Fernsehen: Reale Nutzung bricht inzwischen dramatisch ein
Die bisherigen Untersuchungen zur Fernsehnutzung lieferten wohl etwas zu optimistische Ergebnisse, da sie schlicht falsche Werte zugrunde legten. Das zeigt ein genauerer Blick, den die Marktforscher von Nielsen auf die Nutzerbasis in den USA warfen. Hier zeigt sich nun ein dramatischer Rückgang.
Das traditionelle Fernsehen schafft es nur noch mehr Aufmerksamkeit bei den sehr alten Nutzern zu gewinnen. Steigende Nutzungszeiten verbuchten die Marktforscher nur bei den Nutzern in der Altersgruppe von 65 Jahren an aufwärts. Von 2010 bis 2016 stieg die Zeit, in der diese dem linearen Fernsehprogramm folgen, um 8 Prozent oder 16 Stunden. In der darunter liegenden Gruppe von 50 bis 64 Jahren blieb die Nutzung mit kleineren Schwankungen letztlich konstant.
Alle Verbraucher, die jünger sind, schenken dem klassischen Fernsehen deutlich weniger Aufmerksamkeit. Das gilt vor allem für die Zielgruppen, die quasi mit Breitband-Internet sozialisiert wurden - also jene, die heute 12 bis 17 oder 18 bis 24 Jahre alt sind. Bei diesen ist die Nutzung des traditionellen Fernsehens jeweils um mehr als 40 Prozent zurückgegangen. Dass dies bisher in Untersuchungen weniger dramatisch wirkte, lag wohl daran, dass nicht die Zeit untersucht wurde, in der tatsächlich aufmerksam zugeschaut wurde, sondern in denen die Geräte angeschaltet waren.
Trotz der abnehmenden Nutzung konnte ein Bereich aber deutliche Zuwachsraten verzeichnen: Über alle Gruppen hinweg wandten sich mehr Verbraucher dem aktuellen Fernsehprogramm zu, wenn die Zeit für die klassischen Nachrichtensendungen gekommen war. Diese werden offenbar als wichtiger werdende Instanz angesehen, um sich über die Vorgänge in der Welt zu informieren.
Das traditionelle Fernsehen schafft es nur noch mehr Aufmerksamkeit bei den sehr alten Nutzern zu gewinnen. Steigende Nutzungszeiten verbuchten die Marktforscher nur bei den Nutzern in der Altersgruppe von 65 Jahren an aufwärts. Von 2010 bis 2016 stieg die Zeit, in der diese dem linearen Fernsehprogramm folgen, um 8 Prozent oder 16 Stunden. In der darunter liegenden Gruppe von 50 bis 64 Jahren blieb die Nutzung mit kleineren Schwankungen letztlich konstant.
Alle Verbraucher, die jünger sind, schenken dem klassischen Fernsehen deutlich weniger Aufmerksamkeit. Das gilt vor allem für die Zielgruppen, die quasi mit Breitband-Internet sozialisiert wurden - also jene, die heute 12 bis 17 oder 18 bis 24 Jahre alt sind. Bei diesen ist die Nutzung des traditionellen Fernsehens jeweils um mehr als 40 Prozent zurückgegangen. Dass dies bisher in Untersuchungen weniger dramatisch wirkte, lag wohl daran, dass nicht die Zeit untersucht wurde, in der tatsächlich aufmerksam zugeschaut wurde, sondern in denen die Geräte angeschaltet waren.
Nicht alle Sendungen leiden
Überdurchschnittliche Rückgänge sind aber auch in den Altersgruppen 25 bis 34 und 35 bis 49 Jahre zu verzeichnen, in denen es um 29 und 12 Prozent nach unten ging. Diese beiden sind vor allem für Werbetreibende interessant, da sie ausreichend eigenes Geld verdienen und auch noch nicht komplett verfestigte Lebensführungen haben.Trotz der abnehmenden Nutzung konnte ein Bereich aber deutliche Zuwachsraten verzeichnen: Über alle Gruppen hinweg wandten sich mehr Verbraucher dem aktuellen Fernsehprogramm zu, wenn die Zeit für die klassischen Nachrichtensendungen gekommen war. Diese werden offenbar als wichtiger werdende Instanz angesehen, um sich über die Vorgänge in der Welt zu informieren.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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