Tim Berners-Lee findet jüngste Privatsphäre-Aufweichungen 'widerlich'
Der Erfinder des World Wide Web, Tim Berners-Lee, hat sich in einem Interview zu den jüngsten Gesetzesänderungen in den USA geäußert und Gutes hat er dazu nicht zu sagen: Der Internet-Pionier bezeichnete den künftig Providern erlaubten Verkauf von Kundendaten als "widerlich", denn Richtung und Einstellung dieser Entscheidung seien "beängstigend".
Tim Berners-Lee (Bild: Paul Clarke; CC-BY-SA 4.0)
Tim Berners-Lee ist nicht nur der Erfinder des WWW, der 61-jährige tritt auch immer wieder als mahnende Stimme auf, wenn er die Netzneutralität in Gefahr sieht oder sonstige Entwicklungen bedenklich findet. Nun war es wieder soweit: In einem Interview mit dem Guardian sprach der britische Physiker und Informatiker über die jüngsten, seiner Meinung nach "widerlichen", Gesetzesänderungen in den Vereinigten Staaten und ließ entsprechend kein gutes Haar daran.
Denn vor kurzem hat der US-Kongress ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das den Providern des Landes die Möglichkeit gibt, den Browser-Verlauf ihrer Kunden zu verkaufen und für Werbezwecke einzusetzen. Laut Berners-Lee sei die Einstellung der Politiker zur Privatsphäre "wirklich beängstigend" und bringe die Web-Nutzer in Gefahr.
"Wenn wir das Web benutzen, sind wir so verwundbar", so Berners-Lee. "Es gibt Dinge, die Menschen im Web machen, die alles über sie verraten, oftmals mehr als sie selber wissen." Die vielen "Linksklicks" sind ein so bestimmter Teil unserer Leben, dass das einen "absurden" Grad an Offenlegung habe, so die Web-Legende. "Man hat das Recht auf Privatsphäre, wenn man einen Arzt besucht, damit bleiben alle Informationen vertraulich. Ähnlich sollte man auch ins Web gehen können."
Siehe auch: Kongress erlaubt Handel mit Kunden-Surfverhalten, die greifen zu VPNs
Tim Berners-Lee (Bild: Paul Clarke; CC-BY-SA 4.0)
Tim Berners-Lee ist nicht nur der Erfinder des WWW, der 61-jährige tritt auch immer wieder als mahnende Stimme auf, wenn er die Netzneutralität in Gefahr sieht oder sonstige Entwicklungen bedenklich findet. Nun war es wieder soweit: In einem Interview mit dem Guardian sprach der britische Physiker und Informatiker über die jüngsten, seiner Meinung nach "widerlichen", Gesetzesänderungen in den Vereinigten Staaten und ließ entsprechend kein gutes Haar daran.
Denn vor kurzem hat der US-Kongress ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das den Providern des Landes die Möglichkeit gibt, den Browser-Verlauf ihrer Kunden zu verkaufen und für Werbezwecke einzusetzen. Laut Berners-Lee sei die Einstellung der Politiker zur Privatsphäre "wirklich beängstigend" und bringe die Web-Nutzer in Gefahr.
"Wenn wir das Web benutzen, sind wir so verwundbar", so Berners-Lee. "Es gibt Dinge, die Menschen im Web machen, die alles über sie verraten, oftmals mehr als sie selber wissen." Die vielen "Linksklicks" sind ein so bestimmter Teil unserer Leben, dass das einen "absurden" Grad an Offenlegung habe, so die Web-Legende. "Man hat das Recht auf Privatsphäre, wenn man einen Arzt besucht, damit bleiben alle Informationen vertraulich. Ähnlich sollte man auch ins Web gehen können."
"Ur-amerikanische Werte"
Privatsphäre sei ein "ur-amerikanischer Wert" und keine Sache, die mit Parteilichkeit zu tun habe. Beide großen US-Parteien kämpfen letztlich dafür, die Republikaner sogar noch mehr, weshalb er nun "schockiert" ist, dass diese Partei das Recht auf Privatsphäre "wegwerfen" will. Er sieht schon eine "riesige öffentliche Debatte" auf uns zukommen und meint, dass man darauf wetten könne, dass es öffentliche Demonstrationen gegen diese Entscheidung geben werde.Siehe auch: Kongress erlaubt Handel mit Kunden-Surfverhalten, die greifen zu VPNs
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