet werden. Was will der Bürgermeister/SPD/CSU: nur Windows => die Politiker OB/SPD/CSU wissen es wohl besser als die befragten IT-Experten (intern und extern) und die komplette (!) Opposition
- usw...
=> Was hatte das nun alles mit LiMux zu tun? Es gibt kein technisches Argument, welches aufzeigt, warum dieser Wechsel notwendig ist. All diese "Argumente" zeigen eher auf, dass die betroffenen Personen keine Ahnung davon haben, von was sie sprechen oder bewusst eine politische Richtung erzwingen wollen. Ähnliches Problem wird sich dann auch mit der Ausschreibung ergeben, eigtl. dürften Sie ja nicht auf "Windows" oder "MS Office" ausschreiben.

"[...] 1. Wo ist der Unterschied zum Umstieg von MS Office auf die alternative Lösung? Da musste man denselben Aufwand doch auch betreiben? Und wo sind die alten Vorlagen, die man ja wieder nutzen könnte? [...]"
=> es gibt keine "alten Vorlagen", die wiederverwendet werden können. Das waren auf ein uralten MS Office zugeschnittene Makro-Skripte, also der pure Horror.

"[...] 2. Warum sollte es denn jetzt aus dem Ruder laufen bzw. warum baut man nicht auch jetzt zentrale Vorlagen? [...]"
=> man hat ein System mit zentralen Vorlagen gebaut, nennt sich WollMux. Für LibreOffice. Funktioniert, ist verfügbar, will die SPD/CSU aber nicht mehr. Wie Du "zentrale Vorlagen" erstellst, die sowohl in LibreOffice als auch in MS Office eingebettet sind, kannst Du mir gerne erklären. Dazu müsste wohl erst - ähnlich der App-Entwicklung - ein Framework entworfen werden, welches zentral entwickelt wird und dann am Ende ein Plugin für MS Office und eins für LibreOffice raus purzelt. Das ist doch eher Utopie als Wirklichkeit, dass das jemals passieren wird.

"[...] wo doch laut dem gesamten ARD-Bericht mittlerweile eine nachezu 100%ige Kompatibilität zwischen MS Office und anderen Office-Lösungen herrscht? [...]"
=> wurde das irgendwo im Bericht erwähnt? Ich glaube beim italienischen Militär haben sie beide Vorlagen nebeneinander gezeigt. Dort lag der Fokus darauf, dass ein identisches Ergebnis möglich ist. Er meinte ja auch, dass LibreOffice alles kann, was sie brauchen, von 100% Kompatibilität hat er nichts gesagt, hab den Punkt also nicht so wahrgenommen. Wenn sie aber bei der ARD tiefer auf Deinen Punkt eingestiegen wären, hätte man erwähnen müssen, dass Microsoft seine Office Formate nicht veröffentlichen will (laut MS-Marketing machen sie aber das schon) und die Hürden maximal hoch hält, so dass die OS-Entwickler künstlich immer ein Stück hinterher sind. Aber das ist bei dieser Thematik das geringste Problem.

"[...] Denn auch mit Linux hätte man eine Abhängigkeit, eben nur eine andere. [...]"
Dort war die Aussage von Jan Philipp Albrecht passend. Wir brauchen ein EU-Projekt, wie Airbus, für die europäische IT. Damit sollte eine angenehme Abhängigkeit entstehen, basierend auf Standards und OS-Produkten. Darum kann dann gerne eine entsprechende Industrie entstehen. Was meinte der eine IT-Fuzzi vom EU-Parlament zu dem Vorschlag: "oh, that`s cool". Ja, das ist es ;-)
 
@Zeussi: Hey, danke für die Infos. Bei Heise halte ich mich meistens raus, da gefühlt zwischen 80% und 90% deren Kommentare eben NICHT gut recherchiert sind. Wenn die von Dir angesprochenen Punkte so stimmen, weist es wirklich alles auf menschliche Probleme hin. Damit wären wir auch wieder bei dem von mir angesprochenen Punkt der Schulung der Mitarbeiter, der bei solchen Projekten gerne mal unter den Tisch fällt.

Okay, es gab keine Vorlagen. Ein hausgemachtes Problem. Jetzt gibt es welche, die man umbauen müsste. Zentrale Vorlagen für MS Office könnte man genauso problemlos erstellen. Ich habe ja nicht gesagt, dass sie für Libre Office UND MS Office funktionieren sollten. Tun sie ja jetzt auch nicht. Es gibt jedenfalls keinen Grund, warum die Vorlagen bei MS Office aus dem Ruder laufen sollten.

MS verwendet bei Office schon ewig OpenXML, was offen dokumentiert ist. Mir wäre neu, dass da "die Hürden maximal hoch gehalten werden". Das war früher mal so, ist aber schon lange nicht mehr der Fall. Und wenn doch alle anderen sich so brav an den Standard halten, warum nutzt man nicht OpenDocument in MS Office? Unterstützt das Ding ja auch.

Und ja, so ein Projekt wie von Albrecht angesprochen wäre super. Ein bisschen Utopie, aber sicherlich super. Nur wer nimmt das Geld dafür in die Hand? Wer erstellt die notwendigen Standards? Wer sorgt dafür, dass sie eingehalten werden? Solche Fragen müssten man in meinen Augen klären, bevor man in blindem Aktionismus Produkte tauscht und Prozesse ändert.
 
@HeadCrash: "Hey, danke für die Infos. Bei Heise halte ich mich meistens raus, da gefühlt zwischen 80% und 90% deren Kommentare eben NICHT gut recherchiert sind."

Ich hoffe, dir ist die Ironie bewusst, dass das aus deinem Mund kommt, während du im gleichen Satz deine völlige Ahnungslosigkeit eingestehst. Und last but not least beschwerst du dich über die Qualität der Kommentare auf Heise, bist aber fleißig hier unterwegs, was ebenfalls einer Satire gleich kommt.
 
@Niccolo Machiavelli: Ich kann nur für die Dinge sprechen, die ich bei Heise gelesen habe. Wenn es da um Microsoft geht, verfallen die Autoren sehr schnell in unsinniges Bashing. Da gab es in der Vergangenheit genügend Beispiele.

Völlige Ahnungslosigkeit? Bezogen auf was? Auf die genauen Probleme bei LiMux? Auch da habe ich nur das geschrieben, was ich wusste und keinen Unsinn behauptet. Und ich lasse mich immer gerne eines besseren belehren. Bezogen aufs Software und deren Entwicklung bin ich alles andere als ahnungslos, da ich seit über zwei Jahrzehnten selbst Software entwickle und seit knapp einem Jahrzehnt Unternehmen in diesem Bereich berate. Sogar die meisten im ARD-Beitrag genannten Unternehmen ;-)

Und die Kommentare bei Heise sind noch deutlich unterirdischer als hier. Auch wenn hier ein Großteil der Kommentare ebenfalls nicht grade glänzt. Aber es gibt ja immer auch mal wieder Leute hier, mit denen man sinnvoll diskutieren kann. Zu denen zähle ich mich dazu.

Es tut mir übrigens sehr leid, wenn ich dich mit meiner Antwort auf deinen Kommentar so gekränkt habe, dass du dich in meinem Austausch mit Zeussi über mich aufregen musst. :-) Doch lasse ich mich auch von deinem BSI-Zitat nicht beeindrucken. Einer Organisation, die selbst so viele zum Teil eklatante Fehler bei der Implementierung der eigenen IT macht, dass man sie nur bedingt für voll nehmen kann.
 
@HeadCrash: Es geht nicht um die Mitarbeiter, die haben laut Accenture-Gutachten überwiegend kein Problem mit der Technik. Es geht um die Politiker, die Stadträte. Das ist ein Unterschied. Was die Mitarbeiter wollen ist egal, da sie hier nichts zu sagen haben. Ihre Meinung aus dem Accenture-Gutachten wurde von SPD/CSU ignoriert.

Ich glaube, Dir ist nicht ganz bewusst, was diese "Vorlagen" sind. Das ist eine Erweiterung des Programms, das ist ein Aufsatz auf LibreOffice, welches zusätzliche Funktionalitäten anbieten. Von solchen 0815-Vorlagen die MS Office oder LibreOffice anbieten, sprechen wir hier nicht. Die können diese Anforderungen beide nicht erfüllen. Hier ist es irrelevant, ob es nun OpenXML oder OpenDocument ist. Wichtig ist: es gibt ein Vorlagensystem, das funktioniert und vorhanden ist. Wenn man auf MS Office umsteigt, muss man es komplett neu entwickeln oder (falls möglich), aufwändig auf MS Office umprogrammieren. Beides kostet in allen Fällen Zeit und Geld für etwas, das schon da ist und funktioniert. Das ist die Kernaussage. Was WollMux ist, kannst Du Dir gerne ansehen und sogar herunterladen: https://www.wollmux.net/wiki/Features (als Privatperson bringt Dir das natürlich reichlich wenig).

Wenn die EU dahinter steht, hätte man das benötigte Geld, die Autorität und damit auch genügend Ressourcen. Dass die Leute, die sie dann bezahlen, wissen, wie man sehr große IT-Projekte aufsetzt, das will ich dann auch hoffen, ja. War ja bei Airbus nicht anders.
 
Ein Limux-Artikel!
Ich geh schon mal die Popcorn holen, bevor die üblichen Verdächtigen hier eintrudeln... ^^
EDIT:
Zu Spät! Es geht schon los! :)
 
Die genannte Doku ist sehr einseitig - das macht sie nicht gerade vertrauenswürdig. dennoch interessant.
 
In einer Demokratie erwarte ich als Grundlage von Entscheidungen auch politische Gründe.
 
@erso: dann sollten die politischen Gründe aber nicht zugunsten eines ausländischen Großkonzerns ausfallen, sondern zugunsten der eigenen Wirtschaft. Technisch ist der neue Wandel ohnehin nicht zu begründen.
 
Wer einmal längere Zeit im ÖD beschäftigt war, der weiß das es immer an einen oder in den meisten Fällen an mehreren der folgenden Punkte hängt:

- Befristete Zeitverträge auf Grund sachgrundloser Beschäftigung.
- Nicht korrekt ausgebildetes Personal.
- Einstufung auf einer Endgeldgruppen bei der man eher unterbezahlt ist.
- Entscheider sitzen an den falschen Stellen und/oder haben keinerleit Erfahrung mit dem Projekt(en).
- Leitende Positionen werden unbefristet, aber tätige Mitarbeiter er befristet eingestellt.
- Unschagemäße Vergabe von Mitteln und Finanzen an "Prestige-Projekten".
- Es wird eher auf die theoretische anstatt auf die praktische Berufserfahrung geschaut.
- Begrenzte Aufstiegschancen für Mitarbeiter ohne entsprechenden "Rang".

Da sich im ÖD die "Mühlen" langsamer drehen bemerkt man entsprechende Fehler eben erst dann wenn diese einem die Türe schon eingerannt haben.
Es war nur eine Frage der Zeit das sich diese Punkte irgendwann einmal rächen werden, besonders wenn man Administratoren und auch Endanwender hat welche nicht korrekt ausgebildet sind.
 
Die Entscheidung politisch zu nennen ist schon schräg. Kungelei wäre ehrlicher.
München nutzt Linux, MS zieht nach München, München stellt auf MS um.
Für die MS und Technik Freaks:
Nehmen wir mal an in allen Berliner städtischen Verwaltungen und so stehen Pepsi Automaten.
Nun zieht Cola Cola von Brandenburg nach Berlin.
Im Anschluss werden die Pepsi Automaten gegen Coca Cola Automaten getauscht.
Niemand würde an dem Grund der Umstellung zweifeln.
Und das soll in München mit MS nicht passiert sein? :D
 
@Orka: was genau hat jetzt München davon, dass Microsoft vom Speckgürtel in die Stadt gezogen ist? Ein wenig mehr Verkehr. Ein paar mehr Steuereinnahmen, wobei die dicken Summen sicherlich nicht bei MS gerade in DE anfallen. Es arbeiten dort die gleichen Leute, die pendeln nur jetzt halt nach München rein statt nach Uschl.

Warum sollte also sollte sich ein Münchner Bürgermeister strafbar machen, wenn eigentlich für die Stadt nichts zu holen ist? Hätte er sich persönlich bereichern wollen, hätte er ein paar schwarze Koffer genommen und LiMux abgesägt, ohne dass Microsoft umgezogen wäre.

Ich weiß nicht, ob es da Absprachen gab. Das wissen nur die direkten Beteiligten sicher. Aber ich kenne die Situation von MS in Uschl und die war am Grundstück eher beengt. Der Standort grenzte direkt an ein Wohngebiet, war gerade für auswärtige Gäste schlecht zu erreichen und repräsentativ war er auch nicht. Also gab es einen nachvollziehbaren Grund für MS, das zu verlegen. Wenn man die Leute behalten will, etwas Repräsentatives mit besserer Verkehrsanbindung will, ist der Weg in die Großstadt um die Ecke nur logisch.

Es gibt also ganz logische, nachvollziehbare Gründe dafür, dass Microsoft einfach so nach München gezogen ist. Und es gibt eine Räubergeschichte von Korruption. Musst du wissen, was du wahrscheinlicher ansiehst.
 
@der_ingo: schlecht zu erreichen in Uschl/Lohhof? Da geht vorm Fenster ne Bundesstraße vorbei und gegenüber ist ne Autobahnausfahrt. Von der S-Bahn (sogar Flughafenlinie) braucht man 5 Minuten zu Fuß. Also die Anbindung war echt nicht schlecht, vom Flughafen ist man mit den Öffis wesentlich schneller da, als am neuen Standort.

Mit dem anderen Punkt bzgl. Repräsentativem kann ich Dir aber zustimmen. Es handelt sich um die Deutschlandzentrale, das neue Gebäude ist natürlich hübscher und für (potenzielle) Mitarbeiter / Geschäftskunden ist das neue Gebäude wohl ansprechender. Auch kann man als MS jetzt sagen, dass man in einer Großstadt seinen Sitz hat und hat einen leichteren Zugang zu Partnern / Business Kunden aus Muc. Wenn man über die A9 in Muc einfährt, prangert natürlich nun jetzt auch ein MS-Logo, das gab es vorher auch nicht.
 
Der ganze Beitrag war völlig einseitig und hat versucht, technische, rechtliche und politische Punkte zu vermischen und ist dabei ziemlich gescheitert.

Man sieht eine Monokultur als Problem an (Stichwort WannaCry), sieht aber eine Linux Monokultur als Lösung. Man lässt Hersteller von Konkurrenten zu Wort kommen, die für ihr Produkt Werbung machen dürfen, ohne dies irgendwie zu bewerten bzw. einzuordnen. Man fällt drauf rein, dass man "Opensource" mit "kostenlos" gleichsetzt. Und man scheint nie die IT einer typischen Verwaltung von innen gesehen zu haben.

Zudem regt man sich drüber auf, dass eine Verwaltung, die Microsoft Software einsetzt doch tatsächlich in Ausschreibungen den Namen Microsoft erwähnt. Nicht jede Ausschreibung für IT fängt mit "grüne Wiese" bei Null an. Normalerweise gibt es bestehende Systeme, die man nicht einfach wegwirft. Wenn ich MS Office, Windows, Exchange, Sharepoint, AD plus eigene Windows-Fachanwendungen bereits nutze und für eine Erweiterung 30 neue PCs brauche, kann ich doch nicht in der Ausschreibung das Betriebssystem verschweigen. Was bringt das denn, wenn jemand 30 PCs mit Linux anbietet? Nichts! Mit dem OS könnte ich in der Umgebung halt nichts anfangen.

Ich kenne aus Ausschreibungen, dass die so passgenau formuliert sind, dass man selbst nur Geräte von einem einzelnen PC Hersteller anbieten kann. Weil man genau wie in den meisten Firmen auch keinen Wildwuchs von dutzenden verschiedenen Herstellern gebrauchen kann, da das das Management einfach nur komplizierter macht.

Für den Bericht haben sich ein paar Opensource Fans zusammengesetzt und versucht, irgendwelche Gründe zusammenzusammeln, die ihnen gegen Microsoft in den Sinn kamen. Ob diese Gründe stichhaltig sind, es evtl. auch Gründe dafür gibt und viele andere Dinge hat der Beitrag ignoriert. Chance verpasst, schade.
 
Ein weiterer Punkt welcher mich an der Reportage stört ist das man zu keiner Zeit auf bestehende Lizenzen bzw. eingesetzte Lizenzen informiert wird bzw. nicht eine Frage danach stellt.
Selbst wenn man einen Übergang plant, müssen entsprechende Verträge geschlossen werden um nicht gegen bestehendes Lizenzrecht zu verstoßen.

Für mich ein eher "zu einseitiger" Bericht, welcher nicht alle Seiten korrekt beleuchtet und schon am Anfang die Schuld an Microsoft abwälzt, nur weil die entsprechenden IT-Stellen nicht korrekt besetzt bzw. ausgebildet sind.

Das Problem im ÖF ist "Hausgemacht", aber wenn man nicht vom hohen Roß herunterkommt um auch die entsprechenden Stellen korrekt zu besetzen darf sich nicht wundern wenn es bei solchen Attacken dann knallt!
 
die Bayern sind sowieso ein komisches Volk...

dann sollen sie verdammt nochmal bei MS und Windows bleiben..und nicht einmal Hüh und einmal Hott machen..und der Steuerzahler darf diesen Murks auch noch betahlen...wer weiss wieviel Hardware
wieder im Müll landet...weil er angeblich nicht kompatibel war...

Wer weiß was für nen Depp damals überhaupt auf die Idee kam...umzustellen...ohne vorher zu planen was das eventuell bedeuten kann...so sehr ich es begrüßen würde wenn man mal langsam von MS wegkommt...aber wenn schon unsere Politiker und sonstigen Politträger keine Ahnung haben..wird das nie was werden..jemand müsste mal den Anfang machen und MS zeigen...schaut mal wir brauchen euch nicht mehr....aber das werde ich wohl nicht mehr erleben..alles zu fest eingefahren
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