Elon Musk fordert Regulierung für KI, bevor es zu spät ist
Der Gründer und CEO von Tesla und SpaceX hat Regierungen dazu aufgerufen, bei der Regulierung von Künstlicher Intelligenz proaktiv zu handeln, bevor diese massiv Einzug in alle Lebensbereiche hält. Musk, der selbst für seine Produkte massiv auf KI-Systeme setzt, hält die Technologie für eine existentielle Bedrohung für die Menschheit.
Beim traditionellen Sommertreffen der US-Gouverneure aus allen Bundesstaaten wandte sich Musk mit einem eindringlichen Appell direkt an führende US-Politiker. "Ich habe Zugang zu den neuesten und leistungsfähigsten KI-Systemen und denke, die Menschen sollten wirklich beunruhigt sein", so Musk in seiner Rede. Er läute schon länger die Alarmglocken, aber habe den Eindruck, dass die Menschen nicht wüssten, wie sie auf Künstliche Intelligenz reagieren sollten, bis Roboter die Straße entlangliefen und Menschen töteten.
Infografik: Künstliche Intelligenz im Aufwärtstrend
Vielmehr warnt er vor allumfassenden Steuerungssystemen, welche dem menschlichen Gehirn nahekommen und tausende von komplexen Entscheidungsprozessen selbst treffen könnten. Mit dieser Sicht ist Musk nicht alleine. Auch die Gründer von eBay und LinkedIn, Pierre Omidyar und Reid Hoffman warnen vor den Gefahren durch KI und haben Anfang des Jahres eine Stiftung gegründet, die sich mit Roboter-Ethik auseinandersetzen soll.
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Einen Vorgeschmack davon gab Microsoft auf seiner diesjährigen BUILD 2017 Entwicklerkonferenz, auf der die Redmonder dem Thema KI viel Raum schenkten und Fortschritte seiner Cognitive Services demonstrierten. Mit diesen ist eine vollständige Personenüberwachung von Menschen am Arbeitsplatz bereits heute möglich, bei der einzelne Handgriffe und Aktivitäten von Personen detailgenau erfasst werden und bewertet werden können. Microsoft demonstrierte dies anhand eines Systems zur Arbeitsplatzsicherheit (ca. ab 00:56), um Industriearbeiter vor Gefahren zu schützen. Weniger positive Anwendungsbeispiele, bei denen der Mensch quasi zum Sklaven von Maschinen verkommt, sind mit solchen Systemen aber genauso gut denkbar. Infografik: Elon Musk - Das Leben in der Zusammenfassung
Infografik: Künstliche Intelligenz im Aufwärtstrend
Proaktive statt nur reaktive Regulierung
Um das Problem anzugehen, sollten Regierungen mit einer proaktiven Regulierung einschreiten, anstatt wie üblich reaktiv auf neue technische Neuerungen zu reagieren. Die Künstliche Intelligenz sei ein rarer Sonderfall, bei dem reaktives Handeln schlicht bedeuten könne, dass es irgendwann zu spät sein könnte, um den künstlichen Systemen Einhalt zu gebieten. Mit seinen Warnungen bezieht sich der Tesla-Chef nicht auf KI-Systeme für bestimmte Anwendungsbereiche, wie etwa für selbstfahrende Tesla-Autos oder Song-Vorschläge bei Streaming-Diensten.Vielmehr warnt er vor allumfassenden Steuerungssystemen, welche dem menschlichen Gehirn nahekommen und tausende von komplexen Entscheidungsprozessen selbst treffen könnten. Mit dieser Sicht ist Musk nicht alleine. Auch die Gründer von eBay und LinkedIn, Pierre Omidyar und Reid Hoffman warnen vor den Gefahren durch KI und haben Anfang des Jahres eine Stiftung gegründet, die sich mit Roboter-Ethik auseinandersetzen soll.
Auf YouTube ansehenMassive Grundlagenforschung bei KI
Wie schnell es in Sachen KI vorrangeht, wird durch die sehr intensive Grundlagenforschung zu dem Thema deutlich. Mehrere IT-Konzerne arbeiten bereits an solchen KI-Systemen, wie etwa Alphabet/Google mit DeepMind, Microsoft, Amazon, Facebook und IBM. Die genannten Konzerne haben sich unter dem Namen "Partnership on AI" im letzten Jahr zusammengetan, um die Forschung gemeinsam voranzutreiben. Auch auf die sozialen und ökonomischen Folgen durch die sich rasant entwickelnde Robotik wies Elon Musk hin. Viele der heute existierenden Jobs würden künftig wegen KI wegfallen.Einen Vorgeschmack davon gab Microsoft auf seiner diesjährigen BUILD 2017 Entwicklerkonferenz, auf der die Redmonder dem Thema KI viel Raum schenkten und Fortschritte seiner Cognitive Services demonstrierten. Mit diesen ist eine vollständige Personenüberwachung von Menschen am Arbeitsplatz bereits heute möglich, bei der einzelne Handgriffe und Aktivitäten von Personen detailgenau erfasst werden und bewertet werden können. Microsoft demonstrierte dies anhand eines Systems zur Arbeitsplatzsicherheit (ca. ab 00:56), um Industriearbeiter vor Gefahren zu schützen. Weniger positive Anwendungsbeispiele, bei denen der Mensch quasi zum Sklaven von Maschinen verkommt, sind mit solchen Systemen aber genauso gut denkbar. Infografik: Elon Musk - Das Leben in der Zusammenfassung
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